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Corona-News am Mittwoch: RKI meldet 21.237 Corona-Neuinfektionen und wieder mehr als 1000 Tote

January 06
10:29 2021
Corona-Test in Berlin: Die gemeldeten Infektionszahlen dürften in den kommenden Tagen weiter ansteigen Icon: vergrößern

Corona-Test in Berlin: Die gemeldeten Infektionszahlen dürften in den kommenden Tagen weiter ansteigen

Foto: Jörg Carstensen / dpa

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Polizeigewerkschaft: Einhaltung der 15-Kilometer-Regel schwer zu kontrollieren

8:05 Uhr: Die neuen Einschränkungen der Bewegungsfreiheit in der Corona-Krise sind laut Einschätzung der Deutschen Polizeigewerkschaft allenfalls stichpunktartig kontrollierbar. »Die Polizei kann nur schwerpunktmäßig kontrollieren, nicht flächendeckend«, sagte der Bundesvorsitzende Rainer Wendt in Berlin. Die Menschen hielten sich bereits an viele Regeln. »Aber damit das funktioniert, braucht es auch abschreckende Bußgelder.«

Bund und Länder hatten am Dienstag vereinbart, dass Menschen in Landkreisen, in denen binnen sieben Tagen mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gemeldet wurden, sich ohne triftigen Grund nicht mehr als 15 Kilometer von ihrem Wohnort entfernen dürfen. »Tagestouristische Ausflüge stellen explizit keinen triftigen Grund dar.«

»Mit der Zunahme von Regelungen nimmt die Kontrolldichte ab, weil die Polizei nicht beliebig vermehrbar ist«, so Wendt weiter. Es sei illusorisch zu glauben, dass die Polizei einzelne Städte oder Landkreise auf längere Zeit abriegeln könne. Die Beschränkungen der Bewegungsfreiheit nannte er eine »sehr, sehr freiheitsbeschränkende Maßnahme«.

Tokio meldet Rekord bei Neuinfektionen

07.31 Uhr: In Japans Hauptstadt Tokio ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen erstmals über die Marke von 1500 Fällen gestiegen. Binnen eines Tages wurden 1591 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet, wie die Stadtverwaltung am Mittwoch bekanntgab. Am Donnerstag wollte Japans Regierungschef Yoshihide Suga über die erneute Ausrufung des Ausnahmezustands für den Großraum Tokio entscheiden. Es wird erwartet, dass er voraussichtlich einen Monat dauern wird. Die Vorbereitung für die Olympischen Spiele im Sommer sollen aber fortgesetzt werden, hatte Suga zu Wochenbeginn erklärt.

Japan hatte zuletzt im April vergangenen Jahres für Tokio den Ausnahmezustand aufgerufen, der später auf das ganze Land ausgeweitet und Ende Mai wieder aufgehoben worden war. In jüngster Zeit sind die Infektionszahlen jedoch wieder stark angestiegen, vor allem im Großraum Tokio. Es besteht zunehmend die Sorge vor einer Überlastung des Gesundheitssystems.

US-Fußball-Kapitänin Morgan positiv auf Corona getestet

07.24 Uhr: Fußball-Star Alex Morgan ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies teilte die zweimalige Weltmeisterin am Dienstag selbst bei Twitter mit. »Unglücklicherweise haben meine Familie und ich zum Ende von 2020 herausgefunden, dass wir uns mit Covid-19 angesteckt haben, als wir über die Feiertage in Kalifornien waren«, schrieb die Kapitänin der amerikanischen Nationalmannschaft.

Eigentlich sollte die 31-Jährige beim ersten Lehrgang der US-Auswahl im Januar dabei sein, worauf sie nun verzichten muss. »Wir sind alle guter Dinge und erholen uns gut«, schrieb Morgan weiter. Genaue Angaben zu möglichen Symptomen machte sie nicht. Nach der Isolation wolle Morgan in Übereinstimmung mit den Verbandsregularien wieder in den Spiel- und Trainingsalltag einsteigen.

