Icon: vergrößernAchim Wambach
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Wambach, 52, leitet das ZEW-Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim und ist seit 2016 Vorsitzender der Monopolkommission.
SPIEGEL: Herr Professor Wambach, in der Coronakrise greifen die Regierungen in beispielloser Weise in die Wirtschaft ein: Sie schränken die Geschäfte ein, vergeben Kredite und beteiligen sich an schlingernden Unternehmen. Führt uns die Pandemie in die Staatswirtschaft?
Wambach: Die Regierung muss in einer solch einmaligen Krise handeln. Das ist unstrittig. Ich fürchte jedoch, dass die Eingriffe zum Dauerzustand werden. So wie bei der Commerzbank, wo der Staat noch immer beteiligt ist, obwohl vor über zehn Jahren eine kurzfristige Hilfe angekündigt war.
SPIEGEL: Anders als während der Finanzkrise kommen dem Staat in der Pandemie eben viele neue Aufgaben zu.
Wambach Das stimmt, aber zugleich gerät er in Versuchung, zu viel des Guten zu tun. Wer ohnehin davon überzeugt ist, dass der Staat die Firmen stärker schützen und Großunternehmen für den weltweiten Wettbewerb formen muss…
