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Nur noch Galeria: Firmennamen Karstadt und Kaufhof sind Geschichte

August 01
05:58 2024

Wirtschaft

Karstadt heißt jetzt Galeria, Kaufhoch auch.

Karstadt heißt jetzt Galeria, Kaufhoch auch.

Jahrzehntelang prägen die Warenhäuser von Karstadt und Kaufhof die deutschen Innenstädte. Von 171 Filialen im Jahr 2020 werden sehr bald aber nicht einmal mehr die Hälfte übrig sein. Die Firmennamen verschwinden schon jetzt komplett.

Deutschlands letzter großer Warenhauskonzern hat Karstadt und Kaufhof aus seinem Firmennamen gestrichen. Mit Wirkung zum 1. August hat das Essener Amtsgericht das im Januar begonnene Insolvenzverfahren aufgehoben. Damit wird dem angeschlagenen Unternehmen der Neustart ermöglicht.

Die Firma heißt ab sofort nur noch Galeria statt wie bisher Galeria Karstadt Kaufhof. Der dreiteilige Firmenname war das Ergebnis der 2018 eingeleiteten Fusion der einstigen Rivalen Kaufhof und Karstadt gewesen. Nun verschwinden beide aus dem Firmennamen.

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Bereits Ende Mai hatten die Gläubiger dem Insolvenzplan zugestimmt und den Weg für die Sanierung und die Rettung des Handelsriesen freigemacht. Ebenfalls mit Wirkung zum 1. August hat das Unternehmen neue Eigentümer. Die US-Investmentgesellschaft NRDC und eine Beteiligungsfirma des Unternehmers Bernd Beetz haben nun das Sagen bei der Galeria S.à r.l. & Co. KG, wie der neue Firmenname lautet. S.à r.l ist ein französisches Kürzel, das für die Rechtsform "Société à responsabilité limitée" steht, also Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Der Galeria-Mutterkonzern Naboo Holdings S.à r.l. hat seinen Sitz in Luxemburg.

Noch hat Galeria 92 Filialen in Deutschland, bis Anfang September soll diese Zahl aber auf 83 sinken. Noch vor vier Jahren waren es mit 171 mehr als doppelt so viele. Künftig wird das Unternehmen bundesweit rund 12.000 Beschäftige haben. Galeria-Chef Olivier Van den Bossche gibt sich zuversichtlich, dass sein Unternehmen eine gute Zukunft vor sich hat. Er setzt darauf, sich auf die Kernkompetenz als Warenhaus zu konzentrieren, von den Galeria-Reisebüros hat sich die Firma getrennt. Die verbliebenen Filialen sollen modernisiert werden, "um eine attraktive Einkaufsatmosphäre und ein ideales Einkaufserlebnis zu bieten", wie es Van den Bossche formuliert.

Quelle: ntv.de, ino/dpa

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