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Corona-News am Mittwoch: Mehr als 17.000 Neuinfektionen in Deutschland gemeldet

November 18
11:17 2020
Corona-Testcenter in Dresden Icon: vergrößern

Corona-Testcenter in Dresden

Foto: MATTHIAS RIETSCHEL/ REUTERS

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Unternehmen stellen mehr Desinfektionsmittel und Nudeln her

08.45 Uhr: Desinfektionsmittel, Nudeln, zeitweise auch Toilettenpapier: Die Unternehmen in Deutschland haben die Produktion zahlreicher in der Corona-Pandemie gefragter Waren deutlich gesteigert. Die Herstellung von Desinfektionsmitteln etwa wuchs von Januar bis September 2020 um 80 Prozent zum Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Produktion lag bereits im Januar um 29 Prozent über dem Vorjahresmonat und erreichte im April den bisherigen Jahreshöhepunkt: Mit 14.800 Tonnen Wirkstoffgewicht wurden 161 Prozent mehr produziert als ein Jahr zuvor.

Obwohl die Restaurants zur Eindämmung der Pandemie im März den Verzehr vor Ort einstellen mussten, weiteten die Nudel-Hersteller hierzulande ihre Produktion kräftig aus. Im März wurden gut 36.600 Tonnen hergestellt, 72 Prozent mehr als im Vormonat und 82 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Von Januar bis September insgesamt lag der Zuwachs bei rund 20 Prozent. "Zur Bevorratung oder für die schnelle Zubereitung einer Mahlzeit wird häufig auf Nudeln zurückgegriffen", erklärten die Statistiker den Boom.

Berliner Polizei erwartet "Mammutaufgabe" bei neuen Corona-Protesten

08.32 Uhr: Die Polizei in Berlin stellt sich bei den Protesten von Gegnern der Corona-Politik an diesem Mittwoch auf einen schwierigen Einsatz ein. Der Sprecher der Berliner Gewerkschaft der Polizei, Benjamin Jendro, sagte dem Rundfunk Berlin-Brandenburg, die jüngsten Demos in Leipzig und Frankfurt hätten gezeigt, wie schnell solche Demonstrationen eskalieren und wie schnell es eine Hilflosigkeit der Polizei geben könne.

"Es wird eine Mammutaufgabe heute. Die Versammlung, über die wir momentan reden, das sind andere Versammlungen, als die, mit denen die Berliner Polizei sonst zu tun hat", sagte Jendro. Deswegen werde es vor Ort sehr auf Improvisationstalent ankommen. Die Berliner Polizei sei erfahren genug, dass sie die Lage in den Griff bekommen werde.

Paul-Ehrlich-Institut befürwortet Wettbewerb bei Impfstoff-Entwicklung

09.30 Uhr: Das Paul-Ehrlich-Institut befürwortet den Wettbewerb zwischen mehreren Pharmaunternehmen bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs. "Wettkampf ist immer gut, denn Kompetition bewirkt, dass alle immer ihre Höchstleistungen bringen", sagte Instituts-Präsident Klaus Cichutek im ZDF-"Morgenmagazin".

Angesichts des großen Bedarfs an Impfstoffen weltweit sei es ohnehin notwendig, dass mehrere Hersteller einen Impfstoff zur Zulassung bringen. Auch mit Blick auf die verschiedene Wirkungsweise und die Lager- und Transportfähigkeit von Impfstoffen sei es sinnvoll, "eine Varietät zu haben", sagte Cichutek. Das Paul-Ehrlich-Institut ist in Deutschland für die Zulassung von Impfstoffen zuständig.

Corona-Pandemie stresst die Menschen

07.32 Uhr: Die Corona-Pandemie zehrt offensichtlich an den Nerven: Vier Fünftel der deutschen Bevölkerung litten einer neuen Umfrage zufolge in den vergangenen Monaten unter Stress. Das hat das Meinungsforschungsinstitut Yougov im Auftrag des Lebensversicherers Swiss Life ermittelt. Ein knappes Drittel (31 Prozent) der befragten 2158 Bürger sagte, dass sie sich seit Beginn der Epidemie deutlich häufiger gestresst fühlen.

Gefragt wurde bereits während des Sommers im August, als die Lage im Vergleich zur derzeitigen Situation vergleichsweise entspannt war. Auffällig die Geschlechterdiskrepanz: 84 Prozent der Frauen bezeichneten sich als gestresst, aber nur 76 Prozent der Männer. Überdurchschnittlich betroffen ist demnach das Personal in Krankenhäusern, Arztpraxen, Pflegeheimen und anderen medizinischen Einrichtungen, gut neun von zehn Befragten (91 Prozent) aus der Gesundheits- und Pflegebranche empfanden Stress.

