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Rätselhafte Rückschläge bei jedem zehnten Patienten

July 05
11:48 2020
"Ich akzeptiere halt die Schmerzen, die ich jetzt habe." Alexander Riesch, 26, Immobilienmakler Icon: vergrößern

"Ich akzeptiere halt die Schmerzen, die ich jetzt habe." Alexander Riesch, 26, Immobilienmakler

Nora Klein/ DER SPIEGEL

Alles begann mit einem leichten Halskratzen am Freitag, dem 13. März. Ein Arbeitskollege hatte das neuartige Coronavirus aus dem österreichischen Skiort Ischgl mitgebracht. Kurz darauf bestätigte ein Test, dass auch Alexander Riesch(*), 26, sich infiziert hatte.

"Erst habe ich gedacht, na ja, dann hast du es wenigstens hinter dir", sagt Riesch. Auch seine Ärzte waren überzeugt: Der Körper eines jungen, gesunden Menschen würde nicht lange brauchen, um das Virus niederzuringen. Sie schickten Riesch nach Hause, er solle sich auskurieren. Doch wenige Tage später fühlte er sich so elend, dass er den Notarzt rufen musste. Eine Woche verbrachte er im Krankenhaus.

Offiziell gilt Riesch nun seit knapp drei Monaten als genesen, er hat Antikörper gegen das Virus im Blut. Dennoch fühlt er sich immer wieder sehr krank. Bisher konnte ihm kein Arzt erklären, woran das liegt.

Nicht nur plagen ihn mehr oder weniger heftige Halsschmerzen; sie kommen und gehen, ohne erkennbaren Grund. Auch seine Lunge ist nach wie vor betroffen. Die Beschwerden begannen erst zu Hause, nachdem ihn die Ärzte aus der Klinik entlassen hatten. Ein Pneumologe, der ihn untersuchte, verschrieb ihm ein Asthmaspray und empfahl, geduldig zu sein. Das Kortison helfe zwar ein wenig, sagt Riesch, doch sobald er es absetze, seien der Husten und die Enge im Brustkorb wieder da.

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