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Coronavirus-News am Donnerstag: Angela Merkel will Lage mit Bürgermeistern beraten

October 08
13:38 2020
Angela Merkel: Krisengespräch zur Corona-Pandemie geplant Icon: vergrößern

Angela Merkel: Krisengespräch zur Corona-Pandemie geplant

Foto: Pool / Getty Images

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Zeitung berichtet von 37 Corona-Fällen im Bundestag

12.29 Uhr: Seit dem Beginn der Coronakrise im März hat es einem Medienbericht zufolge im Deutschen Bundestag insgesamt 37 Infektionen mit dem Coronavirus gegeben. Das schrieb die "Saarbrücker Zeitung" unter Berufung auf die Bundestagsverwaltung. Demnach sind in den Gebäuden des Bundestages etwa 10.000 Menschen tätig – unter ihnen Abgeordnete, Fraktions- und Verwaltungsmitarbeiter sowie Handwerker und andere Dienstleister. Die 37 Infektionsfälle stammten aus diesem Personenkreis, sagte eine Sprecherin der Verwaltung der Zeitung.

Dies bedeute aber nicht, "dass sich das Infektionsgeschehen im Bundestag abgespielt hat", sagte die Sprecherin. Die Ansteckungen könnten auch im Wahlkreis, im Urlaub oder in den Wohnorten staatgefunden haben. Seit Dienstag gilt in den Liegenschaften des Bundestages die von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) erlassene Maskenpflicht.

Gericht hebt teilweisen Lockdown in Madrid auf

12.25 Uhr: Das höchste Gericht in Madrid hat den teilweisen Lockdown der spanischen Hauptstadt und weiteren Orte in der Region aufgehoben. Die Regionalregierung hatte Klage gegen die Anordnung der Zentralregierung eingereicht, derzufolge Bewohner des Großraums Madrid ihre Häuser nur mit triftigem Grund verlassen dürfen.

Merkel berät Corona-Lage mit Bürgermeistern der elf größten deutschen Städte

12.07 Uhr: Angesichts der stark steigenden Infektionszahlen wird sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach SPIEGEL-Informationen am Freitag mit den Oberbürgermeistern und Regierungschefs der elf größten deutschen Städte und Stadtstaaten zum weiteren Vorgehen in der Coronakrise beraten. In der Runde dabei sein sollen Berlin, Hamburg und Bremen sowie München, Frankfurt am Main, Köln, Düsseldorf, Dortmund, Essen, Leipzig und Stuttgart. Die Schalt-Konferenz ist für 12.30 Uhr angesetzt.

Am Donnerstagmorgen meldete das Robert Koch-Institut mehr als 4000 festgestellte Neuinfektionen. Am Mittwoch hatten sich die Staatskanzleichefs der Länder mehrheitlich mit Kanzleramtsminister Helge Braun darauf verständigt, dass die meisten Bundesländer künftig negative Corona-Tests von Reisenden verlangen, die aus innerdeutschen Risikogebieten kommen. Dies sind Gebiete, in denen es binnen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gegeben hat.

Kellner bedient ohne Maske und greift Polizisten an

11.44 Uhr: In Stralsund ist die Polizei in ein Restaurant in der Innenstadt gerufen worden, weil ein Kellner dort ohne Mund-Nasen-Schutz servierte. Zudem habe der 29-Jährige die Gäste aufgefordert, ihre Masken abzulegen, teilte die Polizei mit. Darauf hätten am Mittwochabend Gäste aus Hamburg hingewiesen. Zudem seien in dem Restaurant die persönlichen Daten der Gäste nicht erfasst worden, um eine Nachverfolgung zu ermöglichen.

Der in Stralsund wohnende Mann äußerte den Angaben zufolge der Polizei gegenüber sein Unverständnis für die Maßnahmen der Landesregierung und weigerte sich, seine Personalien anzugeben. Schließlich beleidigte er die Beamten und versuchte, zwei von ihnen mit der Faust zu schlagen. Die Polizisten nahmen ihn daraufhin in Gewahrsam.

Gegen den Kellner wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Beleidigung, des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und der versuchten Körperverletzung eingeleitet. Darüber hinaus nahmen sie den Verstoß gegen die entsprechende Corona-Verordnung des Landes auf.

