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Corona-News am Freitag: Die wichtigsten Entwicklungen zu Sars-CoV-2 und Covid-19

October 02
10:33 2020
Melania Trump vor dem ersten TV-Duell zwischen Donald Trump und Joe Biden am Dienstag Icon: vergrößern

Melania Trump vor dem ersten TV-Duell zwischen Donald Trump und Joe Biden am Dienstag

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KEVIN DIETSCH / imago images/UPI Photo

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Aktienmärkte melden Verluste nach Trumps positivem Corona-Test

08.20 Uhr: Die Aktienmärkte weltweit reagieren mit Kursverlusten auf den positiven Corona-Test von US-Präsident Donald Trump. In Tokio sackte der Nikkei ab und notierte 0,9 Prozent schwächer bei 22.967 Punkten, nachdem er im Handelsverlauf noch ein Plus von 0,8 Prozent geschafft hatte. Die US-Futures lagen rund zwei Prozent im Minus, in Europa lagen die Märkte zunächst etwa ein Prozent im Minus. Der positive Corona-Test habe das Potenzial, den Wahlkampf Trumps zu beeinträchtigen, sagte Sean Callow, Währungsstratege bei Westpac.

Melania Trump appelliert: "Passt bitte auf euch auf"

08.00 Uhr: Dem US-Präsidenten und seiner Ehefrau geht es nach ihren positiven Coronatests bislang gut. "Wie viel zu viele andere Amerikaner in diesem Jahr sind der Präsident der Vereinigten Staaten und ich in häuslicher Quarantäne, nachdem wir positiv auf Covid-19 getestet wurden. Es geht uns gut, und ich habe alle bevorstehenden Verpflichtungen abgesagt", schrieb First Lady Melania Trump auf Twitter. "Passt bitte auf euch auf, und wir werden alle gemeinsam da durchkommen."

Der Nachweis der Infektion bei den beiden fällt in eine brisante Zeit. Die USA befinden sich auf der Zielgeraden zur Präsidentschaftswahl am 3. November, bei der sich Trump um eine zweite Amtszeit bewirbt. Mehr als als 7,2 Millionen Corona-Infektionen sind in dem Land seit Beginn der Pandemie nachgewiesen worden, mehr als 207.000 Menschen starben.

Trumps Leibarzt: US-Präsident kann Amtsgeschäfte trotz Infektion weiterführen

07.45 Uhr: Sean Conley ist Leibarzt des US-Präsidenten und erwartet, dass Donald Trump trotz seiner Corona-Infektion die Amtsgeschäfte "ohne Unterbrechung" weiterführen kann. Conley erklärte, Trump und seiner Ehefrau Melania gehe es gut und die beiden würden während ihrer Genesung im Weißen Haus bleiben. "Seien Sie versichert, dass ich erwarte, dass der Präsident während der Genesung weiterhin ohne Unterbrechung seinen Pflichten nachkommen wird", erklärte Conley.

Er und das medizinische Team des Weißen Hauses würden wachsam sein. Conley machte deutlich, dass dem 74-jährigen Präsidenten und der First Lady die Unterstützung einiger der "großartigsten" medizinischen Experten und Institutionen des Landes zur Verfügung stünden.

Bundesarbeitsagentur rüstet sich für mögliche Pleitewelle

07.30 Uhr: Der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, stellt seine Behörde auf eine mögliche Pleitewelle ein. Die BA bereite sich "auf den Ernstfall vor", sagte Scheele der "Bild"-Zeitung. "Wir qualifizieren gerade 250 Mitarbeiter zusätzlich für den Fall, dass es zu einer größeren Pleitewelle käme." Darüber hinaus seien 1,6 Milliarden Euro für das Insolvenzgeld für 2021 eingeplant, in diesem Jahr seien es bislang nur 950 Millionen gewesen.

