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“Wächter des Nahen Ostens”: Trump warnt Iran: Ohne Atomdeal drohen neue Militärschläge

June 15
13:46 2026

Politik

"Wächter des Nahen Ostens"Trump warnt Iran: Ohne Atomdeal drohen neue Militärschläge

15.06.2026, 10:57 Uhr Artikel anhören(02:51 min)00:00 / 02:51

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US-Präsident Donald Trump will eine Übereinkunft zum iranischen Atomprogramm nach den Vorstellungen der USA. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Nach der Einigung auf ein Rahmenabkommen stellt der US-Präsident neue Forderungen an Teheran: Sollte kein finaler Atom-Pakt gelingen, drohen weitere Angriffe. Auch für den Verbündeten Israel findet Trump scharfe Worte.

Für den Fall, dass nach dem Abschluss des Rahmenabkommens mit dem Iran keine Einigung zu Teherans Atomprogramm gelingt, hat US-Präsident Donald Trump der "New York Times" zufolge Konsequenzen angekündigt. Er werde die Militärschläge wieder aufnehmen oder die USA zum "Wächter des Nahen Ostens" machen und als solcher künftig 20 Prozent der Einnahmen in der Region kassieren, zitiert ihn die Zeitung aus einem Telefonat mit ihm am Abend seines 80. Geburtstags am Sonntag.

Die "New York Times" gab Trumps Aussagen aus dem Gespräch fast ausschließlich indirekt wieder. Dem US-Präsidenten zufolge soll die Straße von Hormus mit dem Abkommen letztlich "dauerhaft gebührenfrei" bleiben.

gfFritz über anstehendes AbkommenTrumps Einigung mit dem Iran: Wo es jetzt noch hakt

Nach wochenlangen Verhandlungen hatten sich zuvor die USA und der Iran auf ein Rahmenabkommen zur Beilegung des Krieges verständigt. Unterzeichnet werden soll die Vereinbarung am Freitag in der Schweiz. Die Einigung soll den Grundstein für Verhandlungen etwa über Teherans Atomprogramm legen.

Trump kritisiert Netanjahu: "Er ist ein sehr schwieriger Typ"

In dem knapp halbstündigen Gespräch mit der "New York Times" verteidigte Trump der Zeitung zufolge erneut seine Entscheidung, den Iran Ende Februar angegriffen und nach der Schließung der für den Ölhandel essenziellen Meerenge eine Seeblockade gegen den Iran verhängt zu haben. Damit habe er den Nahen Osten zu Amerikas Gunsten umgestaltet, zitierte die Zeitung Trump.

Kritik übte er erneut an Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu: "Er ist ein sehr schwieriger Typ", sagte Trump über seinen Verbündeten, dessen Militärschläge im Libanon die Einigung mit dem Iran zuletzt noch gefährdet hatten. "Er sollte uns sehr dankbar sein dafür, das zu tun. Denn wenn der Iran eine Atomwaffe hätte, dann wäre Israel keine zwei Stunden mehr da."

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Das Rahmenabkommen enthält zunächst noch keine Übereinkunft zum iranischen Atomprogramm. Auch in dem Interview blieb Trump vage: Sein Abkommen werde sicherstellen, dass der Iran "keine Atomwaffe entwickeln oder erwerben kann" und dass die Uran-Anreicherung "für immer" auf so niedrigem Niveau bleiben werde, dass sie "niemals für das Militär genutzt werden könnte".

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