Österreich hat mehr neue Fälle an einem Tag als je zuvor

11.39 Uhr: Die Zahl neu gemeldeter Fälle in Österreich hat erstmals die Spitzenwerte aus der Hochphase der Pandemie im Frühjahr überstiegen. Behörden zählten am Donnerstag 1209 Neuinfektionen binnen 24 Stunden, 613 davon allein in Wien. Acht neue Todesfälle wurden seit dem Vortag gemeldet. Im Krankenhaus liegen 506 Covid-19-Patienten, 107 davon auf der Intensivstation.

Die Zahlen seien mit dem Frühjahr nicht vergleichbar, weil mehr getestet werde, betonte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne). Er nannte die Situation dennoch schwierig. Etwa 10.000 Menschen galten am Donnerstag österreichweit als aktiv erkrankt, mehr als doppelt so viele wie vor einem Monat.

SPD-Generalsekretär Klingbeil zu Söder-Aussagen: "Es ist einfach unanstänig"

11.39 Uhr: SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hat mit scharfen Worten auf die Äußerungen von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CDU) reagiert. "Niemand hat politisch die hohen Infektionszahlen in Bayern und NRW instrumentalisiert", schrieb Klingbeil auf Twitter. "Was Söder motiviert hier den Mini-Trump zu machen und das Land zu spalten ist mir unbegreiflich. Es ist einfach unanständig."

Söder hatte am Morgen die Corona-Politik in den sogenannten Hotspots angegriffen. Einige Großstädte wie Berlin stünden kurz davor, die Kontrolle über die Infektionszahlen zu verlieren, sagte der CDU-Politiker im ZDF.

Forschungsministerin bleibt bei Prognose: Impfung ab Mitte 2021

11.26 Uhr: Bundesforschungsministerin Anja Karliczek bleibt bei ihrer Einschätzung, dass Impfstoffe für viele Menschen bis Mitte 2021 zur Verfügung stehen könnten. "Die Forschung ist im Moment gigantisch schnell", sagte die CDU-Politikerin. Aktuell gehe das Forschungsministerium davon aus, dass Mitte nächsten Jahres breite Teile der Bevölkerung geimpft werden könnten. Offen sind nach Angaben Karliczeks noch einige Fragen, etwa wie lange der Impfschutz anhalten werde oder wie häufig man geimpft werden müsse, um einen wirklichen Schutz zu bekommen.

Easyjets erster Jahresverlust fällt massiv aus

10.51 Uhr: Erstmals in der 25-jährigen Unternehmensgeschichte schreibt der Billigflieger Easyjet rote Zahlen: rund 900 Millionen Euro. Wie es weitergeht, wagt Konzernchef Lundgren nicht vorherzusagen.

Sachsen-Anhalt untersagt bis Februar Klassenfahrten ins Ausland

10.50 Uhr: In Sachsen-Anhalt sind bis zum Ende des Schulhalbjahres im Februar keine Klassenfahrten ins Ausland erlaubt. Die Schulleitungen sollen alle bereits geschlossenen Verträge für Auslandsfahrten umgehend stornieren, teilte das Landesbildungsministerium mit. Diese Regelung gilt den Angaben zufolge auch für Studienfahrten ins Ausland und für internationale Schüleraustausche. Anfallende Stornierungskosten werden vom Land übernommen.

Einschränkungen soll es auch für Klassenfahrten innerhalb Deutschlands geben. Details nannte das Ministerium nicht. Für innerdeutsche Fahrten wollen die Regierungschefs und Gesundheitsressorts der Länder in den kommenden Tagen weitere Verfahren vereinbaren.

Wie viel bringt das Lüften im Klassenzimmer?

Reicht Stoßlüften in Klassen, um das Ansteckungsrisiko deutlich zu verringern? Ja, sagen die Kultusminister. Doch die Kritik an ihrem Konzept reißt nicht ab. Lesen Sie hier mehr zu Unterricht in der Coronakrise.

RKI warnt vor "unkontrollierter Verbreitung"

9.35 Uhr: Gesundheitsminister Spahn zeigt sich "sehr besorgt" angesichts des sprunghaften Anstiegs der Neuinfektionen. Es sei "möglich, dass wir mehr als zehntausend neue Fälle pro Tag sehen", ergänzte RKI-Präsident Lothar Wieler.

