Icon: vergrößernGeparkte A380 und A340 der Lufthansa im spanischen Teruel
Foto: David Ramos / Getty Images
Der Riesenflieger "Deutschland" steht in der spanischen Halbwüste, zusammen mit anderen sechs Airbus A380 der Lufthansa. Auf dem Areal eines Flughafens, der keine Passagiere abfertigt. Vor dreieinhalb Monaten hat die Lufthansa die doppelstöckigen Superjets hier abgestellt: in der Einöde nahe der Provinzstadt Teruel. Und es ist fraglich, ob die sieben A380 diesen Ort je verlassen werden.
Dabei sollten die Flugzeuge nur "geparkt" werden: "zwischenzeitlich", wie die Lufthansa im Frühjahr vermeldete, als sie die Maschinen nach Teruel überführte. Doch heute läuft alles darauf hinaus, dass Deutschlands einstige Vorzeigefluglinie ihre einstigen Vorzeigeflieger nie mehr im Passagierbetrieb einsetzen wird. Weder die sieben in Teruel noch die sieben anderen A380, die seit Monaten in Frankfurt am Main herumstehen.
Schon Anfang kommender Woche soll der Lufthansa-Aufsichtsrat über das Aus für die A380 des Unternehmens entscheiden. Das Gremium werde sehr wahrscheinlich die Ausmusterung beschließen, heißt es nach SPIEGEL-Informationen im Konzern. Schon im März hatte Lufthansa-Chef Carsten Spohr das Ende von sechs der 14 Maschinen beschlossen. Aber die anderen acht A380, unter ihnen die "Deutschland", sollten weiter in die Lüfte steigen.
