Corona-Impfstoff: Deutschland und die EU haben zu wenig bestellt
Icon: vergrößernGesundheitsminister Spahn: Sein Optimismus ist bislang nicht von der Realität gedeckt
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So sehen Bilder der Hoffnung aus: Krankenschwestern, die geimpft werden, Paletten von verpackten Vakzinen, die mit Sonderflügen verteilt werden. Bürgermeister, die über »den Anfang vom Ende der Pandemie« jubeln. Ein Präsident, der sein Land auf bessere Zeiten einstimmt.
Die Bilder kommen aus den USA.
In Deutschland hingegen: verödete Einkaufsstraßen, verriegelte Restaurants und eine Regierung, die ihre Bevölkerung auf lange, dunkle Tage einstimmt.
Der Kontrast ist unübersehbar. Auf der einen Seite die vermeintlich unfähige Trump-Regierung, die allein in den kommenden zwei bis drei Wochen 20 Millionen Amerikaner mit Impfstoff versorgen wird. Bis Ende März sollen gut hundert Millionen Amerikaner zweimal geimpft sein.
Auf der anderen Seite die vermeintlich gut vorbereiteten Europäer, die weiter auf die in Deutschland entwickelte Vakzine warten. Und nicht genau wissen, wie viel Impfstoff sie in den kommenden Monaten bekommen werden.
Zu Beginn, das hat der Gesundheitsminister angekündigt, werden es wohl nur 400.000 Impfdosen für Deutschland sein, dann zwischen 11 und 13 Millionen bis März. Ein Bruchteil dessen, was die Amerikaner bekommen.

