Bild vergrößernImpfzentrum in Köln
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Das waren die Corona-News am 2. Mai.
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Hamburger Behörde kündigt Schnelltest-Kontrollen in Betrieben an
23.17 Uhr: Die auch für den Arbeitsschutz zuständige Hamburger Justiz- und Verbraucherschutzbehörde hat Kontrollen der in Betrieben vorgeschriebenen Corona-Schnelltestmöglichkeiten angekündigt. Bis zum 18. Juni sollen mindestens 400 Betriebe überprüft werden, sagte Senatorin Anna Gallina von den Grünen.
»Die Betriebe sind verpflichtet, allen Beschäftigten, die nicht im Homeoffice sind, mindestens zweimal pro Woche ein Testangebot zu machen.« Überprüft würden Betriebe, die aufgrund der Art der Tätigkeiten gar keine oder nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten haben, ihren Mitarbeitern Homeoffice anzubieten. Vor der Überprüfung werde es eine schriftliche Abfrage geben, anschließend fänden dann unangemeldete Kontrollen statt.
Tschechien öffnet am 1. Juni Impftermine für alle
20.06 Uhr: Tschechien will die Registrierung für Corona-Impfungen spätestens am 1. Juni für alle Einwohner ab 16 Jahren öffnen. Ab Mittwoch sei die Registrierung für die 50- bis 54-Jährigen möglich, teilte Ministerpräsident Andrej Babiš mit. Derzeit werden dort nur über 55-Jährige und Menschen mit bestimmten chronischen Krankheiten geimpft. Die Altersgruppe der 50- bis 54-Jährigen umfasst in der Tschechischen Republik rund 690.000 Menschen.
Das Land mit 10,7 Millionen Einwohnern hat vor Kurzem die Marke von einer Million vollständig gegen Corona geimpften Menschen überschritten. Weitere 2,17 Millionen Menschen haben bereits ihre erste Impfung erhalten. Sollten die Impfstofflieferungen wie geplant eintreffen, werde die Altersgrenze für die Impfregistrierung im Mai jede Woche zunächst um fünf Jahre sinken, berichtete die Agentur CTK unter Berufung auf Babiš.
Die Zahl der Corona-Neuinfektionen geht in Tschechien weiter zurück. Am Samstag sank die Zahl der täglichen Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen auf 137. Die Zahl der Todesfälle liegt bei 29.343.
Scholz erwartet bald Lockerungen für Geimpfte
19.19 Uhr: Im Ringen um einheitliche Erleichterungen für vollständig Geimpfte in der Corona-Pandemie hat Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) eine schnelle Klärung in Aussicht gestellt. Er halte es für realistisch, dass die geplante Verordnung am Mittwoch ins Kabinett komme und noch bis Freitag die Zustimmung von Bundestag und Bundesrat erhalte, sagte Scholz am Sonntag in der ARD-Sendung »Bericht aus Berlin«. »Wir haben den Ehrgeiz, dass wir diese Zustimmung bekommen und für die Rechte der Bürgerinnen und Bürger wäre das auch richtig.«
Großbritannien schickt weitere 1000 Beatmungsgeräte nach Indien
19.10 Uhr: Großbritannien will dem derzeit sehr schwer von der Corona-Pandemie getroffenen Indien weitere 1000 Beatmungsgeräte schicken. »Wir müssen alle zusammenarbeiten, um Covid-19 zu bekämpfen. Niemand ist sicher, bis wir alle sicher sind«, sagte Außenminister Dominic Raab. Zuvor hatte Großbritannien bereits 200 Beatmungsgeräte, knapp 500 Sauerstoffkonzentratoren und drei Sauerstoffgeneratoren nach Indien geschickt.
Raab wird bei einem Treffen der G7-Außenminister in London in der kommenden Woche seinen indischen Amtskollegen Subrahmanyam Jaishankar persönlich treffen. Indien ist neben einigen anderen Staaten als Gast zu dem Treffen eingeladen. In mehreren Interviews zeigte sich Raab am Sonntag zurückhaltend zur Forderung, auch Impfstoff nach Indien zu schicken. Man habe bisher keine solchen Anfragen erhalten, sagte der konservative Politiker. Er wolle daher nicht über hypothetische Szenarien spekulieren.
Zuvor hatten sich Stimmen aus Wissenschaft und Opposition dafür ausgesprochen, Indien zeitnah auch Impfstoff zur Verfügung zu stellen – oder dem Land zumindest eine noch ausstehende Lieferung von mehreren Millionen in Indien produzierten Impfdosen zu überlassen.
