Nathanael Liminski: Der Mann, der Armin Laschet ins Kanzleramt bringen soll
Icon: vergrößernCDU-Politiker Liminski, Laschet: Schattenmann und Spiegelbild zugleich
Foto:
Ralph Sondermann / imago images
Noch ist Nathanael Liminski in der Jungen Union, erst in gut einem halben Jahr erlischt seine Mitgliedschaft, denn dann feiert er seinen 36. Geburtstag. Dass er nach den Maßstäben der CDU noch als Nachwuchspolitiker gilt, ist allerdings ein Witz.
Liminski fungiert als Staatssekretär in der nordrhein-westfälischen Landesregierung und als Chef der Staatskanzlei in Düsseldorf. Vor allem aber ist er der wichtigste Berater von Ministerpräsident Armin Laschet. Seit sieben Jahren arbeiten die beiden zusammen, in dieser Zeit hat Liminski jeden wichtigen Karriereschritt seines Chefs geplant und vorbereitet.
Sie gewannen zusammen die Landtagswahl 2017 und lösten die Regierung von Hannelore Kraft (SPD) ab. Auch an Laschets Bewerbung um den CDU-Vorsitz und an seinem Sieg auf dem Parteitag vor zwei Wochen war Liminski maßgeblich beteiligt. Nun wartet die bislang größte Aufgabe auf ihn: Laschet möchte Angela Merkel im Kanzleramt nachfolgen, und Liminski soll der Architekt dieses Plans sein.
In der CDU haben sie viele Namen für Liminski gefunden: Laschets Mastermind, Laschets Schaltzentrale, Laschets Schattenmann. Außerhalb der Partei kennen ihn bislang wenige, was vor allem daran liegt, dass er fast nie öffentlich auftritt oder Interviews gibt. Doch Liminskis Schaffen verrät viel über das System Laschet, über Laschets Aufstieg aus der Opposition in Düsseldorf zum Kanzleraspiranten.