Hauptstressfaktor ist demnach die Arbeit: Berufstätige Befragten nannten vor allem Zeitdruck (55 Prozent) und große Aufgabenmenge (47 Prozent). Ein knappes Viertel von 23 Prozent nannte aber auch fehlenden Ausgleich wegen coronabedingt gestrichenen Urlaubs oder fehlender Freizeitaktivitäten.

Nächster Corona-Fall bei Hoffenheim

07.21 Uhr: Die TSG 1899 Hoffenheim hat ihren nächsten Corona-Fall. Stürmer Sargis Adamyan wurde auf seiner Länderspielreise mit Armenien positiv getestet, wie der Fußball-Bundesligist am Mittwochmorgen mitteilte. Neben Adamyan, der zuletzt drei Tore am Stück für die TSG erzielt hatte, sind nach Angaben des armenischen Verbands weitere Spieler und Mitglieder aus dem Trainerstab mit dem Coronavirus infiziert. Beim 27 Jahre alten Adamyan waren Corona-Tests am 9., 10. und 13. November negativ ausgefallen.

Frankreich meldet mehr als zwei Millionen Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie

06.15 Uhr: Frankreich hat am Dienstag die Schwelle von zwei Millionen Corona-Infektionen überschritten. Die Gesundheitsbehörden teilten mit, dass sich seit dem Beginn der Pandemie 2.036.755 Menschen mit dem neuartigen Virus angesteckt hätten. Allein innerhalb der vergangenen 24 Stunden seien mehr als 45.500 neue Fälle hinzugekommen.

Am Montag habe es außerdem mit 33.500 Menschen eine Rekordzahl von Corona-Patienten in Krankenhäusern gegeben. Auf dem Höhepunkt der Pandemie im Frühjahr waren es etwas mehr als 32.000 Menschen. Bislang starben in Frankreich über 46.000 Menschen an den Folgen einer Erkrankung mit dem Virus.

Menschenrechtsaktivisten warnen vor Corona-Ausbreitung in Syrien

05.05 Uhr: Menschenrechtsaktivisten warnen vor einer massiven Ausbreitung des Coronavirus in Syrien. Nach offiziellen Angaben der Regierung haben sich in dem Bürgerkriegsland 6700 Menschen infiziert. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte spricht allerdings von 60.000 Fällen – fast zehnmal so viel. Sie beruft sich auf »verlässliche medizinische Quellen« in Gebieten, die von der Regierung kontrolliert werden. 3200 Menschen seien in Zusammenhang mit der Viruskrankheit gestorben.

Nach mehr als neun Jahren Bürgerkrieg ist die Gesundheitsversorgung in Syrien sehr schlecht. Nur etwa die Hälfte aller Krankenhäuser ist der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge voll funktionsfähig. In einem Viertel fehlt es an Personal, Ausrüstung oder Medizin. Auf Corona getestet wird sehr wenig – auch deshalb gibt es Befürchtungen, dass die Zahl der Infektionen deutlich höher liegt als es die Angaben der Regierung vermuten lassen.

Krankenhäuser hätten Corona-Patienten abgewiesen wegen eines Mangels an Betten, Sauerstoffflaschen und Beatmungsgeräten, berichtete die Menschenrechtsorganisation Amnesty International. Einige mieteten die Flaschen und Geräte aus Verzweiflung zu horrenden Preisen, berichtete Amnesty unter Berufung auf Ärzte und Angehörige. »Tausende Menschenleben, darunter die der medizinischen Angestellten, sind weiterhin in Gefahr«, hieß es vergangene Woche.

Auch in der letzten Rebellenhochburg Idlib im Nordwesten des Landes breitet sich das Virus aus. Dort seien vier Ärzte nach einer Erkrankung mit Covid-19 gestorben, teilte die gemeinnützige britische Organisation Syria Campaign auf Twitter mit. "Wenn ein Arzt im Nordwesten Syriens verstirbt, gibt es keinen Weg, ihn zu ersetzen."

Südaustralien wegen 22 Neuinfektionen im Lockdown

04.30 Uhr: Nach einem Ausbruch des Virus im australischen Bundesstaat Südaustralien mit 22 Infektionen wird ein sechstägiger harter Lockdown verhängt. »Wir brauchen diese Unterbrechung, damit wir dem Virus immer einen Schritt voraus sind«, teilte Ministerpräsident Steven Marshall mit.