Sachsens Kultusminister fordert Vorrang für Familien beim Impfen
18.16 Uhr: Sachsens Kultusminister Christian Piwarz spricht sich dafür aus, Familien einen Vorrang bei der Corona-Schutzimpfung zu gewähren. »Die Aufgabe der Politik muss sein, dass Familien beim Impfen nicht ganz hinten anstehen – sondern sie müssen ganz vorn stehen«, sagte der CDU-Politiker in einem Interview mit der »Leipziger Volkszeitung«. Deshalb müsse nicht nur die Impfgrenze auf zwölf Jahre gesenkt werden, sondern auch eine Freigabe der Impfpriorisierung für ganze Familien erfolgen. Sie dürften nicht darunter leiden, dass es immer noch nicht ausreichend Impfangebote gibt.
5000 Zuschauer ohne Abstand und Masken bei Konzert in Liverpool
18.00 Uhr: In Liverpool haben sich einige tausend Musikfans auf das erste Live-Konzert seit langer Zeit freuen können. Am Sonntagabend sollten die englische Indie-Band »Blossoms« und mehrere weitere Künstler in einem ausverkauften Festivalzelt in Liverpool vor 5000 Zuschauern auftreten. »Das ist wie Weihnachten«, freute sich Blossoms-Gitarrist Josh Dewhurst schon vorab im BBC-Interview.
Das Konzert ist – wie auch zwei Clubnächte in Liverpool mit mehreren tausend Gästen – Teil eines Pilotprojekts, mit dem erforscht werden soll, wie Großveranstaltungen in Zeiten der abflauenden Pandemie wieder stattfinden können. Alle Anwesenden müssen vor dem Einlass einen Gesundheitsfragebogen ausfüllen und einen maximal 24 Stunden alten negativen Coronatest vorweisen. Drinnen dürfen die Masken dann abgenommen werden, auch eine Abstandspflicht gibt es im Zelt nicht. Für zuhause bekommen die Konzertgäste zwei PCR-Tests mit, die sie nach dem Konzert im Abstand von einigen Tagen durchführen sollen. Wissenschaftler werden außerdem untersuchen, inwieweit sich Luftqualität, Interaktion und Bewegung von Menschenmassen sowie der Konsum von Alkohol auf das Übertragungsrisiko des Virus auswirkt.
Israelische Armee ist komplett coronafrei
17.15 Uhr: Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie in Israel gibt es in der Armee des Landes keinen einzigen Infektionsfall mehr. Das Militär teilte am Sonntag bei Twitter mit, es seien null neue Fälle gemeldet worden. Die ganz überwiegende Mehrheit der israelischen Soldaten ist bereits gegen das Coronavirus geimpft. Die genaue Zahl seiner Soldaten hält Israel geheim. Sie wird auf rund 170.000 aktive Soldaten und 465.000 Reservisten geschätzt.
Auch in der allgemeinen Bevölkerung sind die Infektionszahlen auf ein Minimum gesunken. Am Sonntag teilte das Gesundheitsministerium mit, binnen 24 Stunden seien 13 neue Fälle gemeldet worden. Nur 0,1 Prozent von mehr als 9200 Tests fielen demnach positiv aus. Auch die Zahl der Schwerkranken fiel weiter – auf 102. Ende Januar gab es noch rund 1200 schwerkranke Corona-Patienten in Israel.
Angesichts der niedrigen Infektionszahlen sind die meisten Corona-Beschränkungen in Israel inzwischen wieder aufgehoben worden. In öffentlichen Innenräumen gilt allerdings weiterhin eine Maskenpflicht.
Bisher haben mehr als 5,4 Millionen der rund neun Millionen Israelis eine Erstimpfung mit dem Präparat von Biontech/Pfizer erhalten. Das sind fast 60 Prozent der Bevölkerung. Fast 5,1 Millionen Einwohner sind vollständig geimpft.
Tschechien ist kein Hochinzidenzgebiet mehr
14.45 Uhr: Wegen stark sinkender Corona-Infektionszahlen gilt Tschechien seit Sonntag nicht mehr als Corona-Hochinzidenzgebiet. Das Nachbarland ist nun wieder als »normales« Risikogebiet eingestuft, was eine Erleichterung der Einreise bedeutet. Einreisende aus Tschechien müssen nicht mehr an der Grenze einen negativen Coronatest präsentieren, sind aber sowohl zu vorheriger Anmeldung als auch zu zehntägiger Quarantäne verpflichtet. Im Grenzverkehr gab es am Sonntag keine Auffälligkeiten, wie es beim Polizeipräsidium Niederbayern in Straubing hieß.
