Ältere Wähler gegen Donald Trump: “Ich habe mich in ihm getäuscht”
Icon: vergrößernTrump wirft bei einer Wahlkampfveranstaltung in Florida eine Maske von der Bühne
Foto: JONATHAN ERNST / REUTERS
Scott Richardson erinnert sich genau an den Tag, als er das erste Mal vom Coronavirus hörte. Es war Januar 2020, und eine Nachrichtenseite titelte: "Drei Menschen sterben an mysteriöser Lungenkrankheit in Wuhan".
Richardson las die Meldung auf seinem Handy – aber er war nicht weiter beunruhigt. Was auch immer die Menschen umgebracht hatte, schien damals weit weg.
"Doch dann starben immer mehr Chinesen", sagt Richardson. Das Virus verbreitete sich nach und nach um die Welt und kam auch dem 64-jährigen Restaurantbesitzer, der im Osten der USA lebt, immer näher.
Richardson wartete darauf, dass die US-Regierung das Virus ernst nahm. Dass der Präsident die Menschen dazu aufrief, zu Hause zu bleiben und Sozialkontakte zu meiden. Doch nichts dergleichen geschah. Noch Ende Februar behauptete Donald Trump, Corona sei "unter Kontrolle", der Erreger werde von allein verschwinden.
Richardson konnte es nicht fassen. "Ich fragte mich: Warum tut unsere Regierung nichts? Sah sie nicht, was da auf uns zukommt?"

