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“Schwerwiegende Eskalation”: Netanjahu beruft Kriegskabinett ein

April 14
01:36 2024

Politik

Das Kriegskabinett um Regierungschef Netanjahu bildete sich nach dem Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober.

Das Kriegskabinett um Regierungschef Netanjahu bildete sich nach dem Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober.

Erstmals greift der Iran Israel von seinem eigenen Territorium aus an. Der Sprecher der israelischen Streitkräfte spricht von einer "schwerwiegenden und gefährlichen Eskalation". Israels Regierungschef Netanjahu tagt derzeit mit seinem Kriegskabinett.

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hat wegen des iranischen Angriffs auf Israel das Kriegskabinett zu einer Dringlichkeitssitzung einberufen. Wie Netanjahus Büro am Abend mitteilte, tagt das aus fünf Mitgliedern bestehende Kriegskabinett in Tel Aviv. Neben Netanjahu gehören ihm unter anderem Verteidigungsminister Joav Galant und der zur politischen Mitte zählende Oppositionsführer Benny Gantz an, der der Notstandsregierung nach dem beispiellosen Großangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober beigetreten war.

Der israelische Militärsprecher Daniel Hagari beschrieb die Angriffe aus dem Iran am Abend als "schwerwiegende und gefährliche Eskalation". Nach Angaben des israelischen Fernsehens hat der Iran eine dritte Welle von Drohnen auf den Weg nach Israel geschickt. Insgesamt gehe Israel von mehr als 100 Drohnen aus. Außerdem hat der Iran Raketen in Richtung Israel abgefeuert. Es ist der erste direkte Angriff des Irans auf seinen Erzfeind Israel.

Die Iran-Expertin Sima Shine sagte im israelischen Fernsehen: "Dies ist ein beispielloses Ereignis. Der Iran hat sein Paradigma verändert." Es ist auch das erste Mal seit 1991, dass Israel von einem UN-Mitgliedsstaat angegriffen wird. Damals hatte der Irak Dutzende Scud-Raketen auf israelisches Gebiet gefeuert.

"Wir überwachen die iranischen Killerdrohnen, die nach Israel unterwegs sind, sehr eng", sagte Hagari. "Unsere defensiven und offensiven Fähigkeiten sind auf dem höchsten Bereitschaftslevel vor diesem Großangriff des Iran." Die israelische Armee gehe gemeinsam mit den Verbündeten Israels "mit ganzer Kraft" vor, um den Staat Israel und das israelische Volk zu verteidigen.

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Politik 13.04.24 100 Flugkörper unterwegs Was zwischen Israel und den Drohnen und Raketen steht

Der britische Premierminister Rishi Sunak verurteilte den iranischen Luftangriff. "Diese Angriffe bergen die Gefahr, die Spannungen zu verschärfen und die Region zu destabilisieren", hieß es in einer Erklärung. "Der Iran hat wieder einmal bewiesen, dass er darauf aus ist, in seinem eigenen Hinterhof Chaos zu säen." Großbritannien werde sich weiter für die Sicherheit Israels und aller regionaler Partner – "einschließlich Jordaniens und des Irak" – einsetzen.

Der deutsche Botschafter Steffen Seibert forderte alle Deutschen vor Ort auf, sich an die Anweisungen der Sicherheitsbehörden zu halten. "Ein Direktangriff wie noch nie: Iranische Drohnen im Anflug auf Israel und es kann noch mehr kommen", schrieb er am Abend auf X. "Alle deutschen Landsleute bitte ich dringend, zu Ihrer Sicherheit den Anweisungen des Home Front Command und der lokalen Behörden zu folgen."

Quelle: ntv.de, mau/dpa/rts

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