Niedersachsen will doch Beherbungsverbot für Urlauber aus Hotspots

9.30 Uhr: Niedersachsen will nun doch ein Beherbungsverbot für Urlauber aus Risikogebieten. Eine entsprechende Landesverordnung werde auf den Weg gebracht, sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). Man habe sich darüber innerhalb der Landesregierung abgestimmt. Viele andere Bundesländer wollen ebenfalls keine Touristen aus Risikogebieten mehr in ihren Hotels und Ferienwohnungen übernachten lassen. Darauf hatten sie sich am Mittwoch verständigt. Niedersachsen hatte sich dem zunächst nicht angeschlossen.

Greifen soll dies für Reisende aus Gebieten mit mehr als 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen. Maßgeblich sei das Datum der Einreise nach Niedersachsen, sagte Weil. Es solle vermieden werden, dass kurzfristig Aufenthalte abgebrochen werden müssen. Zudem könnten Touristen mit einem negativen Test doch in Niedersachsen Urlaub machen.

Söder: Einige Großstädte drohen Kontrolle zu verlieren

9.17 Uhr: Einige Großstädte wie Berlin stehen nach Ansicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kurz davor, die Kontrolle über die Infektionszahlen zu verlieren. Deswegen solle man "auf keinen Fall" Vorsicht, die zur Bewältigung der Pandemie entscheidend sei, aufgeben. "Um uns herum in Europa explodieren die Zahlen", betonte Söder im ZDF-"Morgenmagazin". Dort wachse das Problem auch in die Krankenhäuser hinein.

"Mehr Maske, weniger Alkohol und natürlich auch kleinere Partys", seien die richtigen Maßnahmen bei erhöhten Infektionszahlen. Zudem verteidigte Söder ein am Mittwoch beschlossenes Beherbergungsverbot für Menschen aus innerdeutschen Risikogebieten. Dabei gehe es vor allem um die Sicherheit der Menschen und Sicherheit für die Tourismusbranche.

Auch Spahn besorgt über Anstieg Infektionszahlen

9.15 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn äußert sich "sehr besorgt" über die stark gestiegenen Infektionszahlen. Es gebe etwa in Berlin teilweise ein "sorgloses, ignorantes Verhalten" von Menschen, weshalb er die neuen Maßnahmen des Berliner Senats begrüße.

Insgesamt sei Deutschland bisher aber im Vergleich zu anderen europäischen Ländern noch gut durch die Pandemie gekommen. "Das Gesundheitssystem kann sehr gut damit umgehen." Deshalb könne man zuversichtlich sein. Es gebe inzwischen mehr Wissen und Instrumente für den Kampf gegen das Virus.

Um die Entwicklung im Griff zu halten, gehe es um die richtige Balance aus Zuversicht wegen der bisher gut gemeisterten Krise, aber auch aus Wachsamkeit und Achtsamkeit. Es komme weiterhin auf Abstand, Hygieneregeln und Masken an – nun in der kalten Jahreszeit ergänzt um Lüften und ein möglichst breites Nutzen der Warn-App.

Infektiologin warnt vor neuen Engpässen in deutschen Krankenhäusern

9.15 Uhr: An Deutschlands Krankenhäusern steigt angesichts der immer zahlreicheren Infektionen aus Expertenansicht die Gefahr von Engpässen. Zwar würden die leichten Verläufe überwiegen, man bereite sich aber vor "auf eine neue Welle an Patienten, die schwer erkrankt sind", sagte die Leiterin der Abteilung Infektiologie des Uniklinikums Gießen, Susanne Herold, bei der Pressekonferenz mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

Derzeit würden 470 Covid-19-Patienten in Deutschland auf Intensivstationen behandelt. Die Ärzte erwarteten einen deutlichen Anstieg dieser Zahl, denn die Mediziner befürchteten, dass die Infektionszahlen insgesamt auch in der nächsten Zeit deutlich ansteigen, sagte Herold.

Für die Kliniken gelte: Räume für neue Patienten müssten geschaffen werden. Vielleicht müssten elektive Operationen, also Eingriffe, die nicht so dringend sind, möglicherweise auch wieder abgesagt werden. Herold hofft, dass die Menschen die Gefahr ernst nehmen, "sodass wir nicht in diese Situation kommen". Herold erläuterte ferner, dass im Vergleich zu Beginn der Pandemie mehrere wirksame Therapiemöglichkeiten hinzugekommen seien, die den Krankheitsverlauf abmildern könnten.

