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HomeNachrichtenAndreas Scheuer und der Corona-Nepp aus China: "Elf Millionen Masken, alle Schrott"

Andreas Scheuer und der Corona-Nepp aus China: “Elf Millionen Masken, alle Schrott”

Deutschland hat es bei der Beschaffung von Corona-Schutzmasken schwer – auch CSU-Politiker Andreas Scheuer fiel bei einer Lieferung aus China auf die Nase.

Auf die Frachtmaschine der Lufthansa, die am 7. April um kurz vor 18 Uhr auf dem Münchner Flughafen aufsetzte, wartete eine prominente Menschengruppe. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (beide CSU) und Lufthansa-Chef Carsten Spohr standen auf dem Rollfeld, als Paletten voller Schutzmasken aus dem Bauch der Boeing 777F geladen wurden. "Das ist gute Logistik", jubelte Scheuer: "Auftrag, Entscheidung, Verlässlichkeit – das passt."

Um die Lieferung von acht Millionen medizinischen Masken hatte er sich persönlich gekümmert. Weitere Paletten aus China würden folgen, versprach Scheuer, in Kürze erwarte er auch die hochbegehrten FFP2-Masken mit Filter, die medizinisches Personal vor dem Coronavirus schützen sollen. Von mehreren Hundert Millionen Masken träumte er in der Lokalpresse.

In der Coronakrise sind Masken so begehrt und so rar geworden, dass sich auch fragwürdige Anbieter auf den Weltmärkten tummeln. "Der Markt gleicht inzwischen dem Drogenhandel: Verpackungen sind irreführend, angeblich angebotene Produkte existieren gar nicht", sagt der Beschaffungsexperte einer Kassenärztlichen Vereinigung. Die europäische Polizeibehörde Europol warnt seit Wochen vor gefälschten Produkten.