GameStop-Fans gegen Hedgefonds-Manager: Schlagt die Wall Street mit ihren eigenen Waffen
Icon: vergrößernGameStop-Filiale in St. Louis
Foto: Jeff Roberson / dpa
Vor 25 Jahren machte eine Äußerung des damaligen US-Notenbankchefs Alan Greenspan die Runde, die bis heute Kultstatus genießt. Mit Blick auf niedrige Inflationsraten und stark steigende Aktienkurse sprach Greenspan vom »irrationalen Überschwang«, der sich an den Börsen breitmache. Der Kapitalmarkt, insinuierte Greenspan, drohe den Kontakt zur ökonomischen Realität zu verlieren, wenn Unternehmen mit einem Vielfachen dessen bewertet würden, was sie tatsächlich wert seien.
In regelmäßigen Abständen wird Greenspans Bonmot aus der Schubalde geholt: im Jahr 2000, auf dem Höhepunkt der Dotcom-Spekulationsblase; 2007, vor dem großen Crash, der erst die Banken und dann die Weltwirtschaft in den Abgrund riss. Was sich derzeit rund um die Aktie des US-Computerspielehändlers GameStop abspielt, verdient ebenfalls das Prädikat »irrationaler Überschwang«.
Die Ausgangslage: GameStops Geschäftsaussichten sind pandemie-bedingt eher trist. Die Filialen in Einkaufszentren sind entweder geschlossen oder menschenleer. Wer auf dem Computer zocken will, bestellt die entsprechenden Spiele online und lässt sie nach Hause liefern.

