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Schwere Gefechte in der Ost- und Südukraine – Drohnen auf der Krim

August 12
09:16 2023

Was in den vergangenen Stunden geschah

Der Krieg in der Ukraine geht mit unverminderter Härte weiter: An der Front im Süden und Osten des Landes gab es in der vergangenen Stunden schwere Gefechte, wie der ukrainische Generalstab in seinen Lagerberichten vom Freitagabend und Samstagmorgen mitteilte. Es gebe heftigen russischen Artilleriebeschuss und Luftangriffe an fast allen Frontabschnitten. Am Boden versuchten russische Truppen demnach bei Kupjansk, Bachmut, Awdijiwka und Marjinka vorzurücken. Diese Angriffe seien abgewehrt worden.

Zudem wurden erneute russische Angriffe auf das ukrainische Gebiet Sumy nahe der Grenze gebeldet. Im Verlauf des Freitags sei das Gebiet im Nordosten der Ukraine neunmal unter Beschuss geraten, teilte die Militärverwaltung von Sumy bei Telegram mit. Insgesamt seien 51 Explosionen registriert worden. Dabei seien unter anderem in der Gemeinde Seredyna-Buda zwei Wohnhäuser beschädigt worden. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht. Die Angaben ließen sich nicht verifizieren.

Offenbar gab es in der Nacht zum Samstag auch wieder eine Drohnenattacke auf die Krim. Die Ukraine habe mit 20 unbemannten Luftfahrzeugen angegriffen, hieß es seitens des Verteidigungsministeriums in Moskau. Demnach wurden 14 Drohnen durch Luftabwehrsysteme abgeschossen und sechs durch elektronische Kampfführung ausgeschaltet. Unabhängig überprüfen ließen sich die Angaben nicht.

Das sagt Kiew

Die Ukraine bekräftigt ihre Forderung nach Marschflugkörpern Taurus aus Deutschland und versucht Bedenken in Berlin gegen die Lieferung auszuräumen. Wegen ihrer hohen Reichweite würden die Taurus militärisch dringend benötigt – genauso wie die ebenfalls erbetenen ATACMS aus den USA, erklärte Außenminister Dmytro Kuleba in Kiew. Er sicherte in einem Twitter-Posting zu : »Beide werden ausschließlich innerhalb unserer Grenzen eingesetzt werden.« Die Ukraine halte sich an Völkerrecht, sagte zudem die stellvertretende Verteidigungsministerin Maljar dem »heute-journal « im ZDF. »Das bedeutet, dass die Ukraine sich nur auf ihrem Territorium verteidigt.« Strategisches Ziel sei die Befreiung der von Russland besetzten Gebiete.

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