Nach Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung seien derzeit 8500 Betten für Intensivpatienten frei und damit mehr als die Gesamtkapazität von Italien und Spanien. Zudem gebe es eine Notfallreserve von etwa 12.000 Betten, die eingesetzt werden könnten.

Kanzleramtschef Braun sieht klassischen Beginn einer zweiten Welle

9.10 Uhr: Kanzleramtsminister Helge Braun spricht angesichts der deutlich gestiegenen Infektionszahlen vom Beginn einer zweiten Infektionswelle. In einigen Großstädten sehe man nicht nur, dass die Inzidenz von 50 überschritten werde, "sondern wir sehen auch, dass die Zahlen sehr, sehr schnell ansteigen", sagte er bei RTL/ntv. "Das heißt, dass die Kontaktnachverfolgung in den Gesundheitsämtern möglicherweise an einigen Stellen nicht mehr funktioniert, und das ist der klassische Beginn einer zweiten Welle." Wenn die Zahlen weiter rasch anstiegen, "dann verlieren wir die Kontrolle über die Infektionszahlen und dann können wir es nur noch durch sehr einschneidende Maßnahmen aufhalten."

Infektionskennziffer in Hagen und Wuppertal über 50

8.30 Uhr: Auch in Hagen und Wuppertal ist die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in einer Woche über die entscheidende Schwelle von 50 gestiegen. Nach der jüngsten Übersicht des Robert Koch-Instituts (RKI) beträgt der Wert im etwa 190.000 Einwohner zählenden Hagen 56,2. In der RKI-Übersicht werden weiterhin Hamm (77,8) und Remscheid (59,3) mit Werten von über 50 ausgewiesen. Bei Werten über 50 müssen die Behörden in NRW zwingend weitergehende Einschränkungen für das öffentliche Leben erlassen.

Die über 360.000 Einwohner zählende Stadt Wuppertal teilte zudem auf ihrer Internetseite mit, dass mit Stand Mittwochabend der Wert von 50 überschritten wurde. Ein Stadtsprecher berichtete am Morgen, dass der Wert der sogenannten 7-Tage-Inzidenz bei 53,24 liege. Der Krisenstab berate über weitere Maßnahmen.

Seit Ende September seien die Zahlen in Wuppertal wieder gestiegen. Als ein zentrales Ereignis werde dabei eine Garagenparty von Studenten gesehen, bei der über 50 Personen gefeiert hätten, sagte der Stadtsprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Generell stieg die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen in den vergangenen Tagen. Am Mittwoch meldete das Landeszentrum Gesundheit landesweit 25,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen – so viele wie zuletzt Mitte April. Damit stand NRW nach Zahlen des RKI am Mittwoch an der Spitze aller deutschen Flächenländer.

Einbruch bei deutscher Tourismusbranche ebbt im August etwas ab

8.30 Uhr: Die Einbrüche im deutschen Tourismus sind im Ferienmonat August deutlich geringer ausgefallen als zuletzt. Es gab 49,6 Millionen Übernachtungen und damit 14,2 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im Juni hatte es noch ein Minus von rund 42 Prozent gegeben und im Juli von etwa 23 Prozent. Im August sank die Zahl der ausländischen Gäste zwar noch um 56 Prozent auf 4,7 Millionen. Allerdings lag die Zahl der Übernachtungen einheimischer Gäste mit knapp 45 Millionen nur noch 4,7 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres.

In den ersten acht Monaten des Jahres mussten die Hoteliers, Pensionen und sonstigen Beherbergungsbetriebe insgesamt einen Rückgang von gut 37 Prozent wegstecken. Allein die Zahl der ausländischen Gäste brach wegen der Reisebeschränkungen rund um die Pandemie um fast 60 Prozent ein.

Mehr als 36,15 Millionen Menschen weltweit infiziert

8.08 Uhr: Weltweit sind mehr als 36,15 Millionen Menschen nachweislich infiziert. Das ergibt eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten. Danach starben mit oder an dem Virus 1.052.602 Menschen. Das Virus hat sich in mehr als 210 Länder und Territorien ausgebreitet, seit die ersten Fälle im Dezember in China bekannt wurden.

4058 neue Fälle in Deutschland

8.00 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet 4058 neue Fälle in Deutschland. Die Gesamtzahl der positiv Getesteten liegt laut RKI damit bei 310.144. Die Zahl der Todesfälle steigt nach Angaben des Instituts um 16 auf 9.578.

Icon: Der Spiegel

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