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Gazastreifen: Israels Militär meldet Fund von Waffen und Munition in Kindergarten

November 18
08:56 2023

Bei ihrem Einsatz im Schifa-Krankenhaus im Gazastreifen haben israelische Soldaten nach Angaben von Regierungschef Benjamin Netanyahu eine unterirdische Hamas-Zentrale entdeckt. Demnach hätten die Streitkräfte im zweiten Untergeschoss der Klinik eine Kommando- und Kontrollzentrale gefunden. Terroristen seien vor der Ankunft der Soldaten aus der Klinik geflüchtet. Die Armee habe dort auch Waffen und Bomben entdeckt, sagte Israels Ministerpräsident dem US-Radiosender NPR.

Bereits zuvor hatte die Armee mitgeteilt, bei ihrem Einsatz in dem Krankenhaus auch Kommando- und Kontrollzentren gefunden zu haben. Unklar blieb, ob es sich dabei auch um die unter dem Krankenhaus vermutete Hamas-Kommandozentrale handelte. Die Hamas bestreitet die Existenz eines solchen Stützpunkts unter der Klinik.

Netanyahu sagte weiter, dass die »militärische Gesamtverantwortung« für den Gazastreifen nach dem Krieg im Gazastreifen auf absehbare Zeit bei Israel liegen müsse, um ein Wiedererstarken von Terroristen zu verhindern. Er halte es dennoch nicht unbedingt für notwendig, Soldaten dort zu behalten. Es brauche im Gazastreifen zudem eine zivile Regierung. Diese müsse aber Terrorismus bekämpfen und dürfe sich nicht für die Zerstörung Israels aussprechen.

Armeesprecher: Hamas über Krankenhäuser verteilt

Das israelische Militär begründete sein umstrittenes Vorgehen im Gazastreifen mit vielen palästinensischen Opfern mit der Struktur der Hamas und ihren »kleinen Terrorzentralen« in zivilen Einrichtungen. So würden zum Beispiel in einem Krankenhauskomplex von mehreren Dutzend Gebäuden zwei oder drei als Terrorzentralen genutzt, dabei über mehrere Stockwerke verteilt »und dann natürlich unterirdisch«, sagte Armeesprecher Arye Shalicar im ZDF: »Und das natürlich nicht in einem Krankenhaus, sondern in vielen Krankenhäusern.«

In den vergangenen Wochen seien aus dem Küstengebiet rund 10.000 Raketen auf Israel abgefeuert worden. »Von wo wurden diese Raketen abgeschossen? Es gibt im Gazastreifen nicht eine einzige Militärkaserne«, sagte Shalicar. Die Geschosse würden nach wie vor aus zivilen Infrastrukturen wie Krankenhäusern, Moscheen und Schulen abgefeuert. »Würden sie Raketen aus Militärkasernen schießen, dann wäre die Hamas an einem Tag schon zerstört.« Die Verantwortung für zivile Opfer trage daher allein die Terrororganisation, so Shalicar.

Israels Militär: Waffen und Munition in Kindergarten in Gaza gefunden

Ebenfalls eigenen Angaben zufolge fanden israelische Streitkräfte in einem Kindergarten und einer Grundschule im Gazastreifen Waffen und Munition. Bei dem Einsatz im Norden des abgeriegelten Küstenstreifens seien Panzerbüchsen, Mörsergranaten und andere Waffen sichergestellt worden, teilte das Militär auf der Nachrichtenplattform X, ehemals Twitter, mit. In einem Video war ein Stapel Mörsergranaten zu sehen, auf einem Foto mehrere Panzerbüchsen, Sturmgewehre, Munition und Handgranaten.

Bahrain fordert Gefangenenaustausch

Der Golfstaat Bahrain forderte Israel und die Hamas zu einem Gefangenenaustausch auf. Die Hamas solle sofort die aus Israel entführten Kinder und Frauen freilassen, sagte Kronprinz und Ministerpräsident Salman bin Hamad al-Chalifaam. Er glaube nicht, dass irgendeine arabische Führungspersönlichkeit die Hamas dazu bereits aufgefordert habe. Es sei deshalb Zeit für klare Worte.

Zugleich verlangte der Kronprinz von Israel, weibliche und minderjährige palästinensische Häftlinge aus israelischen Gefängnissen zu entlassen. Dies sei notwendig, um den Konflikt und die »untragbare Situation« im Gazastreifen zu beenden. Bahrains Ministerpräsident verurteilte zugleich aufs Schärfste die »barbarischen« Anschläge vom 7. Oktober sowie die Luftangriffe auf den Gazastreifen, die zum Tod Tausender geführt hätten.

Offenbar viele Tote bei Bombardement von Chan Junis

Die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa meldet, dass 26 Palästinenser, die Mehrheit Kinder, bei einem Bombardement der Stadt Chan Junis durch Israel getötet worden seien. Die israelischen Streitkräfte hatten die Einwohner der Stadt im Süden des Gazastreifens und die aus dem umkämpften Norden dorthin geflüchteten Palästinenser zuvor aufgefordert, Chan Junis in Richtung Westen zu verlassen.

»Ich weiß, dass es für viele von ihnen nicht leicht ist, aber wir wollen nicht, dass Zivilisten ins Kreuzfeuer geraten«, hatte Netanyahu-Berater Mark Regev dem US-Fernsehsender MSNBC gesagt. Die israelischen Streitkräfte müssten in die Stadt eindringen, um Hamas-Kämpfer aus unterirdischen Tunneln und Bunkern zu vertreiben. Chan Junis im Süden des Gazastreifens hat mehr als 400.000 Einwohner.

Fünf Tote bei Angriff auf Flüchtlingslager Balata im Westjordanland

Bei einem Angriff auf ein Gebäude im Flüchtlingslager Balata im nördlichen Westjordanland sind nach Angaben des palästinensischen Roten Halbmonds fünf Menschen getötet und zwei weitere verletzt worden. Die Verwaltung des Lagers in Nablus teilte mit, ein Luftangriff habe in der Nacht das örtliche Hauptquartier der Fatah-Bewegung in dem Lager getroffen. Das israelische Militär erklärte, es prüfe die Berichte.

Augenzeugen sagten der Nachrichtenagentur AFP, dass der Angriff von einer Drohne ausgegangen sei. Die Angaben konnten zunächst nicht bestätigt werden. Im Flüchtlingslager Balata leben etwa 24.000 Menschen. Zudem sind dort mehrere bewaffnete palästinensische Gruppen vertreten.

Zahl der Toten nach Hamas-Massaker auf Festival steigt

Die Zahl der Todesopfer auf einem Festival nach dem Massaker der Hamas ist Medienberichten zufolge auf mindestens 350 gestiegen. Dies habe eine polizeiliche Untersuchung ergeben. Einige Medien gaben die neue Zahl der Toten mit 364 an. Dutzende Menschen wurden demnach zudem von der Party in der Negev-Wüste in den Gazastreifen verschleppt. Zuvor war die Zahl der Toten auf dem Musik-Event zwischen 260 und 270 angegeben worden. Berichten zufolge soll die Islamistenorganisation vor ihren Terrorangriffen nichts von dem Festival gewusst haben. Bei dem Blutbad auf dem Event in der Negev-Wüste wurde auch die Deutsche Shani Louk getötet .

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