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US-Wahl 2020: Joe Biden liegt in Arizona und Nevada deutlich vorn

November 06
23:17 2020
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Joe Biden

Foto: LOGAN CYRUS/ AFP

Für den Demokraten Joe Biden steigen die Chancen auf einen Sieg in den US-Bundesstaaten Arizona und Nevada. Damit würde ihm der Einzug ins Weiße Haus gelingen, weil er eine Mehrheit von 270 Wahlleuten für sich reklamieren könnte. Arizona stellt in dem Gremium, das schlussendlich den US-Präsidenten wählt, elf Wahlleute, Nevada sechs.

In Arizona führte Biden laut TV-Sender CNN am Abend mit etwa 43.000 Stimmen vor Amtsinhaber Donald Trump, ein Plus von 1,4 Prozentpunkten. Es seien 93 Prozent aller Stimmen ausgezählt. In Nevada betrug Bidens Vorsprung gut 20.000 Stimmen, ein Plus von 1,6 Prozentpunkten. In dem Wüstenstaat waren demnach 92 Prozent der Stimmen ausgezählt.

Auch in den Bundesstaaten Pennsylvania, Georgia und North Carolina ist die Auszählung noch nicht beendet. Nur in North Carolina liegt Trump vorn. In Georgia dürfte es eine Neuauszählung geben, weil das Rennen dort äußerst knapp ist.

In Pennsylvania hatte Trump zunächst geführt, am Freitag überholte ihn jedoch Biden. Seither steigt der Vorsprung des Herausforderers auf zuletzt gut 13.000 Stimmen, er ist aber immer noch knapp. Schon mit einem Sieg allein in Pennsylvania, das 20 Wahlleute entsendet, wäre Biden neu gewählter US-Präsident.

Das Wahlkampfteam von Trump warnte davor, Biden bereits jetzt zum Sieger auszurufen. "Diese Wahl ist nicht vorbei", erklärte der Anwalt Matt Morgan. "Die falsche Prognose eines Sieges von Joe Biden basiert auf Ergebnissen aus vier Bundesstaaten, die noch lange nicht endgültig sind." Tatsächlich hat noch kein großer US-Sender Biden zum Wahlsieger erklärt.

Biden-Sprecher Andrew Bates sagte auf die Frage, was passiere, falls Trump verliere und das Weiße Haus trotzdem nicht verlasse: Die US-Regierung sei "absolut in der Lage, Unbefugte aus dem Weißen Haus zu eskortieren". Das amerikanische Volk werde diese Wahl entscheiden.

Trump hatte schon in der Wahlnacht einen Sieg für sich in Anspruch genommen und ohne jeden Beleg angeblichen Wahlbetrug seiner Gegner angeprangert. Kritiker befürchten, dass er sich mit aller Macht an das Weiße Haus klammern könnte.

Icon: Der Spiegel

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