Donald Trumps Anhänger und das US-Kapitol: Was hinter dem 4.-März-Kult steckt
Icon: vergrößernBewaffnete Soldaten bewachen das Kapitol in der US-Hauptstadt Washington
Foto: J. Scott Applewhite / AP
Spinner im Netz, QAnon-Gläubige und sonstige Verschwörungsmystiker lösten lange Zeit in der US-Hauptstadt Washington nur mitleidiges Lächeln aus. Doch nach dem gewaltsamen Sturm eines wild gewordenen Mobs auf das Kapitol am 6. Januar herrscht im Machtzentrum des Landes Nervosität. Die Angst, dass sich die Ereignisse in der einen oder anderen Form wiederholen könnten, ist groß.
Schon die bizarrsten Onlinegerüchte können inzwischen ausreichen, um die Sicherheitsbehörden in Alarmbereitschaft zu versetzen. So auch jetzt: Einer der zuständigen Sicherheitschefs im Kongress, Timothy Blodgett, hat die Abgeordneten informiert, dass die derzeit geltenden Schutzmaßnahmen rund um das US-Kapitol weiter verstärkt werden. Das Repräsentantenhaus sagte sogar kurzerhand eine geplante Sitzung ab.
Hintergrund ist offenbar, dass Unterstützer des früheren Präsidenten Donald Trump seit Tagen im Netz darüber spekulieren, dass Trump an diesem Donnerstag, dem 4. März, erneut die Präsidentschaft übernehmen werde. Joe Biden sehen sie weiterhin als illegitimen Amtsinhaber. Auch von einem »Sturm« auf die Hauptstadt am »wahren Tag der Amtseinführung« ist die Rede.

