Donald Trump und die Begnadigungen: Präsident in Angst
Icon: vergrößernDonald Trump nach seiner Wahlniederlage im Weißen Haus
Foto: JONATHAN ERNST / REUTERS
Wo immer Donald Trump in diesen Tagen in der Öffentlichkeit auftritt, spricht er meist über das immer gleiche Thema. Die US-Wahl sei »gefälscht«, er werde weiter gegen Betrügereien kämpfen, schimpft Trump dann.
Der Theaterdonner soll wohl davon ablenken, dass der Nochpräsident hinter den Kulissen eigentlich mit ganz anderen Dingen beschäftigt ist. Trump, seine Familienmitglieder und einige seiner engsten Verbündeten beraten sich offenbar intensiv zu der Frage, wie sie sich in Zukunft vor möglichen Strafverfolgungen schützen könnten.
Ihnen läuft die Zeit davon. Am 20. Januar wird Joe Biden als neuer Präsident die Amtsgeschäfte von Trump übernehmen. Der muss bis dahin entscheiden, wen von seinen Freunden und Verwandten er mit seinen präsidialen Vollmachten noch rasch begnadigen könnte. Auch für Trumps Selbstbegnadigung werden im Umfeld des Präsidenten nach US-Medienberichten weiter diverse Szenarien entworfen.
Nur manchmal wird sichtbar, wie sehr den Präsidenten diese delikaten Fragen umtreiben. Als Trump am vergangenen Donnerstag via Facebook eine 46 Minuten lange Videoansprache verbreitete, gab er dabei am Rande auch einen Einblick in sein Seelenleben. Zu besichtigen war ein Präsident in Angst.

