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Corona und Bildung: Am Umgang mit den Schulen zeigt sich, was schiefläuft in diesem Land

February 22
11:08 2021
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Foto: Frank May / picture alliance

Vor knapp einem Jahr schloss Deutschland wegen der Corona-Pandemie sämtliche Schulen. Pläne für ein Mindestmaß an Unterricht gab es keine. Das mochte damals noch verzeihlich gewesen sein, die Pandemie erwischte das Land unvorbereitet. Aber dass auch ein Jahr später viel zu wenig unternommen wurde, um die Situation zu verbessern, ist unverzeihlich und offenbart in aller Deutlichkeit die Unfähigkeit des politischen Krisenmanagements.

Beim Umgang mit den Schulen zeigt sich exemplarisch, dass der Staat selbst in einem »systemrelevanten Bereich« nicht in der Lage war, schnell und unbürokratisch zu reagieren. Dass er bestimmte Bevölkerungsgruppen, entgegen allen Sonntagsreden, wonach es nichts Wichtigeres gebe als Bildung, gnadenlos im Stich ließ. Dass er sich zuverlässig in Zuständigkeitswirrwarr verhakte, statt mit einheitlichem Vorgehen Verlässlichkeit zu schaffen. Dass er bestenfalls reagiert, statt Perspektiven zu entwickeln.

Allein die Kommunikation ist eine Zumutung. Im Dezember entschieden Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten noch, die Weihnachtsferien um wenige Tage zu verlängern. Schulen sollten bis Anfang Januar geschlossen bleiben. Im neuen Jahr verschoben sie die Frist nach und nach auf den 14. Februar, um dann zu erklären, man könne sich leider nicht einigen, die Bundesregierung sei ohnehin nicht zuständig.

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