Französische Polizei löst illegale Massenpartys auf
14.30 Uhr: Die französische Polizei hat am Wochenende zwei illegale Massenpartys mit hunderten Teilnehmern aufgelöst. In der Bretagne versammelten sich trotz Lockdowns laut Polizei in der Nacht zum Samstag rund 500 Menschen zu einer illegalen Rave-Party in einem kleinen Dorf. Nachdem die Beamten die Musikanlage beschlagnahmten, zogen die Partygäste in ein anderes Dorf, um weiter zu feiern. Schließlich wurde auch diese Party beendet.
Die Beamten nahmen mehr als 300 Anzeigen wegen Verstoßes gegen die Corona-Auflagen sowie Drogendelikten auf.
In der Nacht zum Sonntag wurde zudem eine weitere illegale Party in einer leerstehenden Halle nahe Dijon im Burgund aufgelöst. Der mutmaßliche Veranstalter wurde festgenommen, mehr als 205 Strafanzeigen wurden gestellt. Regionalpräfekt Fabien Sudry verurteilte das »vollkommen unverantwortliche« Verhalten der Feiernden angesichts der Corona-Lage: »Die Zeit ist noch nicht gekommen, die Wachsamkeit zurückzufahren.«
In Paris verhinderten Polizisten am Samstagabend eine weitere illegale Rave-Party. Drei Menschen wurden wegen Gefährdung von Menschenleben und Widerstands festgenommen, 34 Strafanzeigen gestellt.
In Frankreich gilt seit April ein landesweiter Lockdown. Derzeit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in dem EU-Land bei rund 300 Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner, viele Krankenhäuser sind überlastet. Dennoch kündigte Staatschef Emmanuel Macron Lockerungen der Restriktionen an.
Am Montag kehren alle Schulen grundsätzlich zum Präsenzunterricht zurück; zudem fällt die Zehn-Kilometer-Grenze weg, innerhalb derer sich Bürger um ihre Wohnung bewegen dürfen. Die Außengastronomie, Kulturstätten und alle Geschäfte dürfen ab dem 19. Mai wieder öffnen. Am 9. Juni folgen die Innenbereiche von Restaurants, Cafés und Bars, sowie Fitnessstudios und andere Sportstätten. Die neue Notbremse in Frankreich gilt erst ab einer Inzidenz von 400.
Basketballer Nowitzki: »Ich werde mich impfen lassen«
14.20 Uhr: Im Gegensatz zu NBA-Profi Dennis Schröder will sich Deutschlands Basketballidol Dirk Nowitzki unbedingt gegen Corona impfen lassen. Das sagte der 42-Jährige der Bild am Sonntag. Noch hat Nowitzki die Spritze nicht bekommen. »Ganz einfach, weil ich von der Reihenfolge noch nicht dran bin«, sagte der Würzburger, »ich drängele mich da nicht vor.« Er wolle aber schließlich »wieder reisen und den Kindern Orte zeigen«.
Deutscher Klinikverband sieht leichte Entlastung der Intensivstationen
13.39 Uhr: Angesichts der sinkendenzZahlen spüren auch die Krankenhäuser »ganz überwiegend eine erste, leichte Entlastung«. Das sagte der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, der »Bild«. »Wir haben nun über etwa zwei Wochen relativ konstante Zahlen bei den Neuinfektionen, das gibt uns die Zuversicht, dass wir auch beim Zuwachs der Intensivpatienten bis auf weiteres keinen exponentiellen Anstieg befürchten müssen.« Dabei stellte Gaß klar, dass »die Belastung in den Kliniken und bei den Beschäftigten auf einem sehr hohen Niveau« bleibe.
Reederei Costa nimmt nach vier Monaten Kreuzfahrten wieder auf
13.00 Uhr: Nach mehr als viermonatiger Zwangspause wegen der Coronapandemie hat die italienische Reederei Costa ihre Kreuzfahrten wieder aufgenommen. Am Samstagabend stach das Flaggschiff »Costa Smeralda« von Ligurien aus in See. Das Schiff verließ den Hafen von Savona mit nur 1500 Passagieren an Bord – einem Viertel seiner eigentlichen Kapazität. Sämtliche Besatzungsmitglieder und Gäste mussten einen Coronatest machen, bevor sie auf das Schiff durften. Zudem ist an Bord das Maskentragen Pflicht. Die erste Kreuzfahrt führt entlang der italienischen Küste mit geplanten Stopps in La Spezia, Civitavecchia, Neapel, Messina und Cagliari.
Belgische Polizei löst Protest von mehr als tausend Jugendlichen auf
12.50 Uhr: Die belgische Polizei hat ein illegales Massentreffen von mehr als tausend Jugendlichen in einem Brüsseler Park gewaltsam aufgelöst. 132 Menschen wurden vorläufig festgenommen, fünf davon kamen in Polizeigewahrsam, wie aus einer am Sonntag veröffentlichten Bilanz des Einsatzes hervorgeht. Die Beamten setzten Wasserwerfer und Tränengas gegen die Demonstranten ein, die sich trotz eines Verbots in der belgischen Hauptstadt versammelt hatten.
