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USA melden Tod von Milizenkommandeur bei Drohnenschlag im Irak

February 08
03:46 2024

Das US-Militär hat rund anderthalb Wochen nach dem tödlichen Angriff auf US-Soldaten in Jordanien eigenen Angaben zufolge erneut mit einem Gegenschlag im Irak reagiert. Dabei sei ein Kommandeur der proiranischen Miliz Kataib Hisbollah (Hisbollah-Brigaden) getötet worden, teilte das zuständige Regionalkommando des US-Militärs am Mittwoch auf der Plattform X, vormals Twitter, mit. Dieser sei für »die direkte Planung und Beteiligung an Angriffen auf US-Streitkräfte in der Region verantwortlich«.

Es gebe zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Hinweise auf Kollateralschäden oder zivile Opfer, so das US-Militär weiter. »Wir werden nicht zögern, all jene zur Verantwortung zu ziehen, die die Sicherheit unserer Streitkräfte gefährden.«

US-Medien berichteten, dass bei einem US-Drohnenangriff in der irakischen Hauptstadt Bagdad mindestens drei Mitglieder der Kataib Hisbollah getötet worden seien. Zielperson war nach bisherigen Stand Wissam Mohammed »Abu Bakr« al-Saadi, der die Operationen der Miliz in Syrien leitete.

Der Angriff richtete sich offenbar gegen ein einzelnes Fahrzeug auf einer der Hauptstraßen der Großstadt. Fotos zeigen einen zerstörten Geländewagen und eine große Zahl Schaulustiger. Die schwer gesicherte Green Zone, in der sich zahlreiche diplomatische Vertretungen befinden, wurde abgeriegelt. Noch ist unklar, ob die irakische Regierung über den Präzisionsschlag vorab informiert war.

Seit Beginn des Gazakriegs haben proiranische Milizen fast täglich Angriffe auf US-Militärstützpunkte im Irak und in Syrien verübt. Am 28. Januar sind durch eine der Attacken in Jordanien nahe der syrischen Grenze drei US-Soldaten getötet worden. Die USA reagierten darauf bereits mit umfangreichen Luftangriffen gegen Stellungen proiranischer Milizen im Irak und in Syrien.

Nach US-Angriffen in Syrien und dem Irak hatte Damaskus am Wochenende Todesopfer und »erhebliche Schäden« gemeldet. Bei den nächtlichen Angriffen seien »eine Reihe von Zivilisten und Soldaten getötet« und weitere verletzt worden, zitierten syrische Staatsmedien zufolge aus einer Erklärung des Militärs. Zuvor hatte die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärt, bei Angriffen im Osten Syriens seien mindestens 18 proiranische Kämpfer getötet worden.

Iran spricht von »abenteuerlichem Fehler«

Die syrische Armee sei entschlossen, heißt es weiter, »das gesamte syrische Staatsgebiet von Terrorismus und Besatzung zu befreien«. Das Außenministerium in Damaskus verurteilte die Angriffe ebenfalls. Die Handlungen der USA hätten dazu beigetragen, den Konflikt im Nahen Osten auf sehr gefährliche Weise anzuheizen, zitiert die Reuters aus einer Mitteilung.

Die Regierung des Irak meldete 16 Tote und 25 Verletzte und verurteilte die Angriffe als »neue Aggression gegen die irakische Souveränität«. In Syrien sind im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz »Islamischer Staat« noch rund 900 Soldaten stationiert, im Irak rund 2500.

Das iranische Außenministerium verurteilte die nächtlichen US-Luftangriffe im Irak und in Syrien als »Verletzung der Souveränität und territorialen Integrität« der Länder. Die Angriffe seien »ein weiterer abenteuerlicher und strategischer Fehler der Vereinigten Staaten, der nur zu mehr Spannungen und Instabilität in der Region führen wird«.

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