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Donald Trump weist Berater Peter Navarro für Kritik an Immunologen Anthony Fauci zurecht

July 16
06:37 2020
Donald Trump: "Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu Anthony" Icon: vergrößern

Donald Trump: "Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu Anthony"

Foto: Yuri Gripas/ imago images/ZUMA Wire

Der Immunologe Anthony Fauci hat im Moment einen schweren Stand als Berater der US-Regierung. Präsident Donald Trump und sein Handelsberater Peter Navarro haben den Wissenschaftler in den vergangenen Tagen scharf attackiert, warfen ihm Fehler vor und zweifelten an seinem Urteilsvermögen. Doch nun macht Trump offenbar einen Rückzieher – und weist seinen Vertrauten Navarro für dessen Kritik an Fauci zurecht.

Navarro hatte in einem Gastbeitrag für "USA Today" geschrieben, Fauci habe in jedem Punkt, in dem er mit ihm in der Krise zu tun gehabt habe, falsch gelegen. "Wenn Sie mich also fragen, ob ich auf Dr. Faucis Rat höre, ist meine Antwort: nur mit Skepsis und Vorsicht."

Von den Aussagen distanzierte sich Trump nun. Navarro habe in dem Text für sich gesprochen. "Das sollte er nicht tun. Nein, ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu Anthony", sagte Trump. Ein Mitarbeiter des Weißen Hauses sagte, dass Trump Navarro nicht unterstütze und dass Navarro in den letzten Tagen ausdrücklich aufgefordert worden sei, die Situation zu deeskalieren. Der Mitarbeiter sagte, dass der Stabschef des Weißen Hauses, Mark Meadows, in dieser Angelegenheit "voll engagiert" sei und dass Meadows Navarros Artikel "inakzeptabel" finde.

Auch Trump kritisierte Fauci für angeblich "viele Fehler"

Trumps Kritik an Navarro und die versöhnliche Worte Richtung Fauci kommen überraschend. Schließlich hatte der US-Präsident auf Fox News über Fauci gesagt: "Er hat viele Fehler gemacht." Das Weiße Haus hatte am Sonntag zudem eine Liste mit Aussagen Faucis an mehrere Medien geschickt, die zeigen sollte, dass sich dieser in der Pandemie mehrfach getäuscht habe. Die "New York Times" wertete die Liste des Weißen Hauses als Versuch, die Glaubwürdigkeit des Experten zu untergraben. Viele Gesundheitsexperten waren entsetzt. Fauci hatte die Liste als "Unsinn" und komplett falsch kritisiert. Er könne sich nicht ausmalen, warum es eine solche Liste geben sollte.

Fauci ist Mitglied der Coronavirus-Taskforce der Regierung unter der Leitung von Vizepräsident Mike Pence. Der 79-jährige ist Experte für Infektionskrankheiten und trat zu Beginn der Coronakrise in den USA häufig in Pressekonferenzen der Taskforce auf. Zuletzt war er aber kaum noch zu sehen gewesen, auch wegen des Konflikts mit Trump und der Regierung. Trump sagte nun: "Wir sind alle im selben Team, auch Dr. Fauci. Wir alle wollen dieses Durcheinander loswerden."

Icon: Der Spiegel

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