Rund 600 Polizisten waren bei der illegalen Veranstaltung am Samstag im Einsatz, darunter auch berittene Beamte. Ministerpräsident Alexander de Croo hatte im Vorfeld des 1. Mai davor gewarnt, an dem sogenannten »La Boum 2«-Protest teilzunehmen, der über das Internet organisiert wurde. Schon zu Beginn säumten hunderte Polizisten den Park, über Lautsprecher wurden die Teilnehmer aufgefordert, Abstand zu halten und Masken zu tragen.
Wenig später wurde unter anderem Feuerwerk in Richtung der Beamten abgefeuert. Eine Person verlor bei dem Beschuss der Wasserwerfer das Bewusstsein, 14 weitere wurden leicht verletzt, unter anderem durch ein Polizeipferd. Außerdem mussten drei Polizisten im Krankenhaus behandelt werden, mehrere weitere wurden nach offiziellen Angaben verletzt.
Nach Angaben des Brüsseler Rathauses lag die Zahl der Demonstranten bei rund 1500. Rund 700 hätten sich zunächst der Auflösungsanordnung widersetzt. Vor einem Monat hatte es einen ähnlichen Party-Protest in dem Park mit rund 2000 Teilnehmern gegeben.
Impfungen in Russland gehen langsam voran
11.40 Uhr: Die Impfungen gegen das Coronavirus in Russland gehen weiter nur schleppend voran. Bislang seien rund neun Millionen Menschen mit den beiden notwendigen Spritzen versorgt worden, berichtete das Staatsfernsehen am Sonntag. Das sind etwa sechs Prozent der Bevölkerung des flächenmäßig größten Landes der Welt. 13 Millionen Menschen haben demnach die erste Komponente eines Impfstoffs erhalten. Täglich gebe es bis zu 300.000 Impfungen, sagte Vize-Regierungschefin Tatjana Golikowa. Russische Wissenschaftler haben bislang drei Vakzinen gegen das Virus entwickelt. Der Impfstoff Sputnik V ist seit fast neun Monaten auf dem russischen Markt.
Umfragen zufolge wollen sich die meisten Russen nicht impfen lassen. Viele zögern, weil sie skeptisch sind, ob die russischen Vakzinen sicher sind. Immer wieder gibt es aber auch Berichte, dass nicht in allen Regionen Impfstoffe verfügbar sind. Um eine Herdenimmunität in der russischen Bevölkerung zu erreichen, müssen fast 70 Millionen Menschen geimpft werden. Kürzlich hatte sich auch Kremlchef Wladimir Putin spritzen lassen – unter Ausschluss der Öffentlichkeit.
Disneyland in Kalifornien nach langer Pause wieder geöffnet
11.05 Uhr: 13 Monate lang war Disneyland wegen der Coronapandemie stillgelegt, nun hat der beliebte Freizeitpark in Kalifornien wieder auf. Mit dem Slogan »Der Zauber ist zurück« hieß der Disney-Konzern am Freitag die ersten Besucher willkommen.
Nach großen Impf-Fortschritten in dem Westküstenstaat sind in den letzten Wochen viele Corona-Beschränkungen gelockert worden. Disneyland-Besucher sind aber angewiesen, Schutzmasken zu tragen und Abstandsregeln zu befolgen. Derzeit ist eine Auslastung von 25 Prozent erlaubt, zunächst haben aber nur Besucher mit Wohnsitz in Kalifornien Zugang. Eine Reservierung ist erforderlich.
Der Freizeitpark hatte im März vorigen Jahres den Betrieb eingestellt. Die geplante Wiedereröffnung im Juli musste nach den strikten Pandemie-Auflagen in Kalifornien abgesagt werden.
Die Attraktionen auf dem Gelände in Anaheim vor den Toren von Los Angeles sind ein großer Touristenmagnet. In der 66-jährigen Geschichte von Disneyland kam es nur wenige Male zu eintägigen Schließungen, etwa 1963 nach der Ermordung von Präsident John F. Kennedy, 1994 nach dem Northridge-Erdbeben bei Los Angeles und zuletzt nach den Terrorangriffen vom 11. September 2001.
