Corona-Gefahr zum Ferienende: Das tödliche Urlaubsmitbringsel
Icon: vergrößernTouristen am Ballermann auf Mallorca: "Ein zweites Ischgl verhindern"
Foto: Chris Emil Janßen / ddp images
Von Matthias Bartsch, Felix Bohr, Lukas Eberle, Jan Friedmann, Annette Großbongardt und Cornelia Schmergal
Für den Sommer hatte Herbert Reul einen schönen Plan. Der nordrhein-westfälische Innenminister wollte auf Mallorca entspannen, er hatte schon länger gebucht. Doch je näher der Urlaub rückte, desto stärker wurden die Zweifel. In Corona-Zeiten fliegen? Auf eine Insel, wo gerade deutsche Partytouristen auf sämtliche Corona-Regeln gepfiffen haben?
Reul sagte ab. Statt nach Malle fährt der CDU-Politiker jetzt mit dem Auto nach Mecklenburg-Vorpommern. Auch in anderen Landesregierungen ist diesen Sommer Heimaturlaub angesagt. Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher macht Ausflüge in Norddeutschland, Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann wandert im Bayerischen Wald, statt nach Schottland und Griechenland zu reisen. Seine Schweriner Kollegin Manuela Schwesig blieb an der Ostsee. Und in München nennt Staatskanzleichef Florian Herrmann "Urlaub in Bayern" als Motto für das Söder-Kabinett.

