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Vor allem Bayern betroffen: Tief “Lisa” bringt Hochwassergebieten neuen Regen

May 21
09:26 2024

Panorama

Die Menschen wie hier im saarländischen Kleinblittersdorf sind noch mit dem Aufräumen beschäftigt, da droht schon neuer Starkregen.

Die Menschen wie hier im saarländischen Kleinblittersdorf sind noch mit dem Aufräumen beschäftigt, da droht schon neuer Starkregen.

Dem Süden Deutschlands drohen im Laufe des Tages neue Gewitter und Starkregen. Auch das teils überflutete Saarland wird betroffen sein. Der Schwerpunkt wird aber wohl in einem anderen Bundesland liegen.

Der Dienstag beginnt in vielen Regionen Deutschlands mit einem bangen Blick in den Himmel. Für einige Gebiete in Bayern, Rheinland-Pfalz, Hessen und Saarland sind Unwetter, Gewitter und Starkregen vorhergesagt. Am Dienstag zieht Tief "Lisa" über Deutschland. Bevor es von Süden kommend Richtung Nordsee abzieht, bringt es vor allem im Süden des Landes schwere Regenfälle, berichtet wetter.de.

Am Pfingstwochenende kämpften vor allem Menschen im Saarland und Südwesten von Rheinland-Pfalz gegen Hochwasser und Überschwemmungen. Enorme Regenmengen hatten dort für Überflutungen, Erdrutsche und vollgelaufene Straßen und Keller gesorgt. Im Saarland starb eine 67-jährige Frau, die von einem Rettungsfahrzeug erfasst wurde. Ansonsten kam nach bisherigen Erkenntnissen niemand ernsthaft zu Schaden. Laut Ministerpräsidentin Anke Rehlinger mussten die Einsatzkräfte im Saarland rund 4000 Mal ausrücken.

Von der Eifel über Mittelhessen nach Bayern

Ab Dienstag könnten die Unwetter auch andere Regionen Deutschlands treffen. "Der Schwerpunkt liegt diesmal voraussichtlich nicht im Saarland und südlichen Rheinland-Pfalz, sondern etwas weiter im Norden, im Gebiet von der Eifel über Mittelhessen, bis nach Südostbayern", sagte Meteorologe Nico Bauer vom Deutschen Wetterdienst (DWD). In den bisherigen Hochwassergebieten werde es etwas geringere Niederschlagsmengen geben.

Im Süden ziehen im Tagesverlauf immer dichtere Wolken auf und westlich des Rheins sowie im Schwarzwald sind erste Regenschauer dabei. Am Nachmittag breiten sich Regenschauer und Gewitter bis zu den Mittelgebirgen aus. Stellenweise können auch Unwetter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen dabei sein. Vor allem von der Eifel bis nach Bayern können sich am Nachmittag teils kräftige Regengüsse und Gewitter bilden.

Starkregen mit bis zu 25 Litern pro Quadratmeter können demnach auftreten, örtlich ist auch Starkregen mit 25 bis 40 Liter pro Quadratmeter möglich. Auch mit Hagel und Sturmböen ist zu rechnen. In der Nacht zu Mittwoch dürften sich Starkregen und Gewitter laut DWD dann in den Nordosten Deutschlands verlagern.

Schäden im Millionenbereich

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Panorama 20.05.24 Bangen vor neuem Starkregen Hochwasser im Saarland verursacht Millionenschäden

Während die aktuelle Krise im Saarland noch nicht überstanden ist, beginnt sowohl bei den Betroffenen als auch in der Politik bereits die Aufarbeitung. Nach erster Einschätzung habe das Hochwasser Schäden "weit in den Millionenbereich hinein" angerichtet, sagte Rehlinger. Das genaue Ausmaß werde man erst richtig erfassen können, wenn das Wasser ganz zurückgegangen sei.

Am Pegel St. Arnual erreichte die Saar beispielsweise am Samstag etwa einen Wasserstand von 6,32 Meter, an den Tagen zuvor zeigte der Pegel knapp über 2 Meter, berichtet wetter.de. Höchster jemals gemessener Wasserstand ist 8,24 Meter kurz vor Weihnachten 1993. Am frühen Morgen lag der Pegel bei 2,97 Metern und fiel weiter. Die Hochwasserstufe sinkt damit alsbald wieder auf 2 (ab 2,90 Meter Pegel). Meldestufe 2 bedeutet im Saarland: "Landwirtschaftliche Flächen, evtl. auch einzelne Gebäude überflutet, örtlich leichte Verkehrsbehinderungen"

"Schon heute ist allerdings klar, dass wir es mit massiven Schäden an privatem Eigentum, aber auch an Infrastruktur wie Straßen, Brücken oder auch Kitas zu tun haben werden", sagte sie. "Wir kämpfen seit wenigen Tagen gegen Wassermassen, werden aber sicherlich Jahre mit den Folgen kämpfen müssen."

Starkregenlagen wie diese kommen laut DWD-Meteorologe Bauer durch den Klimawandel häufiger vor. "Die werden häufiger und intensiver, einfach aus dem Grund, dass eine wärmere Atmosphäre mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann und dadurch die Niederschläge heftiger ausfallen."

Quelle: ntv.de, als/dpa

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