Donald Trump: Die Vorwürfe zu den US-Wahlen gefährden seine eigene Partei
Icon: vergrößernUS-Präsident Donald Trump im Empfangszimmer für Diplomaten im Weißen Haus
Foto: Erin Schaff / EPA-EFE / Shutterstock
Donald Trumps Lügen über einen angeblichen Betrug bei der Präsidentschaftswahl gefährden nicht nur das Vertrauen der Bürger in die Demokratie. Sie schaden mittlerweile auch seiner eigenen Partei.
Das musste die Vorsitzende der Republikaner, Ronna McDaniel, bei einem Wahlkampfauftritt in Marietta am Rande von Atlanta erleben. In Georgia stehen am 5. Januar beide Senatsposten zur Wahl. Der Ausgang entscheidet über die Mehrheitsverhältnisse in Washington.
Eine aufgebrachte Trump-Anhängerin stellte McDaniel eine einfache Frage: »Warum sollen wir Geld und Arbeit investieren, wenn das Ergebnis ohnehin entschieden ist?«, fragte sie. »Es ist nichts entschieden«, sagte McDaniel. »Wenn ihr den Glauben verliert und nicht wählen geht, dann ist es entschieden.«
Sehr überzeugend wirkte das nicht. McDaniel gehört zu denen, die Trumps Behauptung unterstützen, es sei bei der Wahl im November nicht mit rechten Dingen zugegangen. Es ist nicht klar, warum sie das im Januar anders sehen sollte.
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Eine Zusammenfassung der jüngsten Videoansprache Trumps lesen Sie hier: 46 Minuten voll haltloser Behauptungen
Wählen trotz angeblichen Wahlbetrugs?
Wie mobilisiert man die eigenen Wähler, wenn man ihnen gleichzeitig erzählt, die Wahl sei manipuliert? Das ist derzeit die größte Sorge, die die Republikaner umtreibt.

