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Corona in Deutschland: Fast 15.000 Neuinfektionen registriert – mehr als 10.000 Todesfälle

October 24
11:01 2020
Saarbrücken: Corona-Testzentrum auf dem Messegelände Icon: vergrößern

Saarbrücken: Corona-Testzentrum auf dem Messegelände

Foto: Oliver Dietze / dpa

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Samstagmorgen innerhalb eines Tages 14 714 neue Corona-Infektionen gemeldet, so viele wie noch nie seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland. Insgesamt haben sich laut RKI in Deutschland 418.005 Menschen mit dem Virus infiziert (Stand: 24.10., 0 Uhr).

Da es allerdings am Donnerstag zeitweise zu Datenlücken bei der Übermittlung von Infektionszahlen gekommen war, könnten in der jüngsten Zahl der Neuinfektionen entsprechende Nachmeldungen enthalten sein. Auch am Samstagmorgen gab es zeitweise Unstimmigkeiten bei den angegebenen Zahlen.

Durch einen Ausfall eines Webservers waren am Donnerstagnachmittag laut RKI Übermittlungen von den Gesundheitsämtern zu den zuständigen Landesbehörden und von denen zum RKI knapp drei Stunden lang gestört gewesen. Anschließend habe der Server aber wieder funktioniert. Die fehlenden Daten sollten am Freitag automatisch im Laufe des Tages übermittelt worden sein und somit in der Publikation vom Samstagmorgen erscheinen. Die Größe der Datenlücke ist bislang nicht bekannt. Betroffen von der Panne waren zum Beispiel Corona-Hotspots in Nordrhein-Westfalen.

Zudem sind die jetzigen Werte nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird – und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.

Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung überschritt am Samstag die Marke von 10.000. Das RKI meldete binnen 24 Stunden 49 weitere Todesfälle, damit erhöht sich die Gesamtzahl auf 10.003.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Freitag bei 1,23 (Vortag: 1,11). Das bedeutet, dass zehn Infizierte etwa zwölf weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen liegt dieser Wert nun bei 1,30 (Vortag: 1,23). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Die Krankenhäuser sehen sich trotz der stark steigenden Infektionszahlen für eine zweite Corona-Welle gut gerüstet. Der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Georg Baum, bezeichnet die aktuelle Situation als beherrschbar. "Die Krankenhäuser sind hoch alarmiert, ohne hektisch zu sein", sagte Baum dem "Mannheimer Morgen". Zurzeit gebe es mehr als 8000 freie Intensivbetten, wobei durch Verschieben von nicht notwendigen Behandlungen weitere 10.000 Betten frei gemacht werden könnten. "Außerdem müssen nicht alle Patienten, die mit einer Corona-Infektion ins Krankenhaus kommen, intensivmedizinisch behandelt werden."

Laut Baum werden derzeit 6000 Patienten in Krankenhäusern wegen Covid-19 behandelt, etwa 1000 davon liegen auf der Intensivstation. "Die Kapazitäten werden noch lange reichen, ehe es bedenklich wird." Damit die Lage in den nächsten Wochen und Monaten aber nicht außer Kontrolle gerate, sei insgesamt sehr viel Vorsicht und Einsatzbereitschaft gefordert.

Die Zahl der Covid-19-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung war RKI-Daten zufolge zuletzt um 91 auf 1121 gestiegen. Knapp 500 davon werden beatmet.

Icon: Der Spiegel

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