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HomeNachrichtenCorona-Ausbruch in Hamburg: Wie der Tod ins Heim am Alsterkanal kam

Corona-Ausbruch in Hamburg: Wie der Tod ins Heim am Alsterkanal kam

Hamburger Seniorenhaus Matthäus: Erste Infektion am Weihnachtstag Icon: vergrößern

Hamburger Seniorenhaus Matthäus: Erste Infektion am Weihnachtstag

Foto: Jörg Müller

Die Alsterkanäle gehören zu Hamburgs besten Adressen, prächtige Villen mit parkähnlichen Gärten säumen die Ufer. An der Kehre zum Rondeelteich liegt das Seniorenhaus Matthäus. Viele Paddler kommen hier vorbei und ­bestaunen den schönen Garten, der so aussieht, als hätten es die alten Menschen dort richtig gut.

Der Eingang liegt zur Straße im schicken Ortsteil Winterhude, dort steht an einem Dienstagnachmittag im Februar Heimleiter Rainer Gropp in der Türschleuse und versucht, Auskunft zu geben zum Corona-­Unglück, das sein Heim ereilt hat. Er trägt FFP2-Maske und einen hellgelben Schutzkittel. Auf einer Pinnwand kleben Fotos von Heimbewohnern mit Teufelshörnchen und lustigen Hütchen, »Ein bisschen Fasching« steht darüber.

So gut es geht, versucht das Pflegeper­sonal, wieder Normalität in das Altenheim zu bringen, das im Dezember wegen eines Corona-Ausbruchs Schlagzeilen machte: 94 der 118 Bewohner waren infiziert, 18 starben, es war einer der gravierendsten Ausbrüche in Hamburg. Mehr als einen Monat lang stand das Haus unter Quarantäne.