Bild vergrößernCoronatest (Symbolbild)
Foto: Matthias Bein / dpa
Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert.
Nichts mehr verpassen: Für die neuesten Entwicklungen und wichtigsten Hintergründe abonnieren Sie unseren Coronavirus-Newsletter.
Justizministerin Lambrecht lehnt härtere Strafen für Impfpassfälscher ab
09.34 Uhr: Wer einen Impfnachweis fälscht, riskiert Geld- oder sogar Gefängnisstrafen. Justizministerin Lambrecht findet diese Strafen ausreichend. Es gehe um genaue Kontrollen, nicht um höhere Strafrahmen. Lesen Sie hier die ganze Meldung.
Unionsfraktionschef Brinkhaus will Impfzentren dauerhaft erhalten
09.14 Uhr: Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) hat sich für eine dauerhafte Vorhaltung der Impfzentren auch über die aktuelle Corona-Pandemie hinaus ausgesprochen. »Wir sollten prüfen, ob wir die Infrastruktur der Impfzentren nicht dauerhaft in Reserve halten können, denn das wird nicht die letzte Pandemie gewesen sein, die wir erleben werden«, sagte Brinkhaus der »Rheinischen Post«.
»Auch wenn die Impfzentren in den nächsten Jahren nicht erneut zum Einsatz kommen, ermöglichen sie uns im Notfall, schnell zu reagieren«, sagte er. »Diese zusätzliche Infrastruktur ist wichtig, um Handlungsfähigkeit zu behalten.«
Passagieraufkommen am Frankfurter Flughafen bleibt gering
09.10 Uhr: Die Corona-Pandemie hat den Frankfurter Flughafen weiter fest im Griff. Trotz der Osterferien blieb die Zahl der abgefertigten Passagiere am größten deutschen Flughafen auch im April unter der Millionen-Marke. Im Vergleich zum April 2019, also bevor die Pandemie den Flugverkehr weltweit massiv beeinträchtigt hatte, sank die Zahl der Passagiere um fast 84 Prozent auf knapp 984.000, wie der im MDax notierte Flughafenbetreiber Fraport mitteilte.
Im Vergleich zum April 2020 zog die Zahl der Passagiere allerdings um 423 Prozent an. Der Vorjahresmonat war der erste, in dem Fraport die Corona-Folgen voll zu spüren bekommen hatte. Über die ersten vier Monate des laufenden Jahres gesehen, ging die Zahl der Passagiere um 69 Prozent auf mehr als 3,4 Millionen zurück – im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2019 war dies sogar ein Rückgang um 83 Prozent.
Rund 343.000 Neuinfektionen in Indien
09.02 Uhr: In Indien verzeichnet das Gesundheitsministerium 343.144 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Infektionsfälle steigt damit auf 24,05 Millionen. 4000 weitere Menschen starben in Zusammenhang mit dem Virus, insgesamt sind es nun 262.317 Todesfälle. Allein in dieser Woche verzeichnen die Behörden 1,4 Millionen weitere Ansteckungsfälle und mehr als 16.000 Tote. Die Dunkelziffer in dem Land mit seinen mehr als 1,36 Milliarden Einwohnern dürfte Experten zufolge deutlich höher sein.
Balearen-Regierungschefin rechnet nicht mit Partysommer auf Mallorca
07.10 Uhr: Kein Bierkönig, keine Schinkenstraße: Sommer-Touristen auf Mallorca und den übrigen Balearen müssen sich wohl auf Urlaub ohne Klubbesuche einstellen. »Erst mit einer höheren Impfrate können wir das Nachtleben wieder öffnen«, sagte die Regierungschefin der Inseln, Francina Armengol, den Zeitungen der Funke Mediengruppe.
»Durch zu schnelle Öffnungsschritte würden wir die großen Opfer, die unsere Bevölkerung bei der Bekämpfung der Pandemie erbracht hat, gefährden«, sagte sie. Priorität habe nun der »verantwortungsvolle Tourismus«, man wünsche sich viele Familien, Sport-, Kultur- und Gastronomieurlauber. »Das Nachtleben folgt später, wahrscheinlich nicht mehr in diesem Sommer.«
Armengol bezeichnete die Coronapandemie zudem als Chance, »den Exzesstourismus hinter uns zu lassen«. Auf den Balearen habe man angefangen, einen Qualitätstourismus zu entwickeln, mit mehr Respekt vor der Natur und den Eigenheiten der Regionen. »Corona hat uns noch einmal die Notwendigkeit von verantwortungs- und respektvollem Tourismus gezeigt.«
Die Erfahrungen mit der Öffnung für deutsche Touristen seit Ostern seien sehr positiv gewesen. Seit mehreren Tagen liegt die Inzidenz auf den Balearen laut Armengol unter 25.