Schon im laufenden Jahr sei die Zahl der Menschen, die Insolvenzgeld von der Behörde bezogen haben, höher gewesen als im Vorjahreszeitraum. "Wir haben dieses Jahr bislang 350 Millionen Euro mehr Insolvenzgeld auszahlen müssen als 2019, da waren es bis September rund 600 Millionen Euro. Allerdings bleibt abzuwarten, was passiert, wenn die Antragspflicht wieder einsetzt", sagte Scheele. Seit 1. Oktober gilt wieder die Pflicht, bei Zahlungsunfähigkeit Insolvenz zu beantragen. Nur für überschuldete Unternehmen gilt die in der Corona-Krise eingeführte Lockerung des Insolvenzrechts bis Jahresende weiter.

Donald und Melanie Trump wurden positiv getestet

07.00 Uhr: US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania sind nach eigenen Angaben positiv auf das Coronavirus getestet worden. Lesen Sie hier mehr dazu.

Lockerungen nach sinkenden Corona-Zahlen in München

06.00 Uhr: Im Zuge der sinkenden Infektionszahlen werden die verschärften Anti-Corona-Maßnahmen in München am Freitag wieder gelockert. Allen voran entfallen die Maskenpflicht in Teilen der Innenstadt sowie die Beschränkung von Gruppengrößen auf nur fünf Personen: In der Öffentlichkeit, in Restaurants oder auch privat dürfen sich nun wieder zehn Freunde oder Geschäftspartner treffen.

Die Obergrenzen für Gäste bei privaten Festen wie Geburtstagen und Hochzeiten gelten jedoch weiterhin. In Innenräumen sind demnach nach wie vor nicht mehr als 25 Teilnehmer erlaubt, draußen maximal 50. Private Feiern stellen nach Angaben der Stadt derzeit nämlich die Hauptinfektionsquelle in der Landeshauptstadt dar. Deshalb bleibt auch das nächtliche Alkoholverbot am Wochenende an beliebten Feier-Treffpunkten im Freien in Kraft. Die Bundesliga-Begegnung FC Bayern gegen Hertha BSC am Sonntag findet ohne Zuschauer statt.

Der Krisenstab der Stadt hatte die Lockerungen damit begründet, dass die Zahl der Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche seit mehreren Tagen stabil unter 50 gelegen habe. In München gab es nach Zahlen des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) vom Donnerstag innerhalb der vergangenen Woche 36,02 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner (Stand: 8.00 Uhr). Damit lag die Stadt weiterhin über dem Frühwarnwert von 35.

2673 Neuinfektionen in Deutschland

05.33 Uhr: Das Robert Koch-Institut meldet 2673 Neuinfektionen in Deutschland. Die Gesamtzahl der positiv auf Covid-19 Getesteten liegt laut RKI jetzt bei 294.395. Die Zahl der Toten steigt demnach um acht auf nunmehr 9508.

Kontakt zum US-Präsidenten: Beraterin mit Coronavirus infiziert – Trump in Quarantäne

05.30 Uhr: Hope Hicks war noch am Dienstag mit Donald Trump zur TV-Debatte nach Cleveland geflogen. Nun ist die Beraterin des Präsidenten positiv auf das Coronavirus getestet worden. Trump wartet auf sein Testergebnis – in Isolation. Lesen Sie hier mehr.

Forscher: Corona beschäftigt viele Menschen in Alpträumen

05.24 Uhr: Die Coronakrise verfolgt Schlaf- und Traumforschern zufolge viele Menschen auch nachts. Die Pandemie beeinflusst sowohl den Schlafrhythmus als auch den Inhalt von Träumen, wie unter anderem eine Studie aus Finnland belegt, die in der Fachzeitschrift "Frontiers in Psychology" veröffentlicht wurde.

Für die Studie beschrieben mehrere Hundert Freiwillige, die sich Ende April auf einen Zeitungsartikel hin meldeten, dem Forscherteam von der Universität Helsinki den Inhalt ihrer Träume. Verlorene Pässe kamen dort ebenso vor wie Umarmungen, die wegen der Abstandsregeln als Fehlverhalten empfunden wurden. Über 4000 Finnen beschrieben außerdem, wie sich die Corona-Beschränkungen auf ihren Schlaf auswirkten. Mehr als ein Viertel gab an, häufiger Alpträume gehabt zu haben als zuvor. Rund ein Drittel wachte häufiger auf. Andererseits schlief mehr als die Hälfte insgesamt länger.

