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Corona-Impfstoff: Jens Spahn schwört Bevölkerung auf »harte Wochen der Knappheit« ein

February 02
11:47 2021
Gesundheitsminister Spahn: »Das lässt sich nicht schneller beschleunigen, übrigens auch mit Geld nicht« Icon: vergrößern

Gesundheitsminister Spahn: »Das lässt sich nicht schneller beschleunigen, übrigens auch mit Geld nicht«

Foto: FABRIZIO BENSCH / REUTERS

Lieferengpässe haben in Deutschland für einen schleppenden Start der Corona-Impfungen gesorgt. Nun haben die Hersteller Nachschub angekündigt. Eine schnelle Entspannung der Situation sieht Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) allerdings nicht.

Beim »Impfstoffgipfel« sei allen Teilnehmern klar geworden, dass es in diesem ersten Quartal bis in den April hinein noch »harte Wochen der Knappheit« geben werde, sagte Spahn am Montagabend in den ARD-»Tagesthemen«. »Das lässt sich nicht schneller beschleunigen, übrigens auch mit Geld nicht«, hätten die Hersteller klargemacht. Geld sei nicht der begrenzende Faktor. Erst im zweiten Quartal werde es nennenswert mehr Impfstoff geben.

Die Hersteller produzierten gerade von der Hand in den Mund. »Die Rohstoffe kommen an, sie werden produziert, es geht direkt in die Auslieferung. Da ist kein Lagerbestand«, sagte Spahn. In einer solchen Phase könne jede kleine Pumpe, die ausfalle, gleich zu einer Verzögerung führen, die die Bürger sehr schmerzhaft erlebten, wenn Impftermine nicht angeboten werden könnten. Der Gesundheitsminister sagte, dass jeder, der geimpft werden wolle, im Sommer seine erste Impfung bekommen solle. Spahn erinnerte daran, dass etwa beim AstraZeneca-Impfstoff neun bis zwölf Wochen bis zur zweiten Impfung vergehen sollen.

Der Minister machte deutlich, dass er wenig von einer erzwungenen Zusammenarbeit von Herstellern hält, um Impfstoffmengen zu steigern. »Es wird ja viel kooperiert und immer mehr kooperiert.« Freiwillige Kooperationen und Technologietransfers seien besser als jeder Zwang. »Zwang in aller Regel kann nur so viel erreichen wie gute Kooperation«, sagte Spahn weiter.

Biontech-Chef Ugur Sahin sagte in den »Tagesthemen«, die Hersteller seien in einer Ausnahmesituation. »Wir sind selbst davon abhängig, dass die Zulieferer uns Materialien liefern«, erklärte er. »Wir haben auch keine vollen Lagerstätten. Alles, was wir produzieren, wird de facto sofort ausgeliefert.« Wenn es zu einer Verzögerung komme wegen eines Problems, schlage das sofort durch. »Dementsprechend können wir gar nicht anders, als dass wir kurzfristige Veränderungen auch nur kurzfristig kommunizieren können.«

Icon: Der Spiegel

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