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Rede auf Parteitag erwartet: Harris verspricht “Präsidentin aller Amerikaner zu sein”

August 23
06:16 2024

US-Wahl 2024

Kamala Harris will als Präsidentin die spaltenden Kämpfe im Land hinter sich lassen.

Kamala Harris will als Präsidentin die spaltenden Kämpfe im Land hinter sich lassen.

In den landesweiten Umfragen liegt sie knapp vor ihrem Widersacher. Doch Kamala Harris weiß, dass sie nach der Anfangs-Euphorie nun Inhalte liefern muss. Auf dem Parteitag der Demokraten verspricht sie, eine Präsidentin zu sein, "die führt und zuhört".

US-Vizepräsidentin Kamala Harris hat ihre Nominierung als Präsidentschaftskandidatin der Demokraten offiziell angenommen. Sie kämpfe für einen "neuen Weg voran" und wolle die "Präsidentin aller Amerikaner" werden, sagte die 59-Jährige in ihrer Rede beim Parteitag in Chicago. Harris war bereits Anfang August in einer elektronischen Abstimmung ihrer Partei offiziell nominiert worden, das Votum wurde am Dienstag in einer zeremoniellen Abstimmung des Parteitags bestätigt.

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"Ich weiß, dass heute Abend Menschen mit unterschiedlichen Ansichten zuschauen. Und ich möchte, dass Ihr wisst: Ich verspreche, Präsidentin aller Amerikaner zu sein", sagte sie. "Mit dieser Wahl bietet sich unserer Nation eine wertvolle, flüchtige Chance, die Verbitterung, den Zynismus und die spaltenden Kämpfe der Vergangenheit hinter sich zu lassen", hieß es weiter im Redetext der Präsidentschaftskandidatin. Das Land habe die Chance, einen neuen Weg nach vorn zu beschreiten, "nicht als Mitglieder einer bestimmten Partei oder Fraktion, sondern als Amerikaner".

Sie wolle eine Präsidentin sein, "die führt und zuhört, die realistisch ist, praktisch, und gesunden Menschenverstand hat". Sie werde immer für das amerikanische Volk kämpfen. Zu dem republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump sagte sie, der Ex-Präsident sei "kein ernsthafter Mann". "Aber die Folgen einer Rückkehr von Donald Trump ins Weiße Haus wären äußerst ernst." Und weiter: "Denken Sie an die Macht, die er haben wird – vor allem, nachdem der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten gerade entschieden hat, dass er vor Strafverfolgung geschützt ist."

Trump hatte Anfang Juli vor dem Supreme Court einen bedeutsamen Teilsieg errungen. In der Frage, ob Ex-Präsidenten vor Strafverfolgung geschützt sind, entschied das Gericht in Washington, dass dies zumindest für offizielle Amtshandlungen gilt.

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Wähler brauchen die "Kamala-Agenda"

Harris ist erst spät ins Rennen um das Weiße Haus eingestiegen. Erst im Juli hatte US-Präsident Joe Biden nach wochenlanger heftiger Debatte über seine geistige Fitness für das Amt auf seine Kandidatur verzichtet und für Harris als seine Nachrückerin plädiert. Sie wurde von den US-Demokraten dann Anfang August in einem elektronischen Votum als Präsidentschaftskandidatin nominiert.

Bei dem am Montag begonnenen Parteitag in Chicago wurde ihre Nominierung feierlich bestätigt. Mit Spannung wurden auch programmatische Äußerungen von ihr erwartet. "Die Wählerinnen und Wähler haben bereits die Kamala-Schwingungen. Nun brauchen sie die Kamala-Agenda", sagte der Politikwissenschaftler Larry Sabato von der University of Virginia.

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Harris' Kandidatur hat großen Enthusiasmus in der Partei entfacht. In den Umfragen liegt sie US-weit leicht vorn, allerdings wird die Wahl am 5. November nicht durch die landesweiten Stimmenanteile entschieden, sondern durch die Ergebnisse in den einzelnen Bundesstaaten. Die Tochter einer Inderin und eines Jamaikaners wäre die erste Frau, Afroamerikanerin und der erste Mensch mit asiatischen Wurzeln im US-Präsidentenamt.

Harris' Rede in Chicago ist der Höhepunkt des Parteitags. In den vergangenen Tagen hatten jeweils mehr als 20 Millionen Zuschauer die Auftritte in Chicago vor den Fernsehbildschirmen verfolgt. Am Mittwoch (Ortszeit) hatte ihr Vizepräsident-Kandidat Tim Walz seine Nominierung offiziell angenommen und vor einer begeisterten Menge zu einer unermüdlichen Mobilisierung für Harris' Wahlerfolg im November aufgerufen.

Quelle: ntv.de, fzö/AFP/dpa

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