Boris Johnson beim Tory-Parteitag: “Hier ist niemand zum Klatschen”
Icon: vergrößernSpricht momentan nur digital zu den Massen: Boris Johnson
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In diesen Tagen scheint Boris Johnson öfter mal zu verschwinden. Kürzlich, als der britische Premierminister seine zunehmend murrende Tory-Fraktion in einer Videokonferenz auf Linie bringen wollte, brach mitten im Satz die Verbindung ab. Rund zehn Minuten blieb die Runde führungslos, einer begann zwischenzeitlich "Rule Britannia" zu trällern, erst dann ploppte Johnsons Gesicht wieder auf dem Bildschirm auf.
Am Montag nun sollte der Regierungschef während der virtuellen Konferenz seiner konservativen Partei zu zahlenden Vertretern der britischen Wirtschaft sprechen. Aber wieder spielte ihm die Technik einen Streich. Und so starrten die Firmenbosse britischen Medienberichten zufolge knapp eine Stunde lang nur auf das erratische Konferenzlogo "Build Back Better".
Weil am selben Tag bekannt wurde, dass seit Ende September mehr als 15.000 Covid-19-Infizierte wegen einer Computerpanne praktisch übersehen worden waren, fragen inzwischen manche: Sind das alles nur technische Probleme? Oder liegt der Fehler womöglich im politischen System? Und vor allem am Mann an dessen Spitze?