Johnson will vor Wahlen Optimismus verbreiten
10.45 Uhr: Kurz vor einem Superwahltag in Großbritannien hat der angeschlagene Premierminister Boris Johnson versucht, im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie Optimismus zu verbreiten. In einem Beitrag für die »Mail on Sunday« schrieb er: »Woche für Woche sehen wir, wie die Einführung des Impfstoffs dazu beiträgt, unsere Freiheiten wiederherzustellen – und mit diesen Freiheiten habe ich absolut keinen Zweifel daran, dass sich unsere Wirtschaft wieder stark erholen wird.« Am Donnerstag stehen in Schottland und Wales Parlamentswahlen an, in England Kommunalwahlen. Umfragen zufolge ist der Vorsprung der Konservativen zur Labour Party laut Nachrichtenagentur PA geschrumpft.
Vergangene Woche musste Johnson Berichte dementieren, wonach er im vergangenen Jahr gesagt haben soll, lieber nehme er in Kauf, dass sich »die Leichen zu Tausenden auftürmen«, als einen weiteren Lockdown einzuführen. Zudem wurde ihm vorgeworfen, seiner Verlobten zuliebe interne Untersuchungen zu stoppen und die unter deren Leitung durchgeführten luxuriösen Renovierungsmaßnahmen in seiner Dienstwohnung auf zwielichtigem Wege zu finanzieren. Laut Downing Street sind all diese Vorwürfe Lügen.
In Großbritannien hat sich die Coronalage dank eines langen, konsequenten Lockdowns und der weit fortgeschrittenen Impfkampagne mittlerweile deutlich entspannt. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist bereits einmal geimpft, ein Viertel sogar vollständig. Pubs und Restaurants dürfen in England und Wales draußen wieder Gäste empfangen, in Schottland sogar bis abends auch drinnen.
Indien meldet Tagesrekord an Coronatoten
10.30 Uhr: In Indien sind an einem Tag noch nie so viele Menschen in Verbindung mit dem Coronavirus gestorben. 3689 Todesfälle wurden nach Daten des Gesundheitsministeriums vom Sonntag registriert. Erst am Samstag hatte Indien mit seinen über 1,3 Milliarden Einwohnern als erstes Land weltweit an einem Tag mehr als 400.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus erfasst. Das Gesundheitssystem ist überfordert, Krankenhäuser und Krematorien sind überfüllt, es mangelt an medizinischem Sauerstoff, Medikamenten und Impfdosen.
Seit Beginn der Pandemie haben sich in Indien rund 19,5 Millionen Menschen angesteckt, insgesamt 215.542 starben. Mehrere Länder, darunter Deutschland, die USA, Großbritannien und Japan, haben Indien Unterstützung zugesagt. Am Samstagabend erreichte eine Maschine der Luftwaffe die Hauptstadt Neu-Delhi mit 120 Beatmungsgeräten.
Burger King baut wegen Corona Drive-in aus
10.38 Uhr: Die Schnellrestaurantkette Burger King will nach den Erfahrungen in der Coronakrise das Drive-in-Geschäft mit dem Verkauf von Essen am Autoschalter ausbauen. Und neue Filialen will Burger King bevorzugt in Stadtrandlagen planen, die mit dem Auto gut erreichbar sind, wie Deutschlandchef Cornelius Everke ankündigt. »Der Anteil der Gäste, die unsere Drive-in-Fenster nutzen, war vor der Krise bei etwa einem Drittel«, sagte der Manager, der die seit einigen Jahren in Hannover ansässige deutsche Landesgesellschaft des US-Unternehmens seit einem Jahr leitet.
»Nach dem ersten Lockdown ist das hochgegangen auf an die 50 Prozent. Viele unserer neuen Gäste, die vorher einen Drive-in-Schalter vielleicht nie genutzt hätten, sind jetzt sehr erfreut, dass es diese Möglichkeit gibt.« Ebenfalls stark zugelegt haben die Bestellungen nach Hause: »Der Lieferservice hat sich fast verdoppelt und ist im zweistelligen Bereich.«
Die Krise habe wie ein Katalysator gewirkt, sagte Everke. »Wir glauben, dass das Thema Drive-in auch für die Zukunft wichtig bleibt, dass es immer mehr Gäste gibt, die gar nicht mehr ins Restaurant reingehen.« Dementsprechend zieht Burger King bauliche Konsequenzen: »Wir eröffnen jetzt das erste Restaurant mit zwei Drive-in-Schaltern.«
Betriebsärzte sollen spätestens ab der Woche vom 7. Juni mitimpfen
10.20 Uhr: Bei den Corona-Impfungen in Deutschland sollen spätestens ab der Woche vom 7. Juni auch Betriebsärzte einbezogen werden. Vorgesehen sind dann laut Bundesgesundheitsministerium für sie mindestens 500 000 Impfdosen pro Woche, wie zuerst die »Welt am Sonntag« berichtete. Ressortchef Jens Spahn (CDU) sagte der Zeitung, noch warteten viele auf Impftermine. »Aber bereits in ein paar Wochen werden wir voraussichtlich mehr Impfstoff haben als Terminanfragen.« Betriebsärzte in Firmen könnten dann helfen, mit niedrigschwelligen Angeboten zu überzeugen. Dies könne Menschen fürs Impfen gewinnen, die »nicht das Gegenargument suchen, sondern die Gelegenheit«.
