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“Wunderschöne Insel”: Trump: “Werde die Ehre haben, Kuba zu übernehmen”

March 17
02:35 2026

Politik

"Wunderschöne Insel"Trump: "Werde die Ehre haben, Kuba zu übernehmen"

16.03.2026, 23:53 Uhr Artikel anhören(03:29 min)00:00 / 03:29

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Lässt seinen Fantasien freien Lauf: US-Präsident Donald Trump. (Foto: picture alliance / Sipa USA)

Unter dem Druck der US-Wirtschaftssanktionen gerät Kuba gerade in eine humanitäre Krise. US-Präsident Trump sieht die Schwächung des kubanischen Staates als Chance und redet offen über seine Übernahmefantasien. Er könne mit der Insel "machen, was ich will".

US-Präsident Donald Trump hat unter dem Eindruck der Spannungen zwischen den USA und Kuba eine "Übernahme" des sozialistischen Landes angedeutet. "Ich glaube, dass ich die Ehre haben werde, Kuba zu übernehmen", sagte der Republikaner vor Journalisten im Weißen Haus. "In irgendeiner Form", sagte er auf Nachfrage, "befreien oder übernehmen". "Ich kann damit machen, was ich will, wenn Sie die Wahrheit wissen wollen". Konkreter wurde Trump nicht.

Auf die Frage, ob eine US-Intervention auf Kuba eher wie die in Venezuela oder die im Iran aussehen werde, erwiderte Trump: "Das kann ich Ihnen nicht sagen. Ich kann Ihnen sagen, dass sie [die kubanische Führung, Anmerkung d. Redaktion] mit uns sprechen." Kuba sei ein gescheiterter Staat. "Sie haben kein Geld, sie haben kein Öl, sie haben nichts. Sie haben nettes Land, es ist eine wunderschöne Insel." Die kubanische Führung bezeichnete der US-Präsident als gewaltsam.

KubaGesundheitssystem vor KollapsÖlmangel und kein Strom bringen Kuba chaotische Zustände

Am Vormittag war es in Kuba erneut zu einem landesweiten Stromausfall gekommen. Es werde nach der Ursache gesucht und an der Wiederherstellung der Stromversorgung gearbeitet, teilte das Energieministerium mit. Es war der erste inselweite Stromausfall auf Kuba seit Anfang des Jahres. Von einem Blackout vor knapp zwei Wochen waren etwa zwei Drittel des Karibikstaats betroffen.

Ölembargo verschärft die Lage

In dem Land mit knapp zehn Millionen Einwohnern bricht das Stromnetz immer wieder komplett zusammen. Große Teile der veralteten Infrastruktur in dem sozialistischen Inselstaat sind in schlechtem Zustand. Deshalb gehen oft Kraftwerke vom Netz und müssen notdürftig repariert werden. Stromausfälle gehören zum Alltag. Die Regierung führt die Krise auf das seit mehr als 60 Jahren bestehende Handelsembargo der USA zurück. Die Beziehungen zwischen Havanna und Washington sind seit der sozialistischen Revolution unter Fidel Castro 1959 angespannt.

Verschärft hat sich die Lage im Zuge der jüngsten Spannungen. Seit Monaten erhält Kuba kein Öl aus Venezuela mehr, da US-Präsident Donald Trump eine vollständige Blockade für sanktionierte Öltanker mit Lieferungen aus dem südamerikanischen Bruderstaat angeordnet hat. Für die Stromversorgung ist Kuba allerdings auf Öl angewiesen.

Havanna wirft den USA vor, absichtlich eine "humanitäre Katastrophe" in dem Karibikstaat herbeiführen zu wollen. Der kubanische Außenminister Bruno Rodríguez sagte zuletzt, als Vorwand werde eine angebliche "Bedrohung" der nationalen Sicherheit der USA genannt. Diese "aggressive Eskalation" sei eine "kollektive, mitleidlose Bestrafung des kubanischen Volkes". Kuba bedrohe aber weder die USA noch irgendein anderes Land.

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