China sperrt Straßen in Provinz um Peking

06.11 Uhr: Die chinesischen Behörden sperren Straßenabschnitte in der Provinz Hebei, die die Hauptstadt Peking umfasst. Zudem wird ein zentraler Busbahnhof für Langstrecken in der Provinzhauptstadt Shijiazhuang geschlossen. Am Dienstag wurden 20 der 23 neuen, nicht aus dem Ausland eingeschleppten Fälle in China in Hebei nachgewiesen.

Dehoga fordert schnelle Auszahlung der Hilfsgelder

05.51 Uhr: Der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) fordert nach der Ankündigung eines längeren Lockdowns eine schnelle Auszahlung der bereits angekündigten Gelder. »Die zugesagten Hilfen für die Unternehmen für November und Dezember müssen jetzt endlich fließen – und zwar schnell«, sagt Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges der Funke Mediengruppe einem Vorabbericht zufolge. »Viele Betriebe haben bislang noch keinen Cent erhalten, noch nicht einmal Abschlagszahlungen.«

Ärztekammer-Präsident begrüßt Einschränkung des Bewegungsradius

05.48 Uhr: Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hat die Einschränkung des Bewegungsradius an Orten mit vielen Corona-Neuinfektionen als »sinnvolle Vorsichtsmaßnahme« bezeichnet. »Wir müssen die Infektionsdynamik verringern, um unser Gesundheitswesen vor Überlastung zu schützen«, sagte Reinhardt der Nachrichtenagentur dpa in Berlin.

Die Versorgung in den deutschen Kliniken und Praxen müsse voll aufrechterhalten werden. Das sei nicht nur für die vielen schwer an Covid-19 erkrankten Menschen essenziell – »sondern auch für alle anderen behandlungsbedürftigen Patientinnen und Patienten in Deutschland«, so Reinhardt.

USA melden fast 4000 Corona-Tote binnen eines Tages

04.06 Uhr: In den Vereinigten Staaten sind binnen eines Tages so viele Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben wie noch nie seit Beginn der Pandemie.

Wie die Johns-Hopkins-Universität mitteilte, wurden binnen 24 Stunden weitere 3936 Verstorbene gezählt. Der vorherige Höchststand hatte bei 3920 Toten gelegen und war sechs Tage zuvor registriert worden.

Die USA sind von den absoluten Zahlen her das mit Abstand am stärksten von der Pandemie betroffene Land der Welt. Seit Beginn der Pandemie starben 357.067 Menschen an oder mit einer Infektion, die Gesamtzahl der registrierten Fälle liegt inzwischen bei mehr als 21 Millionen, zuletzt kamen täglich rund 250.000 neue hinzu.

Derzeit sind besonders der Westen und Süden des Landes betroffen. In der kalifornischen Millionenmetropole Los Angeles wurden Mitarbeiter von Rettungsdiensten zuletzt angewiesen, Patienten mit sehr niedrigen Überlebenschancen nicht mehr in die Krankenhäuser zu bringen. Die dortigen Kliniken sind wegen der hohen Zahl von Corona-Patienten völlig überlastet.

Städte- und Gemeindebund bezweifelt Umsetzbarkeit von eingeschränktem Bewegungsradius

02.06 Uhr: Beim Deutschen Städte- und Gemeindebund ist man skeptisch, ob der geplante eingeschränkte Bewegungsradius für Menschen aus Corona-Hotspots in der Realität umsetzbar ist. »Klar ist, dass in Gebieten mit sehr hohen Inzidenzen zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden müssen«, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der »Rheinischen Post«.

Ein solch eingeschränkter Bewegungsradius sei allerdings kaum kontrollierbar und es sei fraglich, ob er letztlich durch die vielen Ausnahmen Wirkung entfalten werde, sagte Landsberg.

Bund und Länder hatten am Dienstag unter anderem vereinbart, dass Menschen in Landkreisen, in denen binnen sieben Tagen mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gemeldet wurden, sich ohne triftigen Grund nicht mehr als 15 Kilometer von ihrem Wohnort entfernen dürfen.