Deutscher Botschafter spricht von »herzzerreißenden Szenen« in Coronakrise in Indien
09.45 Uhr: Der deutsche Botschafter in Indien, Walter Lindner, hat von »herzzerreißenden Szenen« im Land angesichts der Coronapandemie gesprochen. »Draußen sind die Krankenhäuser voll, die Leute sterben zum Teil vor den Krankenhäusern und haben keinen Sauerstoff mehr«, sagte Lindner in Neu-Delhi beim Eintreffen der ersten Hilfslieferung aus Deutschland am Samstagabend. Die erste Lieferung durch die Bundeswehr umfasste 120 Beatmungsgeräte, Medikamente sowie Sanitäter.
Die Beatmungsgeräte würden schon am Sonntag durch das Rote Kreuz in den Krankenhäusern verteilt und »können Leben retten«, sagte Lindner. »Es ist höchste, Zeit, dass sie kommen, aber ich bin sehr froh, dass sie da sind.« In den nächsten Tagen soll laut Lindner zudem eine große Sauerstoffproduktionsanlage aus Deutschland eintreffen.
Lindner zufolge ist auch die deutsche Botschaft von der Pandemie betroffen. Von 150 Mitarbeitern hätten sich rund 30 mit dem Coronavirus infiziert. »Es ist schon mühsam, den Betrieb aufrechtzuerhalten«, sagte er. »Es ist eine harte Zeit, aber wir schaffen das schon.«
Indien hat sich in den vergangenen Wochen zum neuen Epizentrum der Pandemie entwickelt. Die Zahl der Coronatoten stieg am Samstag laut Gesundheitsministerium um 3523 auf fast 212.000. Zudem wurde mit 401.993 Corona-Neuinfektionen in 24 Stunden ein neuer weltweiter Höchststand gemeldet.
Die indischen Krankenhäuser sind völlig überlastet. Es fehlt an medizinischem Sauerstoff, Medikamenten und an Ausrüstung. Mittlerweile haben mehr als 40 Länder Hilfslieferungen für Indien angekündigt.
Günther warnt vor zu starken Benachteiligungen für Nichtgeimpfte
09.40 Uhr: Angesichts von ersten Lockerungen bei den Coronaregeln für vollständig Geimpfte hat Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) davor gewarnt, noch nicht geimpfte Bürgerinnen und Bürger zu stark zu benachteiligen. Noch seien 90 Prozent der Deutschen nicht komplett durchgeimpft, »von daher führen zurückgegebene Rechte dann wieder zu neuen Ungerechtigkeiten«, sagte Günther dem »Tagesspiegel am Sonntag«.
Er verwies zugleich darauf, dass zumindest Erleichterungen für Geimpfte schon umgesetzt würden. »Wir haben aber bei den Erstimpfungen ungefähr eine Quote von 25 Prozent, bei den Zweitimpfungen noch deutlich weniger«, sagte Günther.
Lockerungen sind erst bei einem vollen Impfschutz geplant. Dafür sind bei drei von vier zugelassenen Impfstoffen zwei Impfungen notwendig. Günther sagte, es sei richtig, dass es immer weniger Gründe für Einschränkungen gebe, wenn Menschen nicht mehr ansteckend seien und im Prinzip auch das Virus nicht mehr weitergeben könnten.
»Aber man muss auch berücksichtigen, dass ein ganz erheblicher Teil der Bevölkerung noch gar keine Chance hatte, sich impfen zu lassen«, fügte der Ministerpräsident hinzu. »Wir haben alle die Priorisierung für Ältere und Risikopatienten akzeptiert – wir sollten jetzt nicht die Jüngeren wieder zurückstehen lassen. Das wäre auch ungerecht.«
Wahrscheinlich Ende Juni sei die Hälfte aller Bürger einmal geimpft, und Anfang Juni werde die Priorisierung aufgehoben. »Dann ist ein Stadium erreicht, indem wir Geimpften gut begründet Rechte zurückgeben können«, sagte Günther.
Zu viel Bürokratie bei Förderung von Menschen mit Handicap
08.15 Uhr: Wissenschaftler und Verbände beklagen überbordende Bürokratie bei der Förderung und Versorgung von Menschen mit Behinderung. Für betroffene Familien sei es enorm schwierig und viel zu kompliziert, an Hilfen zu kommen, sagte Thorsten Langer, der am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin der Uni-Klinik Freiburg eine Studie zu chronisch kranken Kindern in der Pandemie mitbetreut. »Die Familien bräuchten dringend Erleichterung und Navigationshilfe.« Viele Menschen könnten sich da nicht durchkämpfen, wodurch ihre Kinder am Ende schlechter versorgt würden.
