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Länderspiel-Erfolg über Frankreich: Mit Völler lernt das DFB-Team wieder das Siegen

September 13
01:16 2023

Das muss der Rudi-Völler-Effekt sein: Im ersten Spiel nach der Trennung von Hansi Flick gewann die deutsche Nationalmannschaft nach drei Niederlagen wieder. Vizeweltmeister Frankreich wurde in Dortmund 2:1 (1:0) geschlagen. Thomas Müller und Leroy Sané trafen für die Mannschaft, die einmalig von dem Trio Völler, Sandro Wagner und Hannes Wolf betreut wurde. Antoine Griezmann verkürzte kurz vor Schluss für Frankreich.

Der deutschen Mannschaft gelang dabei der perfekte Start. Eine Kombination über Serge Gnabry und Benjamin Henrichs in der vierten Minute landete in der Strafraummitte bei Thomas Müller, der Münchner verwandelte in seinem 123. Länderspiel aus zehn Metern zum 1:0. Das Trainergespann um Völler hatte Henrichs und Müller neu in die Startelf beordert. Dafür saß unter anderem Joshua Kimmich nur auf der Bank, dies wurde mit muskulären Problemen des Bayernprofis begründet.

Mbappé nur auf der Bank

Danach jedoch übernahmen so langsam die Franzosen das Kommando. Der Vizeweltmeister, der auf die Dienste seines Superstars Kylian Mbappé verzichtete, hatte deutlich mehr Ballbesitz und drängte die DFB-Elf in die eigene Hälfte – ohne jedoch wirklich gefährlich zu werden.

Schon nach 21 Minuten musste Völler personell reagieren. Kapitän İlkay Gündoğan musste angeschlagen den Platz verlassen, er wurde durch den Brighton-Profi Pascal Groß ersetzt, der dadurch zu seinem zweiten Länderspiel kam.

Mitte der ersten Hälfte hatte Völlers Team Glück, als ein Stoßen von Antonio Rüdiger im Strafraum gegen den ehemaligen Frankfurter Randal Kolo Muani nicht als Foul gewertet wurde. Bis auf einen Kopfball nach einer Freistoßflanke hatten die Franzosen vor der Pause aber nicht viel Torannäherung zu bieten. So blieb es zum Seitenwechsel bei der deutschen Führung, die vom sehr gutwilligen Dortmunder Publikum entsprechend gefeiert wurde.

Ohnehin war die Stimmung im Stadion anders als in vorherigen Partien durchgehend wohlwollend gegenüber der DFB-Mannschaft. Hier war ein Völler-Effekt in jedem Fall spürbar.

Ter Stegen auf der Hut

In der zweiten Hälfte dauerte es zehn Minuten, bis sich vor dem deutschen Tor etwas tat. Aurelién Tchouameni prüfte DFB-Keeper Marc-André ter Stegen aus der Distanz, beim Nachschuss rutschte Kolo Muani weg, sodass der Ball nicht mehr aufs Tor kam.

Das DFB-Team hatte bis dahin nach der starken Anfangsphase offensiv fast gar nicht mehr stattgefunden, Völler und seine Assistenten reagierten daher und brachten mit Julian Brandt und Kai Havertz zwei neue Angreifer ins Spiel. Torschütze Thomas Müller und Serge Gnabry verließen den Platz.

Fast hätte sich das sofort ausgezahlt. In der 66. Minute sah Brandt den heranstürmenden Florian Wirtz, doch der Schuss des Youngsters von Bayer Leverkusen blieb an einem französischen Abwehrbein hängen.

Die Gäste drängten danach verstärkt auf den Ausgleich, in ihrer Schlussoffensive schnürten sie die deutsche Mannschaft teilweise um den eigenen Strafraum ein. Zählbares kam aber nicht dabei hinaus, in der 81. Minute reagierte ter Stegen stark bei einem Schuss von Antoine Griezmann.

Auf der Gegenseite fiel dann die Entscheidung: Jonathan Tah und Havertz bereiteten in der 86. Minute vor, Sané schloss gekonnt zum 2:0 ab. Der Foulelfmeter der Franzosen in der 89. Minute nach einem ungeschickten Foul von Leroy Sané, den Griezmann fast im Gegenzug souverän verwandelte, sorgte nur noch für den Anschlusstreffer.

Völler, der erstmals seit 2004 wieder auf der Bank als Bundestrainer Platz nahm, hat den Umschwung geschafft. Dennoch soll es bei einem einmaligen Einsatz bleiben. Das machte er zumindest vor der Partie klar.

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