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RTL/ntv Trendbarometer : Union fällt hinter AfD zurück, Merz auf neuem Rekordtief

April 14
17:36 2026

Politik

RTL/ntv Trendbarometer Union fällt hinter AfD zurück, Merz auf neuem Rekordtief

14.04.2026, 14:02 Uhr Artikel anhören(04:00 min)00:00 / 04:00

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Zum ersten Mal in diesem Jahr erreicht die AfD im Trendbarometer von RTL und ntv die größte Zustimmung. Auch Bundeskanzler Merz wird noch einmal unbeliebter. Auch das Vertrauen in die Unionsparteien sinkt weiter.

Im neuen Trendbarometer von RTL und ntv sind CDU und CSU nur noch zweitstärkste Kraft nach der AfD. Im Vergleich zur Vorwoche verloren die Unionsparteien zwei Prozentpunkte und stehen nun bei 24 Prozent. Die AfD erreicht dagegen wie in der Vorwoche 26 Prozent und hat damit zwei Prozentpunkte Vorsprung.

Derweil sinkt die Zufriedenheit mit Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz auf einen neuen Tiefstand. Nur noch 18 Prozent schätzen seine Arbeit, 80 Prozent sind dagegen unzufrieden – so viele wie noch nie.

Zugleich verlieren CDU und CSU einen Punkt in der Frage nach der politischen Kompetenz. Nur noch 15 Prozent glauben, dass die beiden Parteien mit den Problemen in Deutschland am besten fertig werden. Das ist ein Punkt weniger als in der Vorwoche, aber zwölf Punkte weniger als im Juni des vergangenen Jahres. Die AfD erreicht in dieser Frage mit 14 Punkten einen neuen Spitzenwert. Sie hat einen Punkt zugelegt.

FDP wieder bei vier Prozent

Einen Hoffnungsschimmer gibt es derweil für die FDP. Sie erreicht erstmals seit Langem wieder vier Prozent und verlässt damit die "Sonstigen". Auch die Linke legt einen Prozentpunkt zu und landet wieder bei 11 Prozent. Bei Grünen und SPD tut sich nichts. Die Werte im Einzelnen:

  • AfD 26 Prozent (Bundestagswahl 2025: 20,8 Prozent)

  • CDU/CSU 24 Prozent (28,5 Prozent)

  • Grüne 15 Prozent (11,6 Prozent)

  • SPD 12 Prozent (16,4 Prozent)

  • Linke 11 Prozent (8,8 Prozent)

  • FDP 4 Prozent (4,3 Prozent)

Die Erwartungen mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung verdunkeln sich weiter. Nur noch 11 Prozent der Befragten äußerten sich zuversichtlich, zwei Punkte weniger als in der Vorwoche. 67 Prozent (plus 1) gehen von einer Verschlechterung aus. 20 Prozent erwarten eine gleichbleibende Lage. Zieht man die Werte der Pessimisten von denen der Optimisten ab, ergibt das einen Wert von minus 56. So schlecht schätzten die Befragten die Lage das ganze vergangene Jahr über nicht ein.

Benzinpreis ist Top-Thema

Die schlechte Stimmung dürfte mit dem Iran-Krieg und seinen Folgen zu tun haben. Im Themenradar nannten 55 Prozent den Konflikt als wichtiges Thema. Die "ökonomische Lage allgemein" (35 Prozent) und die Benzinpreise (30 Prozent) kommen zusammen sogar auf 65 Prozent.

Der aktuelle Befragungszeitraum der Forsa-Erhebung endete am gestrigen Montag. Die geplanten Entlastungen der Regierung schlagen sich in den vorliegenden Daten also nur begrenzt nieder. In einer weiteren Umfrage hatte Forsa aber gezielt nach möglichen Maßnahmen gefragt. Darin befürworteten 80 Prozent der Befragten die Senkung der Stromsteuer.

Die Daten zum RTL/ntv-Trendbarometer wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland zwischen dem 7. und 13. April erhoben. Datenbasis: 2502 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: plus/minus 2,5 Prozentpunkte.

Die Sonderumfrage zu Entlastungsmaßnahmen wurde zwischen dem 10. und 13. April erhoben. Datenbasis: 1004 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: plus/minus 3 Prozentpunkte.

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