Mallorca wurde in Deutschland am 14. März von der Liste der Corona-Risikogebiete gestrichen wurde. Die Reisewarnung des Auswärtigen Amts wurde aufgehoben, weil die Zahl der Neuinfektionen dort unter 50 pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gesunken war. Damit wurde der Urlaub auf Balearen wieder ohne Quarantäne bei der Rückkehr möglich.
Maas hält Sommerurlaub für möglich – will aber keine Touristen heimholen
07.00 Uhr: Angesichts sinkender Fallzahlen wird laut Außenminister Heiko Maas im Sommer wieder Urlaub möglich sein. »Wir dürfen uns Hoffnung machen, dass sich das Leben bald wieder normalisiert, wenn die Infektionszahlen weiter sinken und die Impfkampagne Fortschritte macht«, sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Dies könne auch für Nicht-Geimpfte gelten.
Eine abermalige Rückholaktion für Bundesbürger, die wegen der Pandemie im Ausland stranden, lehnte der Minister ab: »Wenn sich in bestimmten Ländern die Pandemielage verschlechtern sollte, darf das heute, im Jahr 2021, anders als noch im vergangenen Jahr, niemanden mehr überraschen«, sagte Maas.
2020 hatte die Bundesregierung Tausenden gestrandeten Reisenden eine Rückkehr ermöglicht. Die Betroffenen sollen sich an den Kosten der größten Rückholaktion der deutschen Geschichte beteiligen. Doch gut ein Jahr nach Beginn der Aktion waren im März noch Tausende Rechnungen offen.
Jeder einzelne habe Erfahrung mit dem Coronavirus gesammelt. »Auch die Reiseveranstalter und Fluggesellschaften hatten Gelegenheit, sich auf die Situation einzustellen«, sagte Minister Maas nun. Die Menschen könnten sich aber weiterhin im Notfall immer auf die weltweit mehr als 200 deutschen Botschaften und Konsulate. »Wer strandet, dem wird mit Rat und Tat geholfen, bis die Heimreise gelingt.«
11.336 Neuinfektionen, Sieben-Tage-Inzidenz bei 96,5
05.15 Uhr: Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz hat nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) erstmals seit dem 20. März wieder die Schwelle von 100 unterschritten. Nach Stand des RKI-Dashboards von 4.56 Uhr lag der Wert am Freitag bei 96,5 (20. März: 99,9). Am Vortag hatte das RKI die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche mit 103,6 angegeben, am Freitag vor einer Woche mit 125,7. Einen Höchststand hatte die bundesweite Inzidenz während der dritten Welle am 26. April mit 169,3 erreicht. Der bisher höchste Inzidenz-Wert hatte bei 197,6 am 22. Dezember vergangenen Jahres gelegen.
Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen einem Tag 11.336 Corona-Neuinfektionen. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 18.485 Neuansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden den Angaben zufolge binnen 24 Stunden 190 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 284 Tote gewesen.
Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.577.040 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.259.000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 85 ´.848.
Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend bei 0,87 (Vortag: 0,82). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 87 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.
Hausärzte-Chef zweifelt an Startdatum für Impfpass
04.50 Uhr: Der Deutsche Hausärzteverband zweifelt an der geplanten Einführung eines digitalen Impfpasses bis Ende Juni. Es deute wenig darauf hin, dass der Ausweis bis zum Beginn der Reisesaison im Sommer flächendeckend verfügbar sein werde, sagte Verbandschef Ulrich Weigeldt der »Augsburger Allgemeinen«. »Da darf man mit Blick auf bürokratische Vorgaben und weitere leidvolle Verkomplizierungen schon Zweifel haben, ob den vollmundigen Ankündigungen dann auch zeitnah Taten folgen werden.«
Unabhängig davon dürfe Hausarztpraxen »keinesfalls noch mehr Bürokratie aufgebürdet werden«, sagte der Ärztefunktionär. Die Mediziner bräuchten Zeit für Patienten, aber »ganz gewiss nicht, um uns als Passamt der Republik zu verdingen«. Umso wichtiger sei, dass der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) anerkannte gelbe Impfausweis als Nachweis gültig bleibe.
