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Ukraine-Russland-News am Mittwoch: Uno bezeichnet Damm-Zerstörung als humanitäre Krise

June 15
04:46 2023

Kiew meldet hohe russische Verluste und kleine Geländegewinne

22.18 Uhr: Das ukrainische Militär hat nach Regierungsangaben bei seiner Offensive den russischen Besatzungstruppen hohe Verluste zugefügt. »Die ukrainische Armee hat, trotz gegenteiliger russischer Falschnachrichten, während ihrer Offensive im Vergleich zu den Okkupanten nur einen Bruchteil von deren Verlusten erlitten«, schrieb die ukrainische Vizeverteidigungsministerin Hanna Maljar auf Telegram. Ihren Angaben nach liegt das Verhältnis im Raum Bachmut bei fast 1:9, im Süden der Ukraine immerhin bei mehr als 1:5. Unabhängig sind diese Angaben nicht zu überprüfen.

In den vergangenen Tagen hatte das russische Verteidigungsministerium mehrfach erklärt, die Offensive der Ukrainer vereitelt und den angreifenden Truppen große Verluste zugefügt zu haben. Kremlchef Wladimir Putin sprach – offenbar unter Bezug auf die Zahlen des Ministeriums – von »katastrophalen Verlusten« für Kiew. Maljar dementierte diese Angaben als Desinformationskampagne mit dem Ziel der Demoralisierung.

Darüber hinaus meldete Maljar kleinere Geländegewinne bei der ukrainischen Gegenoffensive. Die Kämpfe seien »extrem heftig«, schrieb Maljar auf Telegram. Die ukrainischen Soldaten hätten im Laufe des Tages bis zu 500 Meter in den Gebieten nahe der zerstörten Stadt Bachmut im Osten zurückerobert. Im Süden in Richtung der Stadt Saporischschja seien es um die 300 Meter.

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21.30 Uhr: Viele Länder hungern, wenn die ukrainische Ernte ausfällt – oder nicht ankommt. Nun droht Moskau mal wieder mit einem Ende des Getreidedeals, der mit Kiew vereinbart wurde. Noch bleiben vier Tage zur Streitschlichtung Zeit. Lesen Sie hier mehr dazu.

Uno spricht nach Zerstörung des Kachowka-Damms von humanitärer Krise

19.39 Uhr: Die Zerstörung des Kachowka-Staudamms hat laut der Uno in der Südukraine zu einer humanitären Krise geführt. Die bisherigen Kriegsauswirkungen seien dadurch noch einmal verschärft worden. Die Flut werde erhebliche, langfristige Auswirkungen auf ein großes Gebiet und viele Menschen haben, heißt es in einem Tweet der Uno in der Ukraine. Die ukrainische Regierung habe die Uno und ihre Partner deswegen für eine Bedarfsanalyse angefragt, die sich mit den langfristigen Auswirkungen der Dammzerstörung befassen soll.

Der Kachowka-Stausee verlor im Zuge des Dammbruchs nach vorläufigen Schätzungen rund 70 Prozent seines Wassers, wie das Unternehmen Ukrhydroenergo laut der ukrainischen Nachrichtenagentur Interfax berichtet hat. Laut dem Bericht von Mittwoch gehe das Wasser in Cherson noch immer zwischen zwei und fünf Zentimeter pro Stunde zurück.

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