Verallgemeinern könne man die Zahlen der Studie aus Sicht anderer Experten allerdings nicht. Die Zahlen der Studie zu Alpträumen kämen ihr "sehr, sehr hoch" vor, sagte die Wiener Psychologin und Traumforscherin Brigitte Holzinger. "Aber tendenziell würde man das erwarten und das würde sich auch mit unseren Beobachtungen decken."

Bundesagentur-Chef Scheele plädiert für Heizpilze in Gastronomie

05.00 Uhr: Der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, unterstützt die Forderungen nach Aufstellung von Heizpilzen in der Gastronomie während der kalten Jahreszeit. In der "Bild"-Zeitung von Freitag appellierte Scheele an die Kommunen, die Heizpilze zu erlauben und so gegen die Arbeitsplatzverluste im Gastgewerbe durch die Coronakrise vorzugehen.

"Wenn die Gastwirte mit Heizpilzen ihre Gäste noch einen Monat länger an der frischen Luft bewirten können, wäre das sicherlich ein Gewinn", sagte Scheele.

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) hatte bereits vor einigen Wochen für eine Rückkehr der Heizpilze geworben, damit auch in Herbst und Winter viele Gäste in den Außenbereichen bewirtet werden können. Bei Umweltschützern stößt die Forderung aber auf scharfe Kritik. Vielerorts sind die Gas-Heizstrahler aus Klimaschutzgründen verboten.

Stiftung: Kühltransporter sollen Corona-Impfstoff transportieren

04.21 Uhr: Bei möglichen zukünftigen Massenimpfungen gegen Corona sollen nach Ansicht der Deutschen Stiftung Patientenschutz Kühltransporter wie bei Tiefkühlkost oder Speiseeis eingesetzt werden. Vorstand Eugen Brysch sagte der Nachrichtenagentur dpa: "Schließlich liefern Bofrost oder Eismann täglich Tiefkühl-Produkte mit Kleinfahrzeugen an deutsche Haushalte. Das muss auch bei der Verteilung des Impfstoffes für Pflegeheime möglich sein." Corona-Impfungen in Messehallen lehnte Brysch ab. "Pflegebedürftige in Messehallen zu karren, kann nicht die Lösung sein."

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am Donnerstag gesagt, er glaube, dass die Impfungen in Zentren gestartet werden müssten, wenn es einen Impfstoff gebe. "Das sind aus meiner Sicht eher keine Turnhallen, sondern eher Messehallen." Als einen Grund dafür, dass wahrscheinlich große Impfzentren eingerichtet werden müssten, hatte Spahn auch die Notwendigkeit genannt, die erwarteten Impfstoffe bei sehr tiefen Temperaturen zu transportieren und zu lagern.

Amazon: Rund 19.000 US-Mitarbeiter seit März mit Corona infiziert

03.00 Uhr: Beim US-Onlinehändler Amazon haben sich in diesem Jahr bereits über 19.000 US-Mitarbeiter mit Kundenkontakt mit dem Corona-Virus infiziert. Dies seien 1,44 Prozent der Beschäftigten in dem Bereich und in Amazons Lebensmittel-Läden "Whole Foods Market", teilte der Konzern am Donnerstag mit. Die Zahl sei deutlich niedriger als erwartet. Amazon war wiederholt aufgefordert worden, sich dazu äußern, wie viele seiner "frontline workers" in den USA sich mit dem Virus angesteckt hätten. Den Zählungen zufolge wurden zwischen dem 1. März und dem 19. September 19.816 der rund 1,372 Millionen Beschäftigten positiv getestet.

Amazon forderte andere Unternehmen auf, ebenfalls Daten dazu vorzulegen, um diese vergleichen zu können. Der Online-Händler hat seine Geschäfte in der Coronakrise geöffnet gelassen, um die Kundennachfrage zu bedienen, die es während des Lockdowns mit vielfach geschlossenen Läden gab. Amazon hatte dabei auf verschiedene Maßnahmen gesetzt, um seine Mitarbeiter zu schützen – unter anderem durch Temperaturchecks und den Einsatz von Software zum Einhalten von Abstands-Regeln.

Sagen, was ist. DER SPIEGEL-Podcast: Wie sicher sind Kreuzfahrten?

