Icon: vergrößernCorona-Teststäbchen: Schon zu Beginn der Coronakrise gab es Berichte über mögliche Reinfektionen
Foto: Sven Hoppe/ DPA
Was er zu erzählen habe, schreibt Bernd Peters* in einer E-Mail an den SPIEGEL, sei eine Corona-Geschichte "der etwas anderen Art". Es ist kein Lamento über die lästige Maskenpflicht, einen geplatzten Urlaub wegen Reisebeschränkung oder behäbige Arztpraxen, die einen Coronatest verweigern. Bernd Peters möchte von einer Heimsuchung berichten und bittet um Rückruf. Als der 62-Jährige weniger Tage später in seiner Wohnung in der Nähe von Schweinfurt ans Telefon geht, muss er Atem holen. Was er erzählt, hat es in sich.
Es ist Mitte März, als das Coronavirus in sein Leben trat und schnell mit voller Härte zuschlug, erzählt Peters. "16. März Corona positiv bei meiner Mutter und meiner Frau", liest er vor und blättert in den Krankenakten der Familie, die inzwischen einen ganzen Ordner füllen. "19. März, Test bei mir, Ergebnis positiv." Zwei Wochen später war Peters Mutter tot, und seine Frau lag im künstlichen Koma, ganz gesund ist sie bis heute nicht. Peters selbst entwickelte nur leichte Symptome.