Schulen, Universitäten und Restaurants bleiben ab Mitternacht geschlossen, Hochzeiten und Beerdigungen werden ausgesetzt. Pro Haushalt darf nur eine Person pro Tag für essenzielle Einkäufe das Haus verlassen, der Reiseverkehr ist eingestellt.

Moderna-Vorstand: »Zunächst sehr viel weniger Impfstoff als benötigt«

03.30 Uhr: Das US-Unternehmen Moderna hat einen Impfstoff entwickelt, der sehr wirksam vor Covid-19 schützen soll. Vorstand Juan Andres erklärt, wann und wie das sehnlich erwartete Mittel verteilt werden soll. Lesen Sie hier mehr.

Justizministerin will Gewerbemieter in Corona-Notlage stärken

03.15 Uhr: Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) will mit einer Änderung des Mietrechts Gewerbetreibende in der Coronakrise unterstützen. »Ihnen fallen häufig Einnahmen weg, wenn sie durch coronabedingte, staatlich angeordnete Beschränkungen die angemieteten Räume gar nicht mehr oder nur stark eingeschränkt nutzen«, sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. »Ich möchte gesetzlich klarstellen, dass dies regelmäßig die Störung der Geschäftsgrundlage für ein Mietverhältnis bedeutet.« Dadurch werde die Position des Gewerbemieters gestärkt, »wenn er mit dem Vermieter über eine neue Miet- beziehungsweise Pachthöhe verhandeln möchte«.

Das würde nicht automatisch einen Anspruch auf Mietminderung bedeuten. »Natürlich müssen immer der Einzelfall und die konkreten vertraglichen Vereinbarungen geprüft werden«, stellte Lambrecht klar. »Notfalls muss gerichtlich festgestellt werden, ob eine Anpassung des Vertrags verlangt werden kann. Damit schnell Rechtssicherheit erzielt wird, möchte ich ebenfalls festschreiben, dass diese Verfahren von den Gerichten beschleunigt behandelt werden.«

Eine solche Regelung sei auch im Sinne der Vermieter, sagte die Ministerin. Viele von ihnen hätten schon jetzt mit ihren Mietern einvernehmliche Lösungen zur Reduzierung der Miete gefunden. »Denn natürlich haben sie mehr davon, wenn sie einen guten Mieter haben, der bleibt und dann im nächsten Jahr auch wieder seine volle Miete bezahlen kann. Es gibt aber eben auch andere Vermieter, die bisher nicht zu Verhandlungen bereit sind«, fügte sie hinzu.

Der Covid-Simulator gibt Merkel recht

02.05 Uhr: Während Politiker um die nächsten Schritte im Kampf gegen das Virus ringen, befassen sich Forscher schon mit einer dritten Welle. Ein im Saarland entwickelter Simulator zeigt: Die derzeitigen Maßnahmen reichen nicht. Mehr dazu sehen Sie hier.

Kinderschutzverbände kritisieren Beschränkungen

01.43 Uhr: Kinderschutzverbände kritisieren die von Bund und Ländern vorgeschlagene Einschränkung von Kontakten von Kindern und Jugendlichen. »Soziale Interaktion ist sehr wichtig, gerade für Jugendliche ist sie das zentrale Entwicklungsmoment«, sagte Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerks (DKHW), den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Es sei völlig unverhältnismäßig und kinderfeindlich, das auf einen Kontakt zu beschränken. Mit der Schließung von Sportvereinen, Kulturstätten und Freizeitzentren werde Kindern und Jugendlichen ohnehin schon sehr viel zugemutet im Moment, so Hofmann weiter.

Auch beim Deutschen Kinderschutzbund (DKSB) sieht man den Vorstoß mit Sorge. »Es ist furchtbar für das Kind, das sich zwischen seinen Freunden entscheiden soll und es ist furchtbar für jenes Kind, das im Zuge einer solchen Entscheidung vielleicht abgewiesen werden musste«, sagt Präsident Heinz Hilgers den Zeitungen.

Jetzt stehen die Länder unter Zugzwang

01.30 Uhr: Die Ministerpräsidenten haben die von der Kanzlerin gewünschte Verschärfung der Corona-Regeln vorerst verhindert. Doch nun müssen sie selbst einen Plan vorlegen. Kein leichtes Unterfangen. Lesen Sie hier mehr.

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