Deutschland will gemeinsam mit der EU noch im Juni einen digitalen Corona-Impfnachweis einführen. Bei bereits vorher vollständig Geimpften soll der Impfstatus aus dem analogen Impfpass übertragen werden. Jedoch sind bereits gefälschte Impfpässe im Umlauf.
Griechenland lockert Corona-Regeln und inländische Reisebeschränkungen
04.20 Uhr: Griechenland lockert ab Freitag zahlreiche Corona-Beschränkungen. Zusätzlich zur Aufhebung eines Reiseverbots innerhalb des Landes sollen auch Museen wieder öffnen dürfen. Zudem müssen Bürger künftig das Verlassen ihrer Wohnungen nicht mehr per SMS bei den Behörden anmelden. Wer auf eine der griechischen Inseln mit dem Schiff oder Flugzeug reist, muss aber einen Impfnachweis oder einen negativen Corona-Test vorlegen.
Die dritte Welle der Corona-Pandemie hatte Griechenland besonders hart getroffen. Die Mehrheit der etwa 10.000 Corona-Todesfälle entfiel auf die vergangenen Monate. Griechenland, dessen Wirtschaft stark vom Tourismus abhängt, hat seine Impfkampagne vor der Sommersaison beschleunigt. Obwohl die Behörden weiterhin mehr als 2000 Neuinfektionen pro Tag registrieren und die Krankenhäuser ausgelastet sind, durften bereits am Montag alle Schulen wieder öffnen.
Brasilianische Regierung ließ Anfrage auf Vakzin-Bestellung unbeantwortet
03.55 Uhr: In Brasilien untersucht eine Senatskommission, ob die Regierung von Jair Bolsonaro die Pandemie falsch gehandhabt hat. Im Zentrum steht die Frage, ob sich die Regierung rechtzeitig um Impfstoffe bemüht hat. Pfizer-Chef für Lateinamerika, Carlos Murillo teilt der Kommission mit, er habe dem brasilianischen Gesundheitsministerium zwischen August und November vergangenen Jahres wiederholt angeboten, sein Covid-19-Vakzin zu verkaufen. Er habe aber keine Antwort von der Regierung erhalten.
Der damalige Gesundheitsminister Eduardo Pazuello wurde letzten Monat ersetzt, wegen steigender Kritik an seinen Versäumnissen bei der Impfstoffbeschaffung. Die brasilianische Regierung verhandelte im März einen Vertrag mit Pfizer zur Lieferung von 100 Millionen Dosen. Die ersten Vakzine trafen Ende April ein.
Umfrage: Zwei Drittel mit Corona-Krisenmanagement unzufrieden
0.25 Uhr: Knapp zwei Drittel der Menschen in Deutschland sind aktuell unzufrieden damit, wie die Politik die Corona-Maßnahmen begründet und erklärt. Allerdings hat sich der Anteil der Unzufriedenen gegenüber dem April verringert, wie der von Infratest dimap erhobene Deutschlandtrend des ARD-"Morgenmagazins" ergab.
65 Prozent der Wahlberechtigten sind demnach unzufrieden damit, wie die Corona-Maßnahmen kommuniziert werden. Im Vergleich zum April sind dies 7 Prozentpunkte weniger. Zufrieden mit der Erklärung und Begründung der Schritte sind 32 Prozent der Befragten, 5 Prozentpunkte mehr als im April.
Gegenüber April von 15 auf 36 Prozent gestiegen ist die positive Bewertung der Impfkampagne. 62 Prozent sind mit dem Impfmanagement unzufrieden, 21 Prozentpunkte weniger als Anfang April. Die Bewertung der Impfkampagne hängt laut Umfrage stark vom Alter der Befragten ab. Bei den über 65-Jährigen stellt die Hälfte (50 Prozent) der Impfkampagne ein positives Zeugnis aus, bei den unter 65-Jährigen sind es nur etwa drei von zehn.
