China und USA kämpfen um digitale Vorherrschaft: Die Teilung der Welt hat gerade erst begonnen
Icon: vergrößernBesucher der "China Digital Entertainment"-Messe in Shanghai im August: Ein "technologischer Kalter Krieg"
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Am 14. Oktober hielt Donald Trump eine Wahlkampfrede in Des Moines, der Hauptstadt von Iowa. 46-mal kam darin das Wort "Amerika" vor, 39-mal das Wort "China".
Der US-Präsident versicherte, dass er sich gut von der "China-Pest" erhole, er beklagte Chinas Beitritt zur Welthandelsorganisation vor bald 20 Jahren und beschuldigte seinen Rivalen Joe Biden, Amerika an Peking verkaufen zu wollen: "Wenn Biden gewinnt, gewinnt China."
Nicht so, wenn er, Trump, gewinne: Gerade sei aus China die größte Sojabohnen- und Rindfleischbestellung der US-Geschichte eingegangen. "Und in den nächsten vier Jahren werden wir Amerika zur Supermacht der verarbeitenden Industrie machen. Wir werden unsere Abhängigkeit von China ein für alle Mal beenden."
Auch Chinas Staatschef Xi Jinping hielt am 14. Oktober eine Rede, vor Unternehmern und Beamten in der Hightechmetropole Shenzhen. Das Wort "Amerika" kam darin nicht einmal vor.
Stattdessen sprach Xi von Technologie und Innovation, wie immer in schwer verdaulichem Parteijargon: "Die Welt verändert sich heute wie seit hundert Jahren nicht mehr", sagte Xi. "Wir müssen unerschütterlich eine innovationsgetriebene Entwicklungsstrategie umsetzen, um neue Maschinen und Trends zu fördern und eine technologische und industrielle Innovation mit globalem Einfluss aufzubauen."

