Joe Biden: Klima, China, Russland, Iran – die dringendsten Aufgaben in der Außenpolitik
Icon: vergrößernUS-Präsident Joe Biden: weg von »America First«
Foto: TOM BRENNER / REUTERS
Gegen Ende seiner Antrittsrede, nach einem Bibelvers und vor einem stillen Gebet für Amerikas 400.000 Corona-Tote, hatte Joe Biden noch eine – recht kurze – Botschaft an den Rest der Welt: »Wir werden unsere Bündnisse reparieren und uns wieder auf die Welt einlassen«, verkündete der frisch vereidigte US-Präsident, »nicht, um die Herausforderungen von gestern zu bewältigen, sondern die von heute und morgen.«
Diese sind groß und zahlreich, und in der Tat wird die neue Regierung in Washington sie nicht effektiv angehen können, ohne Reparaturen vorzunehmen. Denn Donald Trumps vier Jahre an der Macht haben außenpolitisch einiges umgewälzt. Sie haben Amerikas Verhältnis zur Welt verändert, in mancher Hinsicht dauerhaft.
Auf Biden kommen vor allem folgende Aufgaben zu:
Weg von »America First«
Trump wirkte während seiner Amtszeit regelrecht bemüht, Amerikas Freunde und Verbündete zu verprellen. Die Nato sei »obsolet«, die Deutschen »schlimm«, die EU ein »Gegner«: Das sind nur einige der O-Töne, die im Gedächtnis blieben. Für Bidens Vorgänger war Geopolitik ein Basar, internationale Beziehungen eine Abfolge von Deals.

