Corona-Shutdown in der Datenanalyse
Icon: vergrößernSeit fast drei Wochen befindet sich das Land wieder im Corona-Shutdown, auf den Einkaufsstraßen der Republik herrscht zumindest an Wochenenden Gedränge. Am zweiten Novembersamstag zählten Laserscanner etwa in der Hamburger Spitalerstraße knapp 50.000 Passanten, 7000 mehr als eine Woche zuvor. Und genauso viele wie Ende September (Details zum Zählverfahren hier).
Ähnlich wie in Hamburg sah es an diesem Wochenende in vielen Städten Deutschlands aus. Menschen strömten in die Zentren, um zu shoppen, zu bummeln oder mit anderen einen Kaffee zu trinken.
Da kann die Kanzlerin noch so oft an die Bürgerinnen und Bürger appellieren, zu Hause zu bleiben und Gruppen zu meiden: Die Bilder aus den Innenstädten zeigen, dass sich im achten Monat der Pandemie viele Menschen nach Normalität sehnen – und deutlich mobiler sind als während des ersten Shutdowns.
Damals, im März und April, zogen sich mehr Menschen in ihr Zuhause zurück. Die Mobilität der Deutschen sank binnen zwei Wochen um 40 Prozent, in großen Städten sogar um bis zu 53 Prozent, wie Forscher der Berliner Humboldt-Universität errechneten.

