US-Börsenaufsicht SEC: Gary Gensler ist Joe Bidens Wolf für die Wall Street
Icon: vergrößernGary Gensler: »Der Sheriff kommt«
Foto: KAYANA SZYMCZAK / The New York Tim / Redux / laif
Wenn ein demokratischer Präsident einen Insider der Finanzbranche auf einen der wichtigsten Regulierungsjobs beruft, ist die Reaktion normalerweise vorgezeichnet: Der linke Parteiflügel schreit empört auf, das Establishment nickt zufrieden. Im Fall von Gary Gensler, den Biden zum künftigen Chef der Börsenaufsicht SEC erkoren hat, läuft es umgekehrt. 18 Jahre lang hat der heute 63-Jährige bei der Investmentbank Goldman Sachs gearbeitet und ist dabei reich geworden. Trotzdem sieht die Linke in ihm eine Lichtgestalt. Dagegen kommt an Genslers früherer Wirkungsstätte, der Wall Street, keine Vorfreude auf.
Gensler gilt als harter Hund, der in der Finanzindustrie durchgreifen wird. Und die einstigen Kollegen können ihm nichts vormachen, weil er ihre Tricks aus eigener Erfahrung kennt.
Aus Sicht der Wirtschaft wäre das schlimmste Szenario einer Biden-Präsidentschaft die Berufung von Elizabeth Warren gewesen, schreibt die rechte »New York Post«. Nun treffe sie »die zweitschlechteste Sache«: »Die Glückssträhne der Wall Street ist vorbei.«

