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Russland: Warum Putins Öl und Gas immer noch nach Europa fließen – Podcast

September 18
02:36 2023

Wladimir Putin freut sich.

Mit seinem typischen, leicht furchterregend wirkenden Lächeln weiht der Kremlchef eine russische LNG-Anlage auf der Gydan-Halbinsel in Nordsibirien ein.

Putin freut sich nicht über die Aufmerksamkeit oder weil er den großen schwarz-roten Schalter bedienen darf und dann die Werkssirene ertönt. Putin freut sich, weil er sein Energie-Imperium weiter ausbauen darf. »Projekte der LNG-Produktion sind wichtig, denn sie haben vielfältige Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft«, betont er bei der Eröffnung. »Sie verschaffen uns einen Teil – einen dringend notwendigen Teil – des weltweiten LNG-Marktes.«

Trotz aller Sanktionen läuft Russlands Ölverkauf wieder geschmeidig. Weil der im vergangenen Herbst von den G7-Staaten installierte Preisdeckel für russisches Rohöl undicht ist . Der Höchstpreis von 60 Dollar pro Barrel sollte Russlands Gewinne begrenzen und zugleich dafür sorgen, dass der Rohstoff in den Weltmarkt fließt. Denn ganz ohne russische Brennstoffe geht es nicht.

Tatsächlich aber steigen Russlands Gewinne aus dem Ölgeschäft wieder. Das gilt auch für den Verkauf von russischem LNG. Bester Kunde für das verflüssigte Erdgas aus Putins Reich: Europa. Und auch russisches Öl gelangt trotz Embargo über Umwege immer noch zu uns.

Wie kann es sein, dass grundsätzlich gut geplante Sanktionen nicht greifen? Was kann man tun, um Russlands Rohstoffgewinne wirksamer zu begrenzen? Und wie wurde Belgien ohne eigene Gasförderung einer der größten Gaslieferanten für Deutschland? Darüber sprechen die SPIEGEL-Wirtschaftsjournalisten Benjamin Bidder und Claus Hecking in unserem Podcast »Acht Milliarden«.

Die aktuelle Folge hören Sie hier:

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