Donald-Trump-Verbündeter Joe Arpaio: Die Rückkehr des härtesten Sheriffs der Welt
Icon: vergrößernJoe Arpaio in seinem Büro in Arizona
Foto: Adriana Zehbrauskas/ DER SPIEGEL
So wie Joe Arpaio die Dinge sieht, läuft gerade eine Menge schief in seinem Land. Die gewaltsamen Demonstrationen, die täglichen Plünderungen. Cops, die festgenommen werden, weil sie ihren Job machen. "Wir sind in echten Schwierigkeiten", sagt er.
Arpaio sitzt in seinem Büro im Wüstenstädtchen Fountain Hills, rund 50 Kilometer von Phoenix entfernt. Wände und Regale sind mit Fotos und Auszeichnungen bedeckt: Arpaio mit Donald Trump, eine Büste von Ronald Reagan, ein alter Bericht aus dem Magazin "Time" mit der Überschrift: "Es ist kein Spaß im Bezirksgefängnis."
Das Bezirksgefängnis, das gemeint ist, liegt im Maricopa County. Das ist einer der größten Landkreise in den USA, zu dem auch Arizonas Hauptstadt Phoenix gehört. Arpaio war hier 24 Jahre lang Sheriff, der berühmteste und zugleich der berüchtigtste des Landes.
Bis zum Jahr 2016. Dann wurde er abgewählt. Arpaio ist mittlerweile 88 Jahre alt, ein gutes Alter für den Ruhestand. Aber er kann sich jetzt nicht zurückziehen. Es steht zu viel auf dem Spiel.

