CDU: Armin Laschet, Friedrich Merz und Norbert Röttgen scheiterten mit Geheimverhandlungen
Icon: vergrößernGeneralsekretär Ziemiak, Rivalen Laschet, Röttgen, Merz in Berlin: Die Risse verlaufen quer durch die CDU
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Der Ort der Erpressung ist ein Bürocontainer in der Kulisse des CDU-Parteitags, hinter der Bühne und abseits der Kameras, oben offen, 30, höchstens 40 Quadratmeter groß. Die Wände sind weiß mit grauen Einfassungen, im Raum stehen Konferenztische, ein paar Stühle, ein Kühlschrank.
Erpressung? Manche wollen es hinterher nicht so verstanden wissen, sie sprechen lieber von einer Forderung. Klar ist jedenfalls, dass Friedrich Merz dem Mann, der ihn besiegt hat, in diesem Container eine ziemlich brutale Ansage macht, am vergangenen Samstag gegen Mittag. Armin Laschet ist da noch keine Stunde gewählter Parteivorsitzender. Und hat schon ein Problem.
Gerade erst ist auf der Bühne das Ergebnis der Stichwahl verkündet worden, nun kommen hier die drei Männer zusammen, die bis eben noch Konkurrenten waren: Laschet, Merz und Norbert Röttgen, der im ersten Wahlgang ausgeschieden ist. Schon vor Monaten haben sie dieses Treffen verabredet.
Von diesem vertraulichen Gipfel soll ein Signal der Einigkeit ausgehen. Die Unterlegenen sollen eingebunden werden, eigene Rollen bekommen, auch um ihre Anhänger zufriedenzustellen und einigermaßen geschlossen in die nächsten Monate gehen zu können. Das ist der Plan.

