Tesla fordert Asiens Batteriekonzerne heraus: Wer siegt im Wettlauf zum Super-Akku?
Icon: vergrößernTesla-Techniker in der Gigafactory in Reno mit einer Batterie für das Model 3
Foto: Benjamin Spillman / The Reno Gazette-Journal / AP / picture alliance / AP
Für Tesla-Chef Elon Musk dürfen Visionen immer gern etwas größer sein. Als der Unternehmer am Dienstag dieser Woche seinen mit Spannung erwarteten "Battery Day" startete, zeigte er zunächst ein Foto von San Francisco im roten Licht der Brände von Anfang September, gefolgt von der steil ansteigenden Fieberkurve des Planeten.
Der Unternehmer redete von der Rettung der Welt. Und Musk hatte auch schon die Lösung parat, wie das gehen soll: mit Batterien.
"Grob gesagt brauchen wir 20 bis 25 Terawattstunden Batterieproduktion pro Jahr für die nächsten 15 bis 25 Jahre, um den Übergang der Welt zu erneuerbaren Energien zu schaffen", rechnete er vor. Das ist mehr als 100-mal so viel Produktionskapazität wie heute. Wer die Technologie dafür entwickeln wird? Na, wer schon! Musk.
"Wir versuchen, jeden Aspekt der Batterieproduktion neu zu erfinden, vom Abbau der Erze bis zum fertigen Akku", ließ der Elektrovisionär sein Publikum wissen. Die Pläne präsentierte er an Teslas Fabrikstandort im kalifornischen Fremont zusammen mit seinem Chefingenieur Drew Baglino. Musk und Baglino kamen im schwarzen Partnerlook und sprachen Corona-bedingt im Freien vor nur rund 200 ausgewählten Tesla-Aktionären, die in ihren Autos sitzen blieben. Während sich das Duo auf der Bühne aufführte, wie Pennäler bei Jugend forscht, quittierten die Tesla-Fans Musks Ankündigungen mit zustimmendem Hupen.