Generell halte der Städte- und Gemeindebund die Verlängerung des Shutdowns für eine richtige Entscheidung, sagte Landsberg. »Das ist für die Menschen und die Wirtschaft zwar hart, aber im Hinblick auf die nach wie vor viel zu hohen Infektionszahlen und die starke Beanspruchung des Gesundheitswesens leider unvermeidbar«, sagte er.

Grammy-Verleihung in den März verschoben

01 Uhr: Die Verleihung der Grammy-Musikpreise ist wegen der Corona-Pandemie verschoben worden. Die Grammy-Akademie setzte in einer aktualisierten Fassung des Terminkalenders auf ihrer Website die Gala jetzt für den 21. März an. Bislang war sie für den 31. Januar geplant.

Wegen der Corona-Pandemie hatte die Grammy-Akademie vor der jetzigen Verschiebung noch angekündigt, die Gala größtenteils virtuell abhalten zu wollen. Die Grammys sind die begehrtesten Musikpreise der Welt.

Der US-Bundesstaat Kalifornien, in dessen Metropole Los Angeles die Preisverleihung stattfinden sollte, ist eine der am heftigsten von dem Coronavirus betroffenen Regionen der USA.

Senegal verhängt Ausnahmezustand und nächtliche Ausgangssperre

0.45 Uhr: Auch im Westen Afrikas bringt die rasche Ausbreitung des Coronavirus Einschränkungen des öffentlichen Lebens mit sich. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, hat der Senegal wegen massiv steigender Infektionszahlen nun den Ausnahmezustand ausgerufen. Zur Weihnachtszeit waren in dem Land Rekordwerte sowohl bei der Zahl der Neuinfektionen als auch bei den Todesopfern vermeldet worden.

Von Mittwoch an soll nun unter anderem in der Hauptstadtregion Dakar eine nächtliche Ausgangssperre gelten, das Maskentragen ist überall Pflicht, größere Versammlungen werden verboten.

Mit bislang 19.964 gemeldeten Corona-Fällen und 428 Toten bei rund 16 Millionen Einwohnern sind der Senegal und andere westafrikanische Staaten bislang relativ glimpflich durch die Pandemie gekommen. Wissenschaftler führen dies laut Reuters unter anderem auf die vergleichsweise jungen Bevölkerungen und die zügigen Eindämmungsmaßnahmen der Regierungen zurück.

WHO-Chef ruft wegen Virus-Mutation zu vermehrten Proben auf

0.35 Uhr: Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigt sich angesichts der weltweiten Corona-Lage besorgt. »Die Fallzahlen sind in einigen Ländern so hoch, dass die Auslastung von Krankenhäusern und Intensivstationen ein gefährliches Niveau erreicht«, sagte Tedros Adhanom Ghebreyesus.

»Die neuen Mutationen, die noch ansteckender sind, verschlimmern die Lage weiter.« Kontakte müssten so weit wie möglich reduziert und Menschen in Quarantäne unterstützt werden. Er appellierte an die Länder, mehr Corona-Tests zu machen und Virusproben zu analysieren, um zu sehen, ob Infizierte die neuen Virusvarianten in sich tragen.

Gut sei, dass bereits in mehr als 30 Ländern geimpft werde, sagte Tedros. Nun müsse die internationale Gemeinschaft neue Standards für den Zugang zu Impfstoffen setzen. Viele Länder mit niedrigen und mittleren Einkommen rechnen frühestens im Frühling mit den ersten Impfdosen.

Tedros appellierte an die reicheren Länder, die sich Impfstoff gesichert haben, solidarisch zu sein. »Es ist im Eigeninteresse der Länder, Impf-Nationalismus eine Absage zu erteilen«, sagte Tedros. »Im moralischen, wirtschaftlichen, sozialen Interesse und im Interesse der globalen Sicherheit müssen wir gemeinsam handeln, um eine gerechte Verteilung zu erreichen.«

Icon: Der Spiegel

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