Karl-Theodor zu Guttenberg: Wirtschaftshistoriker äußert Zweifel an neuer Doktorarbeit
Icon: vergrößernDarf sich dank seiner zweiten Dissertation jetzt wieder Doktor nennen: Karl-Theodor zu Guttenberg
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Angelika Warmuth / DPA
Nun darf sich Karl-Theodor zu Guttenberg wieder Doktor nennen: neun Jahre nach der Plagiatsaffäre, die ihn den Dr. kostete – und sein Amt als Bundesverteidigungsminister.
Die Universität Southampton hat dem 49-Jährigen einen Doktortitel verliehen: für seine Dissertation namens "Agents, Bills, and Correspondents through the Ages: An Analytical Reconsideration of the Nature, Scope, and Significance of Correspondent Banking and its Application in Historical Precedence and Selected Case Studies".
Die wirtschaftshistorische Arbeit beschäftigt sich mit der Geschichte von Korrespondenzbanken. Plagiate hat diesmal noch niemand entdeckt. Und zu Guttenbergs Doktorvater, der Ökonom Richard Werner, schwelgt in Lob. "Es ist eine wirklich gut recherchierte wissenschaftliche Arbeit", sagte der gebürtige Bayer Werner der ZEIT, "die eine bemerkenswerte Anzahl von neuen Beiträgen leistet."
Markus A. Denzel hat nach der Lektüre von zu Guttenbergs Werk daran seine Zweifel. Denzel kennt sich mit der sperrigen Materie aus. Er ist seit 18 Jahren Professor für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte an der Universität Leipzig. Die Geschichte des internationalen Zahlungsverkehrs ist einer seiner Forschungsschwerpunkte. Zu Guttenberg hat Denzels Werke mehrmals in seiner Arbeit zitiert.

