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Krankenhäuser in der Corona-Krise: »Als ob jeden Tag ein Jumbo abstürzt«

December 03
01:07 2020
Schleusentür zu einer Intensivstation für Corona-Patienten in Greifswald Icon: vergrößern

Schleusentür zu einer Intensivstation für Corona-Patienten in Greifswald

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Jens Büttner / dpa

Es ist zunächst eine gute Nachricht, die Intensivmediziner mit Blick auf ganz Deutschland verkünden: Nachdem sich die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland vor fast zwei Wochen auf einem hohen Niveau stabilisiert hat, nimmt auch die Zahl der Patienten, die auf einer Intensivstation behandelt werden müssen, nicht mehr so stark zu. »Wir kommen auf ein Plateau«, sagte Uwe Janssens, Chef der Intensivmediziner-Vereinigung Divi am Mittwoch auf einer Online-Tagung.

Derzeit befinden sich laut dem Divi-Register (Stand 2.12.) 3957 Patienten in intensivmedizinischer Behandlung, 2353 davon (59 Prozent) werden beatmet. In Deutschland sind insgesamt 22.270 Intensivbetten belegt und 5273 frei. Weil sich ein schwerer Verlauf einer Covid-19-Erkrankung meist erst mit einiger Verzögerung zeigt, landen diese Patienten im Durchschnitt erst zehn Tage nach Registrierung ihrer Infektion auf einer Intensivstation. »Unsere Erfahrung zeigt, dass rund ein bis zwei Prozent der Infizierten intensivpflichtig sind«, sagte Janssens, »wenn wir heute 20.000 Neuinfektionen haben, müssen wir davon ausgehen, dass in zehn Tagen 200 bis 400 neue Patienten auf unsere Intensivstationen kommen.«

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