Kurz nach Flixbus-Unfall: Weiterer Reisebus auf A44 umgekippt
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Unfallstelle bei Werl: Rettungskräfte sichern den Bus mit Gurten.
In der Nacht zum Karfreitag gerät eine Busreise für 60 Fahrgäste zum Albtraum. Auf der A44 bei Werl kommt der Doppeldecker von der Fahrbahn ab und kippt um. Ähnliches passierte am Mittwochmorgen bereits mit einem Flixbus.
Ein Reisebus mit rund 60 Fahrgästen ist auf der Autobahn 44 in Nordrhein-Westfalen von der Fahrbahn abgekommen und auf die Seite gestürzt. Es handele sich nach bisherigen Kenntnissen um einen Unfall ohne Beteiligung weiterer Fahrzeuge, die Ursache sei noch unklar, teilte die Polizei in der Nacht mit. Ob es bei dem Unglück nahe Werl Verletzte gab, war zunächst unklar. Die A44 wurde von den Ausfahrten Unna Ost bis Werl in Fahrtrichtung Kassel voll gesperrt. Neben der Feuerwehr war auch ein Rettungshubschrauber im Einsatz.
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Laut einem Bericht der "Ruhrnachrichten" soll es mehrere Verletzte geben, aber keine Toten. Bilder vom Unfallort zeigten einen Doppeldeckerbus mit Cloppenburger Kennzeichen, der von einem Großaufgebot der Feuerwehr mit Gurten gesichert wurde. Ein Reporter berichtete, dass der Bus von der Fahrbahn abgekommen sei, die Leitplanke gestreift habe und nun auf der Beifahrerseite im Straßengrabe liege. Der Unfall habe sich kurz nach 23 Uhr in Fahrtrichtung Kassel etwa zwei Kilometer vor der Raststätte "Am Haarstrang" ereignet, hieß es in dem Bericht weiter. An der Unfallstelle habe es keine Bäume gegeben, sondern nur Gestrüpp und Buschwerk, berichtete ein Reporter der Zeitung.
Flixbus verunglückt – vier Tote
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Bereits am Mittwochmorgen hatte es einen schweren Busunfall gegeben: Ein Doppelstockbus des Anbieters Flixbus, der von Berlin nach Zürich fahren sollte, war gegen neun Uhr auf der A9 in Fahrtrichtung München von der Fahrbahn abgekommen und in einer Böschung auf die Seite gekippt. In dem Bus befanden sich nach Polizeiangaben 52 Fahrgäste und zwei Fahrer. Vier Fahrgäste starben, sechs Insassen erlitten schwere Verletzungen. Der Busfahrer beziehungsweise Ersatzbusfahrer, ein 62-jähriger Tscheche und ein 53-jähriger Slowake, wurden ebenfalls verletzt. Gegen den 62-jährigen Fahrer wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt.
Eine Mitreisende, die mit ihren drei Kindern an Bord des Busses war, berichtete, schon der Start in Berlin sei holprig gewesen, weil sich der Busfahrer verfahren habe und eine Vollbremsung einlegen musste. Immer wieder habe er außerdem auf der Fahrt mit seinem Kollegen lautstark diskutiert, sagte Sadaf Bahadury der "Leipziger Volkszeitung". Bahadury und ihre vier, sechs und neun Jahre alten Kinder wurden nur leicht verletzt. "Wir waren alle angeschnallt, vielleicht war das unser Glück", sagte sie.
Quelle: ntv.de, mau/dpa

