Donald Trump und seine Corona-Infektion: Alle News im Update
Icon: vergrößernDonald Trump vor dem Walter-Reed-Krankenhaus
Foto: ALEX EDELMAN / AFP
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Nancy Pelosi wird nicht über Trumps Gesundheitszustand informiert
05.50 Uhr: Die Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, wird nach eigenen Angaben nicht laufend über den Gesundheitszustand von Donald Trump informiert. "Wir erhalten Informationen wie alle anderen auch – in den Medien", sagte Pelosi dem Sender CBS.
Die Demokratin Pelosi wäre bei einem Ausfall Trumps nach dem Vizepräsidenten Mike Pence die nächste, die laut US-Verfassung die Regierungsgeschäfte übernehmen müsste.
Pelosi war am Freitag selbst negativ auf das Coronavirus getestet worden. Sie bete für "eine gute Gesundheit" und "schnelle Genesung" Trumps, sagte Pelosi. Gleichzeitig hoffe sie, die Covid-19-Erkrankung des Präsidenten werde "ein Signal, dass wir bei der Eindämmung des Virus besser werden müssen".
Weißes Haus verspricht Transparenz
04.50 Uhr: Nach widersprüchlichen Angaben zum Gesundheitszustand des US-Präsidenten hat das Weiße Haus Transparenz zugesagt. "Das ist eine dynamische Lage, wie Sie wissen. Wir bemühen uns, so transparent wie möglich für die amerikanische Öffentlichkeit zu sein", sagte Sprecherin Alyssa Farah am Sonntag (Ortszeit) dem Sender Fox News.
Trumps Leibarzt Sean Conley und sein Ärzteteam hatten am Samstag vor Journalisten ein rosiges Bild vom Zustand des 74-Jährigen gezeichnet. Wenige Minuten nach der Pressekonferenz erfuhren Reporter von einer anonymen Quelle, dass die Werte des Präsidenten in den vergangenen 24 Stunden "sehr besorgniserregend" gewesen seien und die nächsten 48 Stunden entscheidend sein würden.
Farah sagte, das Weiße Haus habe die Informationen der Ärzte ergänzen wollen, damit die Öffentlichkeit alle Fakten kenne. Conley habe am Samstag ein "akkurates Update" zu Trumps Zustand gegeben.
Arzt kritisiert Trumps kurze Autofahrt
03.20 Uhr: An dem überraschenden Auftritt Donald Trumps in einem Wagen vor dem Walter-Reed-Krankenhaus regt sich Kritik. "Jede einzelne Person in dem Fahrzeug während dieser völlig unnötigen Präsidenten-Vorbeifahrt muss jetzt für 14 Tage in Quarantäne", schrieb der Arzt James P. Phillips, der nach eigenen Angaben auch am Reed-Krankenhaus behandelt.
"Sie könnten krank werden. Sie könnten sterben. Für politisches Theater", schrieb Phillips. Dass das Fahrzeug des Präsidenten nicht nur kugelsicher, sondern auch gegen Chemieangriffe luftdicht abgeriegelt sei, erhöhe die Ansteckungsgefahr für die Insassen, so der Arzt. "Die Unverantwortlichkeit ist erstaunlich."
Der Demokrat Brian Schatz, Senator für Hawaii, schrieb ebenfalls auf Twitter, er bete für die Gesundheit von Trumps Sicherheitsbediensteten. Sie wüssten um die Gefahr, die ihr Beruf mit sich bringe. "Sie sollten jedoch nicht darüber nachdenken müssen, dass die Gefahr von ihrem Schützling ausgeht", schrieb Schatz.
Biden erneut negativ getestet
01.45 Uhr: Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden ist erneut negativ auf das Coronavirus getestet worden. Biden war zuletzt am Freitag zwei Mal negativ auf Sars-CoV-2 getestet worden, der erneute Test am Sonntag war damals bereits angekündigt worden.
Am Samstag (Ortszeit) hatte der Sprecher von Bidens Wahlkampfteam, Andrew Bates, gesagt, der 77-Jährige werde regelmäßig getestet und werde das Ergebnis eines jeden Tests publik machen.
Biden hatte am Dienstag bei einem TV-Duell vor der Präsidentenwahl auf einer Bühne mit Donald Trump gestanden.
Trump: "Habe viel über Covid gelernt"
01.00 Uhr: Donald Trump hat sich in erneut in einer Videobotschaft aus dem Walter-Reed-Krankenhaus gemeldet. Neben Dank für das Klinikpersonal und dessen Arbeit kündigte der US-Präsident zudem einen "Überraschungsbesuch" für seine Unterstützer an. Kurz darauf zeigte sich Trump dann tatsächlich mit mehreren Begleitern in einem gepanzerten Wagen vor der Klinik und winkte seinen jubelnden Fans zu.
Seinen bisherigen Krankheitsverlauf bezeichnete der Präsident in dem Twitter-Video als "interessante Reise". "Ich habe viel über Covid gelernt", sagte Trump. "Ich habe es gelernt, indem ich wirklich zur Schule gegangen bin. Dies ist die echte Schule, dies ist nicht 'Lasst-uns-die-Bücher-lesen-Schule'". Er habe sie verstanden und sie sei eine sehr interessante Sache, sagte Trump mit Bezug auf die Krankheit. Er wolle seine Unterstützer bald mehr darüber wissen lassen.
Umfrage sieht Biden nach Trumps Erkrankung deutlich vorne
0.30 Uhr: Einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters und des Marktforschungsunternehmens Ipsos zufolge liegt der demokratische Kandidat Joe Biden im Rennen um das US-Präsidentenamt noch deutlicher vor Amtsinhaber Trump als noch vor ein paar Tagen.
Nach Trumps Covid-19-Erkrankung lag Biden demnach auf nationaler Ebene zehn Prozentpunkte vor Trump. Das ist eine Zunahme von ein bis zwei Punkten zu den Erhebungen der Vorwoche, die allerdings eine Ungenauigkeit von fünf Punkten haben.
Zwei Drittel der Amerikaner denken der Umfrage zufolge, dass Trump sich nicht mit dem Coronavirus infiziert hätte, wenn er es ernster genommen hätte. Auch zur Glaubwürdigkeit des Präsidenten wurden Daten erhoben: Etwa ein Drittel – 34 Prozent – der Befragten geht davon aus, dass Trump zum Coronavirus die Wahrheit sagt, 55 Prozent sind nicht dieser Meinung, elf Prozent sind sich unsicher.
Icon: Der Spiegel