Bundesweit sei über die Jahre der Dschungel der Bürokratie für von Behinderung Betroffene immer undurchdringlicher geworden – »das ist verheerend und ein Skandal«, sagte auch Jutta Pagel-Steidl, Geschäftsführerin des Landesverbandes für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung Baden-Württemberg. »Es behindert schnelle Hilfen und es diskriminiert die Betroffenen zusätzlich.« In Zeiten von Corona gelte das umso mehr. »Es zermürbt die Menschen, viele geben auf«, sagte sie. »Wer nicht kämpfen kann, hat verloren.«
Chile ruft Menschen ab 35 Jahren zur Impfung auf
08.05 Uhr: Chile macht bei der Impfkampagne gegen das Coronavirus weiter Tempo. Innerhalb der kommenden zwei Wochen sollen sich bereits Menschen zwischen 35 und 45 Jahren impfen lassen können, wie Präsident Sebastián Piñera am Samstag ankündigte. Möglich sei dies wegen eines neuen Vertrags über die Lieferung von drei Millionen zusätzlichen Impfdosen des chinesischen Unternehmens Sinovac. »Wir werden unser Impfprogramm so schnell wie möglich auf die jüngeren Generationen ausdehnen, die sich am häufigsten infizieren«, sagte der Staatschef.
Mit rund 35 Prozent liegt Chile bei der vollständig geimpften Bevölkerung weltweit auf einem der vordersten Plätze. In Südamerika ist das die Ausnahme: In Brasilien sind gerade mal 6,4 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft, in Kolumbien 3,1 Prozent und in Argentinien 2,1 Prozent. Chile hat sich frühzeitig Impfstoffe einer ganzen Reihe von Herstellern gesichert. Geimpft wird nach einem recht einfachen Priorisierungsplan ohne komplizierte Terminvergabe – in Gesundheitszentren, Fußballstadien und Impfstraßen.
EU-Kommission fordert Überwachung des Abwassers
07.50 Uhr: Alle EU-Mitgliedstaaten sollten künftig regelmäßig das Abwasser auf Coronaviren untersuchen. »Es ist entscheidend, dass die EU-Länder schnellstmöglich effektive Abwasser-Überwachungssysteme einrichten und sicherstellen, dass die relevanten Daten den zuständigen Gesundheitsbehörden umgehend zur Verfügung gestellt werden«, sagte EU-Umweltkommissar Virginijus Sinkevicius der »Welt am Sonntag«.
»Die Überwachung von Abwasser kann eine kostengünstige, schnelle und verlässliche Quelle für Informationen sein über die Verbreitung des Virus und seinen Varianten in der Bevölkerung«, sagte er. Ein solches Abwasser-Überwachungssystem lasse sich innerhalb von maximal sechs Monaten aufbauen. Mehrere europäische Metropolen wie Barcelona nutzen bereits Stichproben von Abwasser, um Erkenntnisse über die Menge und die Art des Drogenkonsums zu gewinnen.
In Städten und größeren Gemeinden »sollen möglichst zwei Stichproben wöchentlich« genommen werden. Diese sollten dann regelmäßig analysiert werden, »vorzugsweise zweimal im Monat«. Würde das Virus nicht im Abwasser nachgewiesen werden, könne das »ein Hinweis darauf sein, dass die untersuchten Gebiete als mit geringem Risiko behaftet angesehen werden können«, sagte Sinkevicius.
Olaf Scholz ist für Verlängerung des erleichterten Zugangs zum Kurzarbeitergeld
07.40 Uhr: »Der erleichterte Zugang zum Kurzarbeitergeld sollte auf alle Fälle noch einmal bis Jahresende verlängert werden, gegebenenfalls sogar noch länger«, sagte SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz den Zeitungen der Funke Mediengruppe. In der Coronakrise werde die Regierung »so lange helfen, wie es Einschränkungen gibt«.
Wirtschaftlich stehe Deutschland weiterhin sehr gut da, erklärte der Vizekanzler. »Nach dieser Krise wird Deutschland – bezogen auf seine Wirtschaftsleistung – weniger Schulden haben, als sie alle anderen G7-Staaten schon vor der Krise hatten.« Steuersenkungen für Spitzenverdiener lehnte Scholz ab. Doch nehme er Steuersenkungen bei »kleinen, mittleren und auch normalen Einkommen« in den Blick. Dazu müssten diejenigen, die sehr hohe Einkommen hätten, einen Beitrag leisten.
Scholz dringt darauf, die Reihenfolge bei den Corona-Impfungen vorerst beizubehalten. »Wenn wir zu früh die Priorisierung aufgeben, fürchte ich das Windhund-Prinzip«, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe laut Vorabbericht. »Wer gut vernetzt ist und jemanden kennt, der jemanden kennt, hat dann viel bessere Karten als jemand, der weniger gut verdrahtet ist.«
Rechtsanwälte sollten nicht die am schnellsten durchgeimpfte Gruppe sein, fügte er hinzu. Ausdrücklich wandte sich Scholz gegen die Forderung des CSU-Vorsitzenden Markus Söder, Familien bei der Impfung vorzuziehen. Die Priorisierung müsse weiterhin wissenschaftlichen Empfehlungen folgen.
RKI meldet 16.290 Neuinfektionen, Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 146,5
7.30 Uhr: Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 16.290 weitere Corona-Fälle binnen eines Tages gemeldet. Das sind 2483 registrierte Neuinfektionen weniger als am Sonntag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz fiel den sechsten Tag in Folge, und zwar auf 146,5, am Vortrag betrug der Wert 148,6. Das geht aus Zahlen vom Sonntagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.58 Uhr wiedergeben. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich.
110 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus, das sind zehn weniger als vor einer Woche. Insgesamt stieg die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus binnen 24 Stunden auf 83.192. Seit Ausbruch des Virus wurden mehr als 3,41 Millionen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Als genesen gelten laut RKI gut drei Millionen Menschen. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Samstagabend bei 0,93 (Vortag: 0,94).
Die regionalen Unterschiede bei den Corona-Fallzahlen bleiben groß. Thüringen ist mit einer Inzidenz von 217,8 vor Sachsen (208,7) das Bundesland mit dem höchsten Wert. Die beiden Bundesländer sind die einzigen mit einem Inzidenzwert von über 200. Den niedrigsten Inzidenzwert registriert erneut Schleswig-Holstein mit 58,6. Hamburg verzeichnet eine Inzidenz von 91,6 und ist das zweite Bundesland mit einem Wert von unter 100. Knapp über dieser Schwelle liegen Niedersachsen (101,7), Brandenburg (107,7) und Bremen (107,8). Übersteigt die Inzidenz die Marke von 100, sollen Öffnungsschritte zurückgenommen und Kontaktbeschränkungen verschärft werden.
Zahl der Neuinfektionen in Indien sinkt nach Höchststand leicht
07.20 Uhr: In Indien verzeichnet das Gesundheitsministerium 392.488 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind weniger als am Vortag, als das Land erstmals über 400.000 Fälle und damit einen weltweiten Höchstwert registriert hatte.
Insgesamt haben sich mehr als 19,56 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das ist der zweithöchste Wert nach den USA. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus steigt um 3689 auf 215.542. Indien, wo mehr als 1,3 Milliarden Menschen leben, wird seit Ende Februar von einer zweiten Corona-Welle mit mehreren Virus-Varianten heimgesucht.
Geplanter EU-Impfnachweis lässt sich leicht fälschen
03.15 Uhr: Der geplante europäische Corona-Impfnachweis lässt sich einem Medienbericht zufolge problemlos fälschen. Nach Planungen des Gesundheitsministeriums sollen die im gelben Impfpass eingetragenen Impfnachweise umstandslos in Arztpraxen, Impfzentren oder in Apotheken auf den neuen EU-Impfausweis übertragen werden können, wie die »Welt am Sonntag« berichtet. Da dieser Nachweis im gelben Impfpass leicht zu fälschen ist, sei auch das darauf aufbauende neue EU-Zertifikat entsprechend anfällig für Betrug.
Das Bundesgesundheitsministerium räumte gegenüber der Zeitung die Sicherheitslücke ein. Bei der Prüfung der analogen Impfpässe sei »besondere Vorsicht geboten«. Das gelte auch, wenn »die Informationen in einen digitalen Impfpass übertragen werden«, erklärte das Ministerium. Laut Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) soll der digitale Impfpass in der »zweiten Hälfte des zweiten Quartals« einsatzbereit sein.
Die Hackervereinigung Chaos Computer Club (CCC) sieht die Verantwortung für die offene Sicherheitslücke beim Gesundheitsministerium. Beim Eintrag in den gelben Ausweis fehle die Absicherung gegen Fälscher komplett, sagte Sprecher Matthias Marx. »Das hätte man auch besser lösen können – mit Hologrammaufklebern etwa, mit geprägtem Papier, mit Materialien, die sich nicht jeder auf Amazon zusammenklicken kann.«