2.15 Uhr: Neue Hygienekonzepte sollen Kreuzfahrtgäste vor Corona schützen. Unser Kollege Martin U. Müller erklärt im SPIEGEL-Podcast die Probleme an Bord (51:07):

Bundeswehr darf in Friedrichshain-Kreuzberg vorerst nicht helfen

01.30 Uhr: Bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg darf die Bundeswehr vorerst weiterhin nicht helfen. Die Bezirksverordnetenversammlung hat mit breiter Mehrheit entschieden, zwei entsprechende Anträge von SPD und CDU zunächst im Sozialausschuss weiter zu diskutieren.

Das grün-linksalternativ geprägte Friedrichshain-Kreuzberg lässt als einziger von zwölf Berliner Bezirken keine Corona-Hilfe der Bundeswehr zu, etwa bei der Nachverfolgung von Infektionsketten. Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und Gesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU) hatten dies kritisiert.

USA verlängern Kreuzfahrt-Verbot

01.00 Uhr: Kreuzfahrten von US-Häfen aus bleiben aufgrund der weiterhin kritischen Corona-Lage verboten. Die Gesundheitsbehörde CDC verlängerte ihre "No Sail Order" bis Ende Oktober. Die jüngsten Datenauswertungen von Kreuzfahrten im Ausland zeigten, dass die Infektionsgefahr an Bord der Schiffe hoch bleibe, selbst bei verminderten Passagierzahlen, erklärte die CDC.

Deshalb sei das Risiko von Virusausbreitungen in den USA groß, wenn der Betrieb dort zu früh wieder zugelassen werde, so die Behörde weiter. US-Medien berichteten, dass CDC-Direktor Robert Redfield das Verbot am liebsten direkt bis Februar verlängert hätte, aber vom Weißen Haus überstimmt worden sei. Vor allem in Florida, wo mit Miami quasi der Hauptsitz der Kreuzfahrtindustrie ist, drängen Politiker auf einen raschen Neustart.

VW verkauft weniger Autos auf US-Markt

00.30 Uhr: Die Corona-Pandemie hat den US-Automarkt auch im dritten Quartal weiter belastet – auch bei Volkswagen gab es abermals einen Absatzdämpfer. In den drei Monaten bis Ende September wurden 86 446 Neuwagen verkauft, wie das Unternehmen mitteilte. Damit wurde VW 7,6 Prozent weniger los als im Vorjahreszeitraum. Im bisherigen Jahresverlauf gab es einen Verkaufsrückgang um 17 Prozent.

Dem Rest der Branche erging es nicht besser. Der größte US-Autobauer General Motors erlitt im dritten Quartal ein Absatzminus von 9,9 Prozent, bei Fiat Chrysler waren es 10 Prozent. Hoffnung machte immerhin, dass es im September bereits eine deutliche Erholung gab und Analysten mit noch schwächeren Ergebnissen gerechnet hatten. Der zweitgrößte US-Hersteller Ford will seine Zahlen am Freitag vorlegen.

Italien registriert erstmals seit April wieder mehr als 2000 Infektionen an einem Tag

00.05 Uhr: In Italien steigen die Corona-Infektionen erneut an. Erstmals seit Ende April meldete das Gesundheitsministerium am Donnerstag mit 2548 Fällen wieder mehr als 2000 Neuinfektionen an einem Tag. Es gab 24 weitere Tote in Folge einer Covid-19-Erkrankung. Italien war eines der ersten Länder in Europa, das hart von der Pandemie getroffen wurde. Seit dem Ausbruch im Februar sind in Italien nach amtlichen Angaben 35.918 Menschen an Covid-19 gestorben – eine der höchsten Zahlen an Todesfällen in Europa. Insgesamt wurden 317.409 Infektionen gemeldet.

Auf dem bisherigen Höhepunkt im März und April verhängte die Regierung einen der härtesten Lockdowns weltweit. Dadurch konnte die Ausbreitung eingedämmt und die strengen Maßnahmen im Sommer wieder aufgehoben werden. Doch zuletzt stiegen die Neuinfektionen wieder – allerdings bei weitem nicht so stark wie in anderen Ländern wie Frankreich, Spanien oder Großbritannien.

Icon: